{"id":2076109,"date":"2026-01-26T17:00:48","date_gmt":"2026-01-26T16:00:48","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=2076109"},"modified":"2026-01-26T17:00:52","modified_gmt":"2026-01-26T16:00:52","slug":"totschnig-fuer-eu-initiative-zu-mehr-lebensmittelkennzeichung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/totschnig-fuer-eu-initiative-zu-mehr-lebensmittelkennzeichung\/","title":{"rendered":"Totschnig f\u00fcr EU-Initiative zu mehr Lebensmittelkennzeichung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel (APA) &#8211; Beim Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister wird \u00d6sterreich am Montag in Br\u00fcssel eine Initiative Frankreichs f\u00fcr eine EU-weite Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln unterst\u00fctzen. &#8222;Ich bin sehr froh, dass Frankreich dieses wichtige Thema auf die Tagesordnung hat setzen lassen&#8220;, sagte <strong>\u00d6sterreichs Minister Norbert Totschnig<\/strong> (\u00d6VP) vor dem Treffen. Ziel ist, die Herkunftskennzeichnung auf deutlich mehr Lebensmittel auszuweiten &#8211; insbesondere auf verarbeitete Produkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00e4uerinnen und Bauern in \u00d6sterreich w\u00fcrden hohe Qualit\u00e4t zu h\u00f6chsten Standards produzieren &#8222;und wir sehen auch bei den Konsumentinnen und Konsumenten das Bed\u00fcrfnis nach noch mehr Transparenz&#8220;, betonte der Landwirtschaftsminister. Auch aufgrund der Freihandelsabkommen sei es notwendig, dass &#8222;EU-weit einheitliche Regeln f\u00fcr eine Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln kommen&#8220;. Er fordere deshalb die EU-Kommission auf, das vorzulegen, was diese l\u00e4ngst schon angek\u00fcndigt habe, n\u00e4mlich eine europaweite Herkunftskennzeichnung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehr Kennzeichnung gerade mit Blick auf Mercosur wichtig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wir brauchen einfache, praxisnahe, praxistaugliche Regelungen in diesem Bereich&#8220;, wies der Minister Kritik zur\u00fcck, dass dies noch mehr B\u00fcrokratie vor allem f\u00fcr kleine Gastronomiebetriebe erzeugen w\u00fcrde. Die Waren k\u00e4men aus der ganzen Welt nach Europa und nach \u00d6sterreich &#8222;und ich glaube, es ist einfach wichtig und ein Recht der Konsumenten, der Konsumentinnen, dass man wei\u00df, woher&#8220;, so Totschnig. Nicht zuletzt mit Blick auf das geplante Mercosur-Abkommen sei es f\u00fcr \u00d6sterreich besonders wichtig, regionale Wertsch\u00f6pfungsketten und sensible Sektoren, wie zum Beispiel Zucker, zu st\u00e4rken, hei\u00dft es in einer Medieninfo seines Ministeriums.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur vom EU-Parlament angefragten \u00dcberpr\u00fcfung des EU-Mercosur-Abkommens durch den Europ\u00e4ischen Gerichtshof meint der dem Abkommen ablehnend gegen\u00fcberstehende \u00d6VP-Politiker, es gebe die M\u00f6glichkeit der vorl\u00e4ufigen Anwendung von Abkommen, das sei EU-Recht, und &#8222;das nehme ich zur Kenntnis&#8220;. Er gehe davon aus, dass die Kommission wie bisher auch vorgehe, &#8222;so wie es eben das EU-Recht vorsieht&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">D\u00fcngemittel aus CO2-Kostenmechanismus ausnehmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiges Anliegen sind f\u00fcr den Minister beim Ratstreffen auch die D\u00fcngemittel: &#8222;Die \u00f6sterreichischen und die europ\u00e4ischen Ackerbauern sehen sich derzeit mit niedrigen Erzeugerpreisen konfrontiert, gleichzeitig steigen die Produktionskosten immer mehr. Gr\u00f6\u00dfter Kostenfaktor sind hier die D\u00fcngemittel und die Bauernfamilien brauchen ausreichend leistbare D\u00fcngemittel, damit sie betriebswirtschaftlich rentable Ernten erzielen k\u00f6nnen&#8220;, so Totschnig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bedarf in Europa sei gr\u00f6\u00dfer als die Produktion, weshalb Importe aus anderen