{"id":1947560,"date":"2025-12-23T14:43:57","date_gmt":"2025-12-23T13:43:57","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=1947560"},"modified":"2025-12-23T14:44:01","modified_gmt":"2025-12-23T13:44:01","slug":"von-der-ukraine-bis-ki-grosse-herausforderungen-warten-2026-auf-die-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/von-der-ukraine-bis-ki-grosse-herausforderungen-warten-2026-auf-die-eu\/","title":{"rendered":"Von der Ukraine bis KI: Gro\u00dfe Herausforderungen warten 2026 auf die EU"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00f6lf turbulente Monate in der (Ge\u043e-)Politik und Gestaltung politischer Prozesse liegen hinter der Europ\u00e4ischen Union und ihren 27 Mitgliedstaaten. Vom Krieg in der Ukraine bis zu den angespannten transatlantischen Beziehungen: Einige der gro\u00dfen Herausforderungen, die die Debatten derzeit bestimmen, werden noch eine Weile bestehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2026 steht f\u00fcr die EU viel auf dem Spiel, weil Russlands Angriffskrieg keine Anzeichen einer Beruhigung zeigt, die EU sich in einer beispiellosen Beziehung zu den USA befindet und der Staatenblock darum k\u00e4mpft, seine Wirtschaft \u00fcber Wasser zu halten, w\u00e4hrend sich die Technologie immer weiter und rasant entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die M\u00f6glichkeit eines Krieges mit Russland hat die Aufr\u00fcstung der europ\u00e4ischen Nationen notwendig gemacht und die Priorit\u00e4ten vom Gr\u00fcnen Wandel hin zu h\u00f6heren Verteidigungsausgaben verlagert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugleich will die EU ihre Bem\u00fchungen zur Vereinfachung ihrer Vorschriften im Interesse der Wettbewerbsf\u00e4higkeit fortsetzen. Beobachterinnen und Beobachter wie Kritikerinnen und Kritiker bef\u00fcrchten jedoch, dass wichtige Regelwerke \u2013 darunter wegweisende Klimagesetze und digitale Vorschriften \u2013 unter dem Druck der Mitgliedstaaten und aus \u00dcbersee weiter in den Hintergrund geraten k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ukraine: EU stimmt Finanzierung zu, w\u00e4hrend Friedensgespr\u00e4che sich hinziehen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj <\/strong>sagte Mitte Dezember, Russland bereite sich offenbar darauf vor, seinem Land 2026 ein neues \u201eKriegsjahr\u201c zu bescheren, nachdem Russlands Pr\u00e4sident <strong>Wladimir Putin <\/strong>erkl\u00e4rte, Moskau werde seine Ziele \u201emit Sicherheit\u201c erreichen. Die Truppen Moskaus seien in den vorangegangenen Monaten an der Ostfront stetig vorger\u00fcckt. Putin lobte erst am vergangenen Freitag die Territorialgewinne der russischen Armee \u2013 und drohte mit weiteren in den kommenden Wochen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Staats- und Regierungschefs der EU einigten sich bei ihrem Gipfel am Donnerstag (18. Dezember 2025) darauf, der Ukraine f\u00fcr die Jahre 2026 und 2027 90 Milliarden Euro f\u00fcr die Verteidigung gegen Russland zur Verf\u00fcgung zu stellen. Ohne neue Finanzmittel drohten der Ukraine im neuen Jahr ein Defizit von 45 bis 50 Milliarden Euro und eine Einschr\u00e4nkung ihrer R\u00fcstungsproduktion, sagte der Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates, <strong>Ant\u00f3nio Costa<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU wurde lange Zeit <a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/einfluss-liegt-wegen-eingefrorener-russischer-gelder-auf-eis-eu-draengt-auf-rolle-in-friedensgespraechen-zur-ukraine\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">bei Gespr\u00e4chen mit Russland zur Beendigung des Krieges ins Abseits gedr\u00e4ngt<\/a>, w\u00e4hrend US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump <\/strong>die Bem\u00fchungen koordinierte, Kiew und Moskau an den Verhandlungstisch zu bringen. Washington \u00fcberraschte die Ukraine und ihre europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten im November mit einem 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges, der weithin als ein Einknicken gegen\u00fcber den wichtigsten Forderungen des Kremls angesehen und nach der Einbeziehung der Ukraine und Europas nun \u00fcberarbeitet wurde.