{"id":1944750,"date":"2025-12-23T08:40:30","date_gmt":"2025-12-23T07:40:30","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1944750"},"modified":"2025-12-23T09:01:48","modified_gmt":"2025-12-23T08:01:48","slug":"karl-habsburg-russischer-angriff-auf-europa-absolut-realistisch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/karl-habsburg-russischer-angriff-auf-europa-absolut-realistisch\/","title":{"rendered":"Karl Habsburg: Russischer Angriff auf Europa &#8222;absolut realistisch&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kiew (Kyjiw)\/Wien (APA) &#8211; Der Enkel des letzten \u00f6sterreichischen Kaisers <strong>Karl I<\/strong>, <strong>Karl Habsburg<\/strong>, hat angesichts der aktuellen Ukraine-Gespr\u00e4che vor einer Beschwichtigungspolitik gegen\u00fcber Russland gewarnt. &#8222;Appeasement funktioniert bei einem totalit\u00e4ren Staat nicht. Diese Erfahrung haben wir im Zweiten Weltkrieg gemacht&#8220;, sagte Habsburg der &#8222;Kyiv Post&#8220; (Onlineausgabe). Vielmehr sei ein russischer Angriff auf die baltischen Staaten oder Polen &#8222;absolut realistisch&#8220;, betonte der Ex-EU-Abgeordnete unter Verweis auf wiederholte Aussagen aus Russland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wir k\u00f6nnen nicht einmal sagen, dass sie uns anl\u00fcgen, weil sie dar\u00fcber sprechen, ihren Einfluss ganz bis nach Lissabon auszudehnen&#8220;, sagte Habsburg mit Blick auf die Milit\u00e4rdoktrin Russlands, Politikeraussagen oder auch \u00c4u\u00dferungen im Staatsfernsehen. &#8222;Sie sagen das alles, aber wir m\u00f6chten es einfach nicht h\u00f6ren. Deshalb ignorieren wir es.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Nat\u00fcrlich&#8220; habe Russland bereits mit einem hybriden Krieg gegen Europa begonnen. &#8222;Ich sehe definitiv die M\u00f6glichkeit eines Krieges mit der NATO, insbesondere was die baltischen Staaten oder Polen betrifft, aber auch au\u00dferhalb der NATO, mit Moldau&#8220;, pr\u00e4zisierte der Ehrenpr\u00e4sident der \u00f6sterreichischen Paneuropabewegung, der in der Ukraine einen eigenen Radiosender betreibt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ukraine k\u00e4mpfe &#8222;f\u00fcr uns alle&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Habsburg \u00fcbte scharfe Kritik an den Einschr\u00e4nkungen bei der milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung der Ukraine. Einige Beschr\u00e4nkungen, etwa bei der Reichweite von Waffensystemen, seien &#8222;absolut inakzeptabel&#8220;. Die Ukraine spiele n\u00e4mlich eine entscheidende Rolle &#8222;f\u00fcr uns alle&#8220;. &#8222;Deshalb sollten wir alle die Ukraine dabei unterst\u00fctzen, was sie f\u00fcr uns macht. Je fr\u00fcher die Europ\u00e4er erkennen, dass dieser Kampf hier in der Ukraine buchst\u00e4blich f\u00fcr uns gef\u00fchrt wird, umso besser ist es auch f\u00fcr uns alle.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eindringlich warnte das Oberhaupt des Hauses Habsburg davor, auf eine Konfliktl\u00f6sung durch Gebietsabtretungen an Russland zu setzen. &#8222;Dieses Konzept der Beschwichtigung &#8211; &#8218;Geben wir ihnen doch ein kleines St\u00fcck der Ukraine, es sind ja nur 20 Prozent des Landes und alle werden danach gl\u00fccklich sein&#8216; &#8211; ist v\u00f6lliger Unsinn&#8220;, unterstrich er. F\u00fcr die Zukunft k\u00f6nne man nur aus der Geschichte lernen, so der Adelige, dessen Vorfahren auch einen Teil der heutigen Ukraine beherrscht hatten. &#8222;Wenn jemand sich weigert, aus der Geschichte zu lernen, kann er keine vern\u00fcnftigen Entscheidungen f\u00fcr die Zukunft treffen&#8220;, so Habsburg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als &#8222;professioneller Optimist&#8220; glaube er, dass auch das Regime von Kreml-Chef <strong>Wladimir Putin<\/strong> &#8222;ein Ablaufdatum&#8220; habe. Derzeit habe Putin aber noch die Mehrheit des russischen Volkes hinter sich, und zwar, weil er den Informationsraum im Land kontrolliere. Diesen m\u00fcsse man &#8222;durchbrechen, um die Wahrheit nach Russland zu bringen&#8220;, forderte er. Bewegungen wie jener des Oppositionsf\u00fchrers Alexej Nawalny sei dies gelungen, so Habsburg gegen\u00fcber der ukrainischen Zeitung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem ORF-Interview hatte Habsburg j\u00fcngst betont, dass er ein Interesse an der europ\u00e4ischen Position \u00d6sterreichs und der europ\u00e4ischen Position insgesamt habe. &#8222;Deswegen auch mein Engagement in der Ukraine und in vielen anderen Orten&#8220;, sagte er. Sein Gro\u00dfvater Karl hatte nach dem Zusammenbruch der Donaumonarchie unter dem Druck von Parlamentariern und Parteien auf seinen Anteil an den Staatsgesch\u00e4ften verzichtet und \u00d6sterreich verlassen. Infolge der Republiksgr\u00fcndung am 12. November 1918 wurde das regierende Haus enteignet und verlor alle Vorrechte. (22.12.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der \u00f6sterreichische Kaiserenkel und ehemalige Europaabgeordnete, Karl Habsburg, warnt vor einem russischen Angriff auf Europa. &#8222;Appeasement funktioniert bei einem totalit\u00e4ren Staat nicht&#8220;, so der Ehrenpr\u00e4sident der Paneuropabewegung. Dies habe der Zweite Weltkrieg gezeigt. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1944751,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-1944750","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1944750","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1944750"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1944750\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1944751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1944750"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1944750"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1944750"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}