{"id":2052622,"date":"2026-01-21T13:36:16","date_gmt":"2026-01-21T12:36:16","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=2052622"},"modified":"2026-01-21T13:36:21","modified_gmt":"2026-01-21T12:36:21","slug":"us-droht-mit-zoellen-im-groenland-streit-eu-erwaegt-handelsbazooka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/us-droht-mit-zoellen-im-groenland-streit-eu-erwaegt-handelsbazooka\/","title":{"rendered":"US droht mit Z\u00f6llen im Gr\u00f6nland-Streit: EU erw\u00e4gt \u201eHandelsbazooka\u201c\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mitglieder der Europ\u00e4ischen Union bem\u00fchen sich um eine gemeinsame Antwort auf die Drohung von US-Pr\u00e4sident <strong>Donald Trump<\/strong>, ab dem 1. Februar zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle in H\u00f6he von 10 Prozent auf Waren aus mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zu erheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Staats- und Regierungschefs der EU treffen sich am Donnerstag in Br\u00fcssel als Reaktion auf Trumps Drohung, acht europ\u00e4ische L\u00e4nder m\u00fcssten mit h\u00f6heren Z\u00f6llen rechnen, bis die Vereinigten Staaten sich den \u201evollst\u00e4ndigen und totalen Erwerb\u201c Gr\u00f6nlands gesichert h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA betonten wiederholt ihre Forderung, das mineralreiche autonome d\u00e4nische Gebiet Gr\u00f6nland \u201ehaben\u201d zu wollen, aus Gr\u00fcnden der \u201enationalen Sicherheit\u201d. Und das, obwohl sie bereits \u00fcber einen St\u00fctzpunkt auf der Insel verf\u00fcgen und schon lange Sicherheitsabkommen mit ihrem NATO-Verb\u00fcndeten D\u00e4nemark bestehen, das die arktische Insel seit etwa 300 Jahren kontrolliert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00e4nemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und das Vereinigte K\u00f6nigreich haben k\u00fcrzlich eine kleine Anzahl von Soldaten auf eine Erkundungsmission nach Gr\u00f6nland entsandt, um ihre Solidarit\u00e4t mit D\u00e4nemark zu bekunden, das sich gegen Trumps \u00dcbernahme-Ambitionen wehrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir lassen uns nicht erpressen. Es wird eine geschlossene, eine deutliche Antwort Europas geben und wir bereiten jetzt mit unseren europ\u00e4ischen Partnern geschlossene Gegenma\u00dfnahmen vor,\u201c sagte der deutsche Finanzminister <strong>Lars Klingbeil<\/strong> am Montag vor einem&nbsp; geplanten zweit\u00e4gigen Regeltermin mit seinen EU-Amtskollegen in Br\u00fcssel. \u201eWir sind bereit, L\u00f6sungen zu finden. Unsere Hand ist ausgestreckt, aber wir sind nicht bereit, uns erpressen zu lassen,\u201d sagte Klingbeil.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die italienische Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Giorgia Meloni<\/strong> \u2013 die als eine der wenigen Verb\u00fcndeten Trumps in der EU gilt \u2013 bezeichnete die neuen angedrohten Z\u00f6lle als \u201eFehler\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem anderen Bedrohungsszenario versch\u00e4rfte Trump am Dienstag auch seine Rhetorik gegen\u00fcber Frankreich und warnte, er werde 200 Prozent Z\u00f6lle auf franz\u00f6sischen Wein und Champagner verh\u00e4ngen. Grund daf\u00fcr ist Frankreichs Absage an Trumps Einladung&nbsp; zur Teilnahme an seinem \u201eFriedensrat\u201c, der eingerichtet wurde, um den Wiederaufbau des Gazastreifens zu \u00fcberwachen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident <strong>Emmanuel Macron<\/strong> sagte am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos (Schweiz): \u201eEs macht keinen Sinn, Z\u00f6lle zwischen Verb\u00fcndeten zu erheben. Wir m\u00fcssen den Krieg in der Ukraine beenden, wir m\u00fcssen den Ukrainern helfen, Widerstand zu leisten, und einen nachhaltigen Frieden finden.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Macron bezeichnete die M\u00f6glichkeit einer m\u00f6glichen Aktivierung des Gesetzes gegen wirtschaftliche N\u00f6tigung, das sogenannte&nbsp; Anti-Coercion-Instrument (ACI), gegen die USA als \u201everr\u00fcckt\u201d und f\u00fcgte hinzu: \u201eIch bedaure das sehr. Aber das ist eine Folge von Unvorhersehbarkeit und sinnloser Aggressivit\u00e4t.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Kommissionspr\u00e4sidentin&nbsp; <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>warnte Trump davor, die transatlantischen Beziehungen wegen Gr\u00f6nland in eine gef\u00e4hrliche Abw\u00e4rtsspirale zu st\u00fcrzen. \u201eDeshalb sind die vorgeschlagenen zus\u00e4tzlichen Z\u00f6lle ein Fehler, insbesondere zwischen langj\u00e4hrigen Verb\u00fcndeten,\u201c sagte sie in Davos.