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit zeichnet sich neue Hoffnung auf direkte Gespr\u00e4che zwischen Europa und Russland ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kreml-Sprecher <strong>Dmitri Peskow <\/strong>sagte, Putin habe in einem am Sonntag von der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti ver\u00f6ffentlichten Interview \u201eseine Bereitschaft zum Dialog\u201d mit seinem franz\u00f6sischen Amtskollegen <strong>Emmanuel Macron <\/strong>zum Ausdruck gebracht.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Pr\u00e4sidentschaft Frankreichs begr\u00fc\u00dfte in der Folge, dass Putin bereit sei, mit Macron zu sprechen, nachdem der franz\u00f6sische Staatschef erkl\u00e4rt hatte, Europa solle sich erneut an Russland wenden, um den Krieg zu beenden, anstatt die USA allein die F\u00fchrung \u00fcbernehmen zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kreml dementierte aber am Sonntag, dass Dreiergespr\u00e4che zwischen der Ukraine, Russland und den USA geplant seien, w\u00e4hrend russische, ukrainische und europ\u00e4ische Diplomaten in Miami zu separaten Gespr\u00e4chen mit den USA zusammenkamen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU \u2013 und insbesondere ihre Mitglieder an der Ostflanke, wie beispielsweise Polen \u2013 rechnet ebenfalls mit weiteren Tests ihrer Widerstandsf\u00e4higkeit durch hybride Bedrohungen, wie beispielsweise Desinformationskampagnen, Cyberangriffe und potenzielle Sabotageakte.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Westliche Sicherheitsdienste machen Russland f\u00fcr eine Flut von Drohnenfl\u00fcgen,&nbsp; Sabotageakten, Cyberangriffen und Online-Desinformationskampagnen in Europa verantwortlich, die seit der russischen Invasion der Ukraine im Jahr 2022 eskaliert sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Chef des deutschen Verfassungsschutzes warnte Anfang Dezember, dass Russland im kommenden Jahr Sabotageakte, Cyberangriffe und Desinformationskampagnen verst\u00e4rken k\u00f6nnte, wenn die st\u00e4rkste Volkswirtschaft der EU, ein wichtiger Unterst\u00fctzer der Ukraine, mehrere Regionalwahlen abh\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland finden 2026 vier Landtagswahlen und in Berlin die Wahl zum Abgeordnetenhaus statt, darunter auch im ehemals kommunistischen Osten des Landes, wo die in Teilen rechtsextreme und moskaufreundliche Partei Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) hofft, erneut mehr Unterst\u00fctzung zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1281\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urnnewsmldpa.com20090101220914-99-756971-v3-s2048.jpeg\" alt=\"Container werden im Hafen von Kr\u00e4nen transportiert und verladen. Foto: Federico Gambarini\/dpa\" class=\"wp-image-43147\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Container werden im Hafen von Rotterdam von Kr\u00e4nen transportiert und verladen. Foto: Federico Gambarini\/dpa<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kein Handel, kein Gewinn<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die Handelsbeziehungen der EU zu wichtigen Partnern haben sich 2025 ver\u00e4ndert, w\u00e4hrend die Beziehungen zu den USA und China sowie die Aussicht auf ein Handelsabkommen mit L\u00e4ndern in S\u00fcdamerika weiterhin wichtige Streitpunkte sind.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Prognose f\u00fcr 2026:<\/span><\/strong> Wenn die aktuellen Prognosen der Vereinten Nationen zutreffen, wird der weltweite Handel 2025 die Marke von 35 Billionen Dollar (30 Billionen Euro) \u00fcberschreiten. Dies entspricht laut der j\u00fcngsten Aktualisierung der UN-Zahlen einem Anstieg um rund 2,2 Billionen Dollar oder etwa sieben Prozent.