L\u00e4ndern notwendig seien. Wichtige Exporteure in die Union h\u00e4tten kriegsbedingt Strafz\u00f6lle bekommen. Gemeint sind hier Russland oder Belarus. Totschnig fordert daher das vor\u00fcbergehende Aussetzen des CO2-Grenzausgleichsmechanismus (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) f\u00fcr D\u00fcngemittel, was auch bereits von der EU-Kommission angesprochen worden sei. Der Mechanismus soll ein vergleichbares CO2-Bepreisungsniveau von in der EU produzierten und importierten Waren garantieren. Exportierte D\u00fcngemittel w\u00fcrden damit teurer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter sollten Meistbeg\u00fcnstigungsz\u00f6lle und spezifische Antidumpingz\u00f6lle bei D\u00fcngemitteln vor\u00fcbergehend ausgesetzt werden, &#8222;denn es geht jetzt um die Wettbewerbsf\u00e4higkeit, um die Sicherung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der heimischen Produktion&#8220;, so Totschnig weiter.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Finanzministerium lehnt Vorsto\u00df ab<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Finanzministerium lehnt den Vorsto\u00df des Landwirtschaftsministers, D\u00fcngemittel aus dem CO2-Kostenmechanismus auszunehmen, ab. Der europ\u00e4ische CBAM sei ein wesentliches Instrument, um die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u00f6sterreichischer und europ\u00e4ischer Unternehmen zu st\u00e4rken. &#8222;Sollte die EU-Kommission dem Ansinnen betreffend Ausnahmen f\u00fcr D\u00fcngemittel nachkommen und dies im ECOFIN abgestimmt werden, w\u00fcrde sich \u00d6sterreich dagegen aussprechen&#8220;, hei\u00dft es aus dem Finanzministerium.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem Fachverband der Chemischen Industrie \u00d6sterreichs (FCIO) w\u00fcrde ein Wegfall des CBAM ohne Ausgleich beim Emissionshandel (ETS) die europ\u00e4ische D\u00fcngemittelproduktion massiv schw\u00e4chen. Der Verband warnte in einer Aussendung vor Abh\u00e4ngigkeit von Importen, etwa aus Russland oder Belarus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">FP\u00d6 und Gr\u00fcne kritisieren ebenfalls<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Totschnigs Forderung nach einer Aussetzung des CBAM f\u00fcr D\u00fcngemittel sei richtig, greife aber zu kurz, so der <strong>\u00f6sterreichische freiheitliche EU-Abgeordnete Roman Haider<\/strong> laut Aussendung. Er bezeichnete den europ\u00e4ischen Green Deal und den EU-Emissionshandel insgesamt als &#8222;Fehlpolitik&#8220; und forderte deren R\u00fccknahme. Die <strong>\u00f6sterreichische gr\u00fcne Landwirtschaftssprecherin Olga Voglauer<\/strong> sieht einen falschen Fokus: &#8222;Gerade in der aktuellen geopolitischen Lage ist es n\u00f6tig, dass wir uns von D\u00fcngemittelimporten weitestgehend befreien, anstatt Preise f\u00fcr importierten D\u00fcnger so weit wie m\u00f6glich zu dr\u00fccken.&#8220; Sie w\u00fcnscht sich bessere F\u00f6rderungen f\u00fcr die Bio-Landwirtschaft. (26.01.2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreichs Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig fordert die schon lange angek\u00fcndigte europaweite Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln. Dies sei auch aufgrund der Freihandelsabkommen notwendig. Konsumenten h\u00e4tten das Recht zu wissen, woher diese kommen.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":1921951,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-2076109","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2076109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2076109"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2076109\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1921951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2076109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2076109"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2076109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}