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Arctic security can only be achieved together.<br><br>This is why the proposed additional tariffs are a mistake, especially between long-standing allies.<br><br>The EU and US have agreed to a trade deal last July.<br><br>A deal is a deal.<br><br>And when friends shake hands, it must mean something. <a href=\"https:\/\/t.co\/5wpMic148s\">pic.twitter.com\/5wpMic148s<\/a><\/p>&mdash; Ursula von der Leyen (@vonderleyen) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/vonderleyen\/status\/2013577149798555723?ref_src=twsrc%5Etfw\">January 20, 2026<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Washington-Chaos: Harte Probe f\u00fcr transatlantisches B\u00fcndnis und Nachkriegsordnung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Chefin der internationalen Menschenrechtsorganisation Amnesty International, <strong>Agnes Callamard<\/strong>, forderte die europ\u00e4ischen L\u00e4nder am Montag auf, Trump nicht l\u00e4nger zu \u201ebeschwichtigen\u201c, sondern sich ihm und anderen \u201eTyrannen\u201c zu widersetzen, die ihrer Meinung nach darauf aus sind, die seit dem Zweiten Weltkrieg bestehende regelbasierte Ordnung zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Trumps R\u00fcckkehr ins Wei\u00dfe Haus vor einem Jahr habe er \u201eeine Reihe von Entscheidungen getroffen, die zum Niedergang vieler Regeln auf der ganzen Welt gef\u00fchrt haben,\u201d w\u00e4hrend Russland das System \u201edurch seine Aggression in der Ukraine\u201d zerst\u00f6re, sagte die Generalsekret\u00e4rin der Menschenrechtsorganisation in einem AFP-Interview in Davos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Nachkriegsordnung \u201ewird auch von Israel zerst\u00f6rt, das bei seinem V\u00f6lkermord an den Pal\u00e4stinensern in Gaza das V\u00f6lkerrecht v\u00f6llig ignoriert hat\u201c, f\u00fcgte sie hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommt, dass sich die europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten in den vergangenen Monaten in Bezug auf die Ukraine auf einem schmalen Grat bewegen: Sie verlassen sich einerseits auf Washington, zur Beilegung des Konflikts beizutragen, lehnen aber andererseits Bedingungen ab, die Moskau zu gro\u00dfe Vorteile gew\u00e4hren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trump stellt unterdessen das transatlantische B\u00fcndnis mit seiner Drohung auf die Probe, Gr\u00f6nland \u201eauf die eine oder andere Weise\u201c zu \u00fcbernehmen. Als Reaktion verb\u00fcnden die europ\u00e4ischen L\u00e4nder sich gegen Washingtons Pl\u00e4ne f\u00fcr das riesige autonome d\u00e4nische Gebiet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einer Botschaft an den norwegischen Ministerpr\u00e4sidenten <strong>Jonas Gahr Store<\/strong> sagte Trump, er f\u00fchle sich nicht mehr verpflichtet, ausschlie\u00dflich an den Frieden zu denken, weil er im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis nicht bekommen habe, obwohl er offen bekundet hatte, dass ihm diese Auszeichnung zustehe. Obwohl der Frieden weiterhin \u201evorrangig\u201c sei, k\u00f6nne er nun \u201edar\u00fcber nachdenken, was f\u00fcr die Vereinigten Staaten von Amerika gut und richtig ist\u201c, f\u00fcgte Trump hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Store erkl\u00e4rte in einer Stellungnahme: \u201eIch habe, auch gegen\u00fcber Pr\u00e4sident Trump, klar dargelegt, was allgemein bekannt ist \u2013 der Preis wird von einem unabh\u00e4ngigen Nobelkomitee verliehen\u201c, nicht von der norwegischen Regierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/urnnewsmldpa.com20090101260118-99-209498-v1-s2048.jpeg\" alt=\"D\u00e4nische Soldaten gehen im Hafen von Nuuk an Land.\" class=\"wp-image-2043688\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>D\u00e4nische Soldaten gehen im Hafen von Nuuk an Land. Foto: Mads Claus Rasmussen\/Ritzau Scanpix Foto\/AP\/dpa<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>NATO verst\u00e4rkt Pr\u00e4senz in Gr\u00f6nland auf der Suche nach Einigkeit<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angesichts der globalen Spannungen schl\u00e4gt D\u00e4nemark vor, dass die NATO mit Unterst\u00fctzung der Bewohner der arktischen Insel \u00dcberwachungsoperationen in Gr\u00f6nland aufnimmt, sagte Verteidigungsminister <strong>Troels Lund Poulsen<\/strong> am Montag nach einem Treffen mit NATO-Chef <strong>Mark Rutte.