{"id":2046456,"date":"2026-01-20T15:52:09","date_gmt":"2026-01-20T14:52:09","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=2046456"},"modified":"2026-01-20T15:52:13","modified_gmt":"2026-01-20T14:52:13","slug":"oesterreich-zu-groenland-streit-europa-duerfe-nicht-tatenlos-zusehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/oesterreich-zu-groenland-streit-europa-duerfe-nicht-tatenlos-zusehen\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich zu Gr\u00f6nland-Streit: Europa d\u00fcrfe &#8222;nicht tatenlos zusehen&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien (APA) &#8211; <strong>\u00d6sterreichs <\/strong>Bundesregierung hat am Dienstag die am Vortag von <strong>Bundeskanzler Christian Stocker<\/strong> (\u00d6VP) eingeschlagene Kommunikation bez\u00fcglich der Erpressungspolitik von <strong>US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/strong> in Sachen Gr\u00f6nland unterstrichen. Der <strong>\u00f6sterreichische Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer<\/strong> (\u00d6VP) sagte, Europa d\u00fcrfe angesichts der Ambitionen Trumps &#8222;nicht tatenlos zusehen&#8220;. <strong>Infrastrukturminister Peter Hanke<\/strong> (SP\u00d6) betonte, es gelte, auch die wirtschaftliche St\u00e4rke Europas klar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Montag hatte Bundeskanzler Stocker gegen\u00fcber der APA erkl\u00e4rt, die EU m\u00fcsse &#8222;selbstbewusst und geschlossen reagieren&#8220;. Hanke sprach nun am Dienstag von der Notwendigkeit einer &#8222;Doppelstrategie&#8220;: Es gelte, einerseits aufzuzeigen, dass Europa weiter Interesse an wirtschaftlicher Zusammenarbeit hat, andererseits aber auch die wirtschaftliche St\u00e4rke klar zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ich glaube schon, dass es gut ist, wenn man zeigt, dass man in sehr vielen Feldern sehr stark ist &#8211; und dass es schon schmerzen k\u00f6nne, sollte uns auch kein anderer Weg bleiben, als mit Z\u00f6llen und anderen M\u00f6glichkeiten darzulegen, dass Europa Willens ist, da auch einen eigenen Weg zu gehen&#8220;, sagte Hanke im Pressefoyer nach der Ministerratssitzung am Dienstag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig betonte er, es sei andererseits auch wichtig, eine Strategie zu haben, die auf &#8222;Abstimmung, Kommunikation und bestm\u00f6gliche Einbindung der Partner&#8220; aufbaue. &#8222;Man sollte das \u00fcber Jahrzehnte Aufgebaute nicht zu schnell verlassen&#8220; &#8211; sondern versuchen, in den USA auch \u00fcber Trump hinaus aufzuzeigen, &#8222;wie Europa denkt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Hattmannsdorfer: Europa darf &#8222;nicht tatenlos zusehen&#8220;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (\u00d6VP) sprach von einer &#8222;darwinistischen Weltordnung&#8220;, die sich aufbaue. &#8222;Da darf Europa nicht tatenlos zusehen.&#8220; Europa habe den gr\u00f6\u00dften Binnenmarkt und den &#8222;Anspruch, geo\u00f6konomisch und geopolitisch eine F\u00fchrungsrolle zu spielen&#8220;. Selbstverst\u00e4ndlich sollte alles im Dialog gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch verwies Hattmannsdorfer darauf, dass \u00d6sterreich mit den USA einen Handelsbilanz\u00fcberschuss von vier Milliarden Euro erwirtschaftet. &#8222;Das hei\u00dft, die USA sind nach Deutschland der Schl\u00fcsselmarkt und extrem wichtig f\u00fcr unseren Wohlstand.&#8220; Europa d\u00fcrfe aber &#8222;nicht in Sch\u00f6nheit sterben&#8220;, betonte der Ressortchef. Der Kontinent m\u00fcsse &#8222;geschlossen auftreten&#8220;. &#8222;Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr w\u00e4re, wenn einzelne Akteure ausscheren&#8220;, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&#8222;Gemeinsame Linie&#8220; Europas n\u00f6tig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gefragt, ob die Aussagen von <strong>Ungarns Au\u00dfenminister Peter Szijjarto<\/strong>, der am Vortag erkl\u00e4rt hatte, sein Land werde sich nicht an einer gemeinsamen EU-Erkl\u00e4rung zur Zukunft Gr\u00f6nlands beteiligen, bereits ein solches Ausscheren bedeute, wollte Hattmannsdorfer nicht beurteilen. Es sei &#8222;klug und gescheit&#8220;, dass sich die europ\u00e4ischen Regierungschefs zu diesen Fragen nun treffen und dann eine &#8222;gemeinsame Linie&#8220; vertreten. Es liege auf der Hand, dass es bei dieser Diskussion einen Meinungsaustausch gebe, sagte er. Szijjarto hatte zuvor bei einem Besuch in Prag erkl\u00e4rt, die Sache sei eine bilaterale Angelegenheit und kein Thema f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump hatte zuvor &#8211; nach der Entsendung von Truppen auf die d\u00e4nische Insel durch mehrere europ\u00e4ische Staaten &#8211; am Wochenende Strafz\u00f6lle gegen die beteiligten Staaten angek\u00fcndigt, wenn D\u00e4nemark nicht einem Verkauf der Insel an die USA zustimmen sollte. Die Drohungen zogen scharfe Reaktionen der europ\u00e4ischen Staaten nach sich. <strong>EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa <\/strong>k\u00fcndigte einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs an, um \u00fcber eine konkrete Antwort zu beraten. Im Raum stehen massive wirtschaftspolitische Vergeltungsma\u00dfnahmen wie Strafz\u00f6lle. (20.01.2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem von US-Pr\u00e4sident Trump losgetretenen Konflikt \u00fcber Gr\u00f6nland ist sich \u00d6sterreichs Bundesregierung einig: Europa d\u00fcrfe &#8222;nicht tatenlos zusehen&#8220;. Weiters brauche es eine &#8222;gemeinsame Linie&#8220; Europas, fordert der \u00f6sterreichische Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":2035378,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-2046456","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2046456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2046456"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2046456\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2035378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2046456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2046456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2046456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}