{"id":2014372,"date":"2026-01-13T16:49:28","date_gmt":"2026-01-13T15:49:28","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=2014372"},"modified":"2026-01-13T16:49:33","modified_gmt":"2026-01-13T15:49:33","slug":"eu-mercosur-abkommen-oekonom-erwartet-geringen-wachstumseffekt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-mercosur-abkommen-oekonom-erwartet-geringen-wachstumseffekt\/","title":{"rendered":"EU-Mercosur-Abkommen: \u00d6konom erwartet geringen Wachstumseffekt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien (APA) &#8211; Die Wachstumseffekte durch das EU-Mercosur-Handelsabkommen f\u00fcr die europ\u00e4ische Wirtschaft d\u00fcrften eher gering ausfallen. Zu dem Schluss kommen zwei Fachleute, mit denen die APA &#8211; Austria Presse Agentur am Montag gesprochen hat. Positiv sei das Abkommen aus Sicht der \u00d6konomen aber trotzdem. Die FP\u00d6 kritisierte am Montag indes m\u00f6gliche Auswirkungen des Abkommens auf B\u00e4uerinnen und Bauern und nahm dabei den \u00d6VP-Bauernbund ins Visier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Verschiedene Studien zum EU-Freihandelsabkommen mit den Mercosur-L\u00e4ndern Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay und Bolivien seien zum dem Schluss gekommen, dass die EU-Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt; BIP) in zehn Jahren um rund 0,05 Prozent h\u00f6her sein werde als ohne das Abkommen. F\u00fcr den Mercosur-Raum wird ein Plus von im Schnitt 0,25 Prozent erwartet, erkl\u00e4rte <strong>IHS-\u00d6konom Klaus Weyerstrass <\/strong>im Gespr\u00e4ch mit der APA.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vergangene Woche war nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ein Durchbruch bei dem Handelsabkommen gelungen. Die EU-Botschafter stimmten mehrheitlich f\u00fcr eine Unterzeichnung des Abkommens. \u00d6sterreich war durch einen Parlamentsbeschluss an ein Nein gebunden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Seltene Erden im Fokus<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weniger das wirtschaftliche Potenzial, sondern eher geostrategische Argumente w\u00fcrden f\u00fcr das Abkommen sprechen, so Weyerstrass mit Blick auf die (Zoll-)Politik von <strong>US-Pr\u00e4sident Donald Trump <\/strong>und die Konkurrenz mit China. Der \u00d6konom verwies auf die Vorkommen an Seltenen Erden in S\u00fcdamerika, die f\u00fcr die wirtschaftliche Transformation ben\u00f6tigt werden. &#8222;Zum anderen werden wir, wenn wir da diversifizieren, weniger abh\u00e4ngig von und weniger erpressbar durch China.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine gro\u00dfen Sorgen macht er sich \u00fcber die europ\u00e4ische Landwirtschaft, deren Interessen &#8211; vor allem gemessen an ihrem geringen Anteil an der Gesamtwertsch\u00f6pfung &#8211; in dem Vertragswerk stark ber\u00fccksichtigt worden seien. &#8222;Es gelten ja nach wie vor die hohen Standards in der EU, die werden ja nicht abgeschafft. Alles was an Lebensmittel in die EU eingef\u00fchrt wird, muss nat\u00fcrlich nach wie vor die in der EU geltenden Standards erf\u00fcllen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Idee, dass beide profitieren&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es seien viele Ausnahmen und Kontingente f\u00fcr landwirtschaftliche Produkte in das Abkommen hineinverhandelt worden, meinte auch der <strong>Wifo-\u00d6konom Harald Oberhofer<\/strong>. &#8222;Handelsabkommen haben die Idee, dass beide profitieren sollen.&#8220; Wenn die Industrie in Europa \u00fcber die Exporte profitieren soll, m\u00fcssten auch die Mercosur-Staaten profitieren. Sensible Bereiche, wie zum Beispiel Rindfleisch, seien in dem Abkommen zudem stark gesch\u00fctzt. Oberhofer erwartet hier keine starke Auswirkung auf die heimischen Bauern. Bei anderen landwirtschaftlichen Produkten k\u00f6nne man aber st\u00e4rkere Preiseffekte erwarten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FP\u00d6 fordert verpflichtende Herkunftskennzeichnung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutliche Kritik an dem geplanten EU-Mercosur-Abkommen gab es erneut vonseiten der FP\u00d6. Die Zustimmung (einer Mehrheit) der EU-Mitgliedstaaten zu dem Abkommen sei &#8222;ein Drama&#8220;, sagte der <strong>stellvertretende FP\u00d6-Sprecher f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft Albert Royer <\/strong>am Montag bei einer Pressekonferenz. Er forderte eine Herkunftskennzeichnungspflicht f\u00fcr Lebensmittel. Deutliche Kritik \u00fcbte Royer an der \u00d6VP und dem ihr nahestehenden Bauernbund. Er warf der \u00d6VP vor, sich auf EU-Ebene anders zu verhalten, als sie sich bei den heimischen Landwirten gebe.  (12.1.2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eher gering d\u00fcrften die Wachstumseffekte durch den EU-Mercosur-Pakt laut \u00d6konomen f\u00fcr die europ\u00e4ische Wirtschaft ausfallen. 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