<\/strong> Die genauen Details des Vorschlags und Ruttes Reaktion wurden nicht bekannt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend eine Reihe von NATO-Verb\u00fcndeten trotz des Risikos zus\u00e4tzlicher US-Z\u00f6lle Truppen nach Gr\u00f6nland entsandt haben oder dies angek\u00fcndigt haben, \u00fcben sich andere in Zur\u00fcckhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Belgien entsendet einen Verbindungsoffizier nach Gr\u00f6nland. Trotz dieser Entscheidung wurde das Land am Samstag nicht in Trumps Liste der sanktionierten L\u00e4nder aufgenommen.&nbsp; \u201eEs gibt jedoch keine Garantie, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird, und wir m\u00fcssen Solidarit\u00e4t mit unseren Kollegen zeigen,\u201c sagte Au\u00dfenminister <strong>Maxime Pr\u00e9vot<\/strong>. Er bezeichnete die amerikanischen Ma\u00dfnahmen als \u201eunverst\u00e4ndlich und unn\u00f6tig feindselig\u201c.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso k\u00fcndigte Slowenien am Samstag an, zwei Offiziere der Streitkr\u00e4fte nach Gr\u00f6nland zu entsenden, um an der Planung und Durchf\u00fchrung der von D\u00e4nemark geleiteten internationalen Milit\u00e4r\u00fcbung \u201eArctic Endurance\u201c teilzunehmen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der polnische Ministerpr\u00e4sident<strong> Donald Tusk <\/strong>\u2013 dessen Land der NATO stark verbunden ist und die h\u00f6chsten Verteidigungsausgaben im Verh\u00e4ltnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der EU hat \u2013 sagte bereits vergangene Woche, sein Land \u201ehabe nicht vor, polnische Soldaten nach Gr\u00f6nland zu schicken\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entgegen falschen Behauptungen in den sozialen Medien, Deutschland habe Kriegsschiffe nach Gr\u00f6nland entsandt, schickte die Bundeswehr 15 Soldaten zu einer Aufkl\u00e4rungsmission auf die Insel. Die Truppen haben Gr\u00f6nland jedoch am Sonntag nach planm\u00e4\u00dfiger Beendigung der Mission bereits wieder verlassen, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien hat keine Pl\u00e4ne zur Teilnahme an der Mission in Gr\u00f6nland angek\u00fcndigt. Verteidigungsministerin <strong>Margarita Robles<\/strong> sagte jedoch k\u00fcrzlich, dass sich Spanien der Gruppe in Zukunft anschlie\u00dfen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig versuchen einige NATO-Verb\u00fcndete, die Auswirkungen des&nbsp; Gr\u00f6nland-Streits auf ihre innenpolitischen Debatten abzusch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf die Frage, ob die Regierung der Tschechischen Republik Gr\u00f6nland unterst\u00fctze, antwortete Premierminister <strong>Andrej Babi\u0161 <\/strong>am Montag, er k\u00f6nne keine klare Antwort geben. Er f\u00fcgte hinzu, dass die Vereinigten Staaten die F\u00fchrungsrolle in der NATO inne h\u00e4tten und dass Konflikte kontraproduktiv seien. \u201eWir bevorzugen auf jeden Fall, dass innerhalb des B\u00fcndnisses eine Einigung erzielt wird. Es w\u00e4re sehr bedauerlich, wenn es zu Konflikten k\u00e4me,\u201c sagte Babi\u0161.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Bulgarien sind die politischen Reaktionen gemischt. Die scheidende Regierung hat noch keine Stellungnahme zu den j\u00fcngsten Entwicklungen um Gr\u00f6nland abgegeben, aber aus dem Parlament kommen erste Reaktionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einerseits sagte <strong>Assen Vassilev<\/strong>, Vorsitzender von Continue the Change \u2013 einer auf&nbsp; europ\u00e4ischer Ebene mit Renew Europe verbundenen Partei \u2013 dass jedes Land das Recht haben sollte, \u00fcber seine eigene Zukunft zu entscheiden, anstatt sich seine Entscheidungen von externen M\u00e4chten diktieren zu lassen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf der anderen Seite unterst\u00fctzt die Partei Revival (Vazrazhdane) \u2013 deren Abgeordnete im Europ\u00e4ischen Parlament der rechten Fraktion Europa der souver\u00e4nen Nationen angeh\u00f6ren \u2013 die Anspr\u00fcche der USA auf Gr\u00f6nland. Der Parteivorsitzende<strong> Kostadin Kostadinov<\/strong> bekr\u00e4ftigte die Forderung seiner Partei nach einem Austritt Bulgariens aus der NATO und argumentierte, dass die Spannungen zwischen Washington und Kopenhagen tiefere strukturelle Probleme sowohl innerhalb der NATO als auch der Europ\u00e4ischen Union offenbaren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der slowakische Au\u00dfenminister<strong> Juraj Blan\u00e1r <\/strong>sagte: \u201eDie Slowakei betrachtet Gr\u00f6nland als Teil D\u00e4nemarks.