<br><br>Die Aussichten f\u00fcr 2026 sind jedoch ged\u00e4mpfter, teilten die Vereinten Nationen Anfang Dezember mit. Im November erkl\u00e4rte auch die Europ\u00e4ische Kommission, dass die Wirtschaft der Eurozone im Jahr 2026 weniger stark wachsen werde als erwartet, da Risiken aus dem internationalen Handel und geopolitischen Spannungen den Euroraum belasten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit seiner R\u00fcckkehr ins Amt im Januar hat US-Pr\u00e4sident Trump beispielsweise mehrere Wellen neuer <a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-us-zollabkommen-washington-erhoeht-den-druck\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Z\u00f6lle auf Importe in die USA<\/a> verh\u00e4ngt. Seine Regierung hat seit April einen Grundzoll von 10 Prozent f\u00fcr alle L\u00e4nder eingef\u00fchrt, wobei f\u00fcr einige Volkswirtschaften deutlich h\u00f6here S\u00e4tze gelten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um einen umfassenden Handelskrieg abzuwenden, einigten sich die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Ursula von der Leyen<\/strong>, und Trump im Juli auf ein Abkommen, das f\u00fcr die meisten EU-Exporte, darunter Autos, Halbleiter, Arzneimittel und Holz, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission prognostiziert f\u00fcr den Euroraum ein Wachstum von 1,2 Prozent im Jahr 2026, nach zuvor 1,4 Prozent. F\u00fcr die gesamte EU mit 27 L\u00e4ndern erwartet Br\u00fcssel ein Wachstum von 1,4 Prozent im Jahr 2026, etwas weniger als die im Mai prognostizierten 1,5 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Daten der EU basieren auf der Umsetzung der vereinbarten Z\u00f6lle. Die Kommission erkl\u00e4rte, die Wirtschaft der Eurozone sei im Jahr 2025 trotz der durch Trumps Z\u00f6lle verursachten Turbulenzen widerstandsf\u00e4higer gewesen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Die Eurozone w\u00e4chst:<\/span><\/strong> Die Eurozone begr\u00fc\u00dft ein neues Mitglied. Am 1. Januar 2026 wird Bulgarien dem W\u00e4hrungsraum beitreten, was trotz einiger innenpolitischer Widerst\u00e4nde einen wichtigen Meilenstein in seiner EU-Integration darstellt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die selbsternannte \u201eeinzige patriotische Partei Bulgariens\u201d, Vazrazhdane, hat Proteste gegen die Einf\u00fchrung des Euro organisiert und gesagt, dass dieser Schritt die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t untergraben und den Lebensstandard beeintr\u00e4chtigen w\u00fcrde. Ein Sprecher der EU-Kommission best\u00e4tigte jedoch, dass die Entscheidung Bulgariens zum Beitritt zur Eurozone endg\u00fcltig ist und vor dem 1. Januar nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mitte Dezember trat die bulgarische Regierung unter Ministerpr\u00e4sident <strong>Rossen Jeliazkov <\/strong>zur\u00fcck, nachdem die \u00d6ffentlichkeit ihre Wirtschaftspolitik und ihr vermeintliches Versagen bei der Bek\u00e4mpfung der weit verbreiteten Korruption kritisiert hatte. Dies leitete wenige Tage vor der Einf\u00fchrung der neuen W\u00e4hrung eine Phase anhaltender politischer Instabilit\u00e4t in Bulgarien ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><span style=\"text-decoration: underline;\"><strong>Handel zwischen der EU und China<\/strong>:<\/span> Die <a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/diplomatische-beziehungen-zwischen-china-und-eu-ueberschattet-von-handels-und-klimadifferenzen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spannungen im Handel zwischen China und der EU<\/a> nehmen seit mehreren Jahren zu. Bereits 2023 leitete Br\u00fcssel eine Untersuchung gegen in China hergestellte Elektroautos ein und warf