{"id":2081242,"date":"2026-01-27T17:58:14","date_gmt":"2026-01-27T16:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=2081242"},"modified":"2026-01-27T17:58:19","modified_gmt":"2026-01-27T16:58:19","slug":"eu-indien-deal-wiiw-experte-kaum-negative-effekte-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-indien-deal-wiiw-experte-kaum-negative-effekte-erwartet\/","title":{"rendered":"EU-Indien-Deal &#8211; wiiw-Experte: Kaum negative Effekte erwartet"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien (APA) &#8211; Das Handelsabkommen zwischen der Europ\u00e4ischen Union und Indien d\u00fcrfte kaum negative Effekte haben. Die Verhandler h\u00e4tten laut dem <strong>\u00f6sterreichischen wiiw-Handels\u00f6konomen Oliver Reiter <\/strong>einen pragmatischen Zugang gew\u00e4hlt und kritische Branchen, wie die Landwirtschaft, gr\u00f6\u00dftenteils ausgeklammert. Vom erwarteten wirtschaftlichen Effekt sei der Deal mit dem EU-Mercosur-Abkommen vergleichbar. In der heimischen Wirtschaft wird die Einigung mit Indien positiv aufgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Indiens Ministerpr\u00e4sident Narendra Modi<\/strong> sprach von der &#8222;Mutter aller Deals&#8220;. Dies sei mit Blick auf die europ\u00e4ische und indische Gesamtbev\u00f6lkerung zu verstehen, so Reiter. \u00d6konomisch sei die Einigung mit dem Mercosur-Deal vergleichbar. F\u00fcr Indien sei die EU der wichtigste Handelspartner, umgekehrt w\u00fcrden aktuell aber nur rund zwei Prozent der europ\u00e4ischen Exporte nach Indien gehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00d6sterreichs Kfz-Zulieferer und Winzer unter m\u00f6glichen Profiteuren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das mit 1,45 Milliarden Einwohnern bev\u00f6lkerungsreichste Land der Welt importiere aktuell viele hochtechnologische Produkte und Maschinen aus Europa. Am st\u00e4rksten vom Abkommen profitieren d\u00fcrften die Fahrzeugindustrie sowie die Getr\u00e4nke- und Spirituosenbranche &#8211; hier seien die indischen Z\u00f6lle aktuell sehr hoch und die Absenkung entsprechend stark. Das gilt auch f\u00fcr \u00d6sterreich: Die Kfz-Zulieferer d\u00fcrften indirekt von st\u00e4rkeren Exporten der deutschen Autoindustrie profitieren. Getr\u00e4nke und Spirituosen seien bereits jetzt die f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Warengruppe im bilateralen Handel zwischen \u00d6sterreich und Indien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europ\u00e4ische Verbraucherinnen und Verbraucher d\u00fcrften das Abkommen direkt aber nur wenig sp\u00fcren, so Reiter. Die EU importiere besonders Vorprodukte aus Indien, &#8222;die dann im Produktionsprozess verwendet werden&#8220;. Am ehesten w\u00fcrden Konsumenten den Deal bei pharmazeutischen Produkten merken, von denen bereits jetzt viel aus Indien importiert werde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Heimische Wirtschaft begr\u00fc\u00dft Indien-Deal<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der heimischen Wirtschaft wird das Abkommen mit Indien erwartungsgem\u00e4\u00df sehr positiv aufgenommen. &#8222;Da ist unglaublich viel Potenzial drinnen&#8220;, sagte der <strong>Generalsekret\u00e4r der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer<\/strong>, am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag. &#8222;Das ist ein unglaublich wichtiges Signal in Richtung regelbasierte, gemeinsame Zusammenarbeit.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von einem &#8222;Hoffnungsschimmer und wichtigen Schritt in die richtige Richtung&#8220; sprach dann die <strong>Pr\u00e4sidentin der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich (WK\u00d6), Martha Schultz<\/strong> in einer Aussendung. &#8222;In einer Welt, die von Handelskonflikten mit wichtigen Partnern wie den USA gepr\u00e4gt ist, m\u00fcssen wir uns mit Wachstumsregionen st\u00e4rker vernetzen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;In dieser Welt im Wandel m\u00fcssen wir uns als EU um zus\u00e4tzliche Partner bem\u00fchen und breiter aufstellen&#8220;, begr\u00fc\u00dfte der <strong>\u00f6sterreichische Bundeskanzler Christian Stocker <\/strong>(\u00d6VP) das Abkommen in einem Statement. &#8222;Freihandel ist der Schl\u00fcssel zum Erfolg, wenn die EU ein resilienter und starker Player auf der globalen B\u00fchne sein soll.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Abgeordnete von SP\u00d6 und NEOS thematisieren US-Abkehr<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den <strong>SP\u00d6-Delegationsleiter im EU-Parlament, Andreas Schieder<\/strong>, f\u00fchrt das Abkommen zu einer &#8222;Diversifizierung unserer Handelsbeziehungen und somit die Reduzierung von Abh\u00e4ngigkeiten von jenen Partnern, die uns im Stich gelassen haben&#8220;. Die &#8222;fast lautlose Unterzeichnung des Abkommens&#8220; zeige aber auch, wie &#8222;reibungslos ein Abkommen durch die EU geschlossen werden kann, wenn die Agrarlobby von der Bremse steigt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;In einer Welt, in der L\u00e4nder wie die USA sich immer mehr abschotten, bieten wir das Gegenmodell&#8220;, erkl\u00e4rte die <strong>EU-Abgeordnete Anna St\u00fcrgkh (NEOS)<\/strong>. &#8222;Mit neuen Partnern schaffen wir es, unsere Lebensqualit\u00e4t zu sichern, Innovation voranzutreiben und eine sicherere Welt zu schaffen.&#8220; (27.01.2026)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU und Indien haben sich nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen auf ein umfassendes Handelsabkommen geeinigt. Dieses d\u00fcrfte laut wiiw-Handels\u00f6konom kaum negative Effekte haben. \u00d6sterreichs Wirtschaft nimmt die Einigung positiv auf.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":2081253,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-2081242","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2081242","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2081242"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2081242\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2081253"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2081242"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2081242"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2081242"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}