\u201c Er lehne Zollkonflikte zwischen Staaten ab: \u201eWir bevorzugen Diplomatie und Frieden, nicht Spannungen oder K\u00e4mpfe,\u201c sagte er.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>EU-\u201eHandelsbazooka\u201c in Bereitschaft<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Staats- und Regierungschefs der EU werden sich am Donnerstag in Br\u00fcssel treffen, um eine koordinierte Reaktion auf die Aussicht auf US-Z\u00f6lle zu diskutieren \u2013 mit ihrem m\u00e4chtigsten Handelsinstrument auf dem Tisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Anti-Coercion-Instrument, ein 2023 eingerichteter Mechanismus, kann in F\u00e4llen wirtschaftlicher N\u00f6tigung eingesetzt werden, wenn ein Nicht-EU-Land versucht, die Union oder eines ihrer 27 Mitgliedstaaten durch Handelsbeschr\u00e4nkungen zu einer Entscheidung zu zwingen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Solche Praktiken \u201ebeeintr\u00e4chtigen \u00fcber Geb\u00fchr die legitimen souver\u00e4nen Entscheidungen der Europ\u00e4ischen Union und ihrer Mitgliedstaaten\u201c, hei\u00dft es auf der Website der Europ\u00e4ischen Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankreich hatte seine Absicht signalisiert, die Aktivierung des Instruments nach Trumps Ank\u00fcndigung vom Samstag, zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle gegen die acht NATO-Verb\u00fcndeten zu verh\u00e4ngen, zu beantragen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das Instrument anzuwenden, muss die Europ\u00e4ische Kommission zun\u00e4chst pr\u00fcfen, ob in dem Fall wirtschaftliche Zwangsma\u00dfnahmen vorliegen. Die EU-L\u00e4nder m\u00fcssen dann die Schlussfolgerung der Kommission unterst\u00fctzen, bevor die EU-Exekutive idealerweise Gespr\u00e4che mit dem Land aufnimmt. Sind diese erfolglos, kann die EU Gegenma\u00dfnahmen verh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vergeltungsma\u00dfnahmen im Rahmen des ACI sind jedoch nur ein letztes Mittel und m\u00fcssen verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig sein. Der Einsatz dieses Instruments gegen die Vereinigten Staaten w\u00e4re \u201edas erste Mal\u201c, dass die EU davon Gebrauch mache, wie Macron am Dienstag in Davos erkl\u00e4rte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollte das ACI auf Trumps j\u00fcngste Handelsdrohungen angewendet werden, werden Vergeltungsz\u00f6lle auf Importe von US-Waren wahrscheinlich. Das im Juli geschlossene Zollabkommen zwischen der EU und den USA k\u00f6nnte ebenfalls auf Eis gelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diskutiert wird auch die M\u00f6glichkeit, zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf eine Liste von Waren mit einem Handelsvolumen von insgesamt 93 Milliarden Euro (108 Milliarden Dollar) zu erheben, darunter Industrie- und Agrarprodukte wie Motorr\u00e4der, Rindfleisch, Whiskey und Zitrusfr\u00fcchte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist eine enr Key Story. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr teilnehmenden Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Spannungen um Gr\u00f6nland nehmen zu. US-Pr\u00e4sident Trump droht seinen NATO-Verb\u00fcndeten mit neuen Z\u00f6llen, sollten sie Truppen auf die arktische Insel entsenden. Die EU erw\u00e4gt als Reaktion den Einsatz ihrer sch\u00e4rfsten handelspolitischen Waffe, um den US-Drohungen entgegenzuwirken. D\u00e4nemark und seine Verb\u00fcndeten bauen w\u00e4hrenddessen ihre milit\u00e4rische Pr\u00e4senz in Gr\u00f6nland aus.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":2049696,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[147,18862,1193,603,23051],"class_list":["post-2052622","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-eu","tag-groenland-3","tag-handel","tag-usa","tag-zoellen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2052622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2052622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2052622\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2049696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2052622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2052622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2052622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}