Peking vor, die Industrie mit \u00fcberm\u00e4\u00dfigen staatlichen Subventionen zu unterst\u00fctzen. Peking reagierte mit eigenen Untersuchungen und Z\u00f6llen auf Importe aus der EU, darunter auf Spirituosen, Schweinefleisch und Milchprodukte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Handelskonflikt versch\u00e4rfte sich jetzt kurz vor Weihnachten, als China laut einer Erkl\u00e4rung des chinesischen Handelsministeriums Einfuhrz\u00f6lle von 21,9 bis 42,7 Prozent auf bestimmte europ\u00e4ische Milchprodukte verh\u00e4ngte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">China wirft der EU vor, ihre Milchwirtschaft erheblich zu subventionieren. Importe aus Europa h\u00e4tten chinesischen Produzenten sp\u00fcrbar geschadet, so das Ministerium. Die Untersuchung zu Milchprodukten werde bis zu einer endg\u00fcltigen Entscheidung fortgesetzt, hie\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">Vorgehen gegen die Flut kleiner Pakete:<\/span> <\/strong>Die EU ihrerseits versucht, gegen die Flut kleiner Pakete aus China vorzugehen, die \u00fcber Anbieter wie Shein und Temu bestellt werden. Im vergangenen Jahr gelangten 4,6 Milliarden kleine Einzelhandelspakete in die Europ\u00e4ische Union \u2013 mehr als 145 pro Sekunde \u2013, von denen 91 Prozent aus China stammten, und ihre Zahl d\u00fcrfte weiter steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europ\u00e4ische Einzelh\u00e4ndler argumentieren, dass sie einem unlauteren Wettbewerb durch ausl\u00e4ndische Plattformen wie AliExpress, Shein und Temu ausgesetzt sind, die ihrer Meinung nach nicht immer die strengen Produktvorschriften der EU einhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anfang Dezember einigten sich die EU-Finanzminister darauf, eine Abgabe von drei Euro auf geringwertige Importe in die Union zu erheben. Die Abgabe wird vor\u00fcbergehend ab dem 1. Juli 2026 eingef\u00fchrt und so lange gelten, bis sich die Europ\u00e4ische Union auf eine dauerhafte L\u00f6sung f\u00fcr die Besteuerung solcher Importe geeinigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Europ\u00e4ische Kommission schlug im Mai au\u00dferdem eine geringe Paketbearbeitungsgeb\u00fchr in H\u00f6he von zwei Euro vor. Die EU-Mitgliedstaaten m\u00fcssen sich noch auf die tats\u00e4chliche H\u00f6he dieser Geb\u00fchr einigen, hoffen jedoch, dass sie ab Ende 2026 gelten wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><span style=\"text-decoration: underline;\">EU-Mercosur, seit 25 Jahren und kein Ende in Sicht:<\/span><\/strong> Die EU teilte in der Woche vor Weihnachten mit, dass die Unterzeichnung eines <a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/widerstand-von-eu-laendern-und-bauernproteste-verzoegern-handelsabkommen-mit-mercosur-staaten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Handelsabkommens zwischen ihr und vier Mercosur-L\u00e4ndern<\/a> \u2013 Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay \u2013 auf Januar verschoben wird, nachdem Landwirte vor dem EU-Gipfel in Br\u00fcssel gegen das Abkommen protestiert hatten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem haben der entschiedene Widerstand Frankreichs und R\u00fcckschl\u00e4ge aus Italien und anderen Mitgliedstaaten das Abkommen blockiert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Deal zwischen der EU und dem Mercosur w\u00fcrde die gr\u00f6\u00dfte Freihandelszone der Welt schaffen und dem 27-Staaten-Block helfen, in Zeiten globaler Handelsspannungen mehr Fahrzeuge, Maschinen, Wein und Spirituosen nach Lateinamerika zu exportieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1353\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/urnnewsmldpa.com20090101250718-935-720787-v1-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1460066\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Eine Person arbeitet am Rechner, auf dessen Bildschirm ein durch K\u00fcnstliche Intelligenz generiertes Illustrationsbild mit Code verschiedener Programmiersprachen und einem neuronalen Netzwerk-Diagramm zu sehen ist. Foto: Oliver Berg\/dpa<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>KI-Schub und gro\u00dfer Tech-Kampf<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der Bem\u00fchungen der EU, im Namen ihrer Wettbewerbsf\u00e4higkeit B\u00fcrokratie abzubauen, lautet eine zentrale Frage f\u00fcr das neue Jahr, ob die Deregulierungsbem\u00fchungen der EU dazu beitragen werden, dass die Union mit den technologischen Gro\u00dfm\u00e4chten Schritt halten kann \u2013 insbesondere bei aufstrebenden Technologien wie der K\u00fcnstlichen Intelligenz (KI).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach drei Jahren rasanten Wachstums und steigender Bewertungen geht die KI-Branche mit einer gewissen Euphorie, die jedoch zunehmend schwierigen Fragen weicht, in das Jahr 2026.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es flie\u00dft viel Geld in die KI, wobei die Ausgaben laut dem Beratungsunternehmen Gartner im Jahr 2026 weltweit voraussichtlich mehr als 2 Billionen Dollar (1,7 Billionen Euro) erreichen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU hatte sich beeilt, ihr umfassendes KI-Gesetz zu verabschieden, das im vergangenen Jahr in Kraft getreten ist. Dutzende der gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Unternehmen, darunter Airbus und Mercedes-Benz, forderten aber ein Aussetzen bei Aspekten, die ihrer Meinung nach die Innovation behindern k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen geht auch der Konflikt der EU mit den gro\u00dfen Technologieriesen weiter, da Br\u00fcssel seine <a href=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/vereinfachung-oder-rueckschritt-gefahr-fuer-daten-und-verbraucherschutz-bei-den-eu-plaenen-zur-digitalen-deregulierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wegweisenden digitalen Regelwerke \u00fcberdenkt<\/a>. Die bahnbrechenden EU-Technologieregeln stie\u00dfen auf starken Widerstand seitens der US-Regierung unter Trump, aber auch seitens Unternehmen und anderer Regierungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel bestreitet, sich Druck von au\u00dfen zu beugen, hat jedoch versprochen, den Unternehmen in den 27 Mitgliedstaaten das Leben zu erleichtern und Vorschl\u00e4ge zur \u00c4nderung der Datenschutzvorschriften und zur Verschiebung von Teilen des KI-Gesetzes vorgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem sie fr\u00fcher den \u201cBr\u00fcsseler Effekt\u201d begr\u00fc\u00dft hatten, durch den EU-Gesetze weltweit Einfluss auf die Rechtsordnungen nahmen, bef\u00fcrchten Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten nun zunehmend, dass sich die EU aus ihrer Rolle als Kontrollinstanz f\u00fcr Big Tech zur\u00fcckzieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Globale Diplomatie und Handel, Verteidigung und rasante technologische Entwicklungen: Die EU hat alle H\u00e4nde voll zu tun. Mit 2026 erwartet sie ein Jahr voller Herausforderungen mit risikoreichen Eins\u00e4tzen.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":1945023,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[22865,147,1193,22864,115],"class_list":["post-1947560","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-22865","tag-eu","tag-handel","tag-tech","tag-ukraine"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1947560","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1947560"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1947560\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1945023"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1947560"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1947560"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1947560"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}