{"id":2105705,"date":"2026-10-14T15:11:31","date_gmt":"2026-10-14T13:11:31","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=2105705"},"modified":"2026-10-14T15:11:35","modified_gmt":"2026-10-14T13:11:35","slug":"eu-regionen-fordern-gezielte-investitionen-fuer-die-autoindustrie-im-zuge-der-elektrifizierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-regionen-fordern-gezielte-investitionen-fuer-die-autoindustrie-im-zuge-der-elektrifizierung\/","title":{"rendered":"EU-Regionen fordern gezielte Investitionen f\u00fcr die Autoindustrie im Zuge der Elektrifizierung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Europ\u00e4ische Regionen und St\u00e4dte fordern klare Regeln und eine solide finanzielle Unterst\u00fctzung, damit Europas angeschlagene Autoindustrie den Umstieg auf Elektrofahrzeuge (E-Autos) bew\u00e4ltigen kann. Der Europ\u00e4ische Ausschuss der Regionen (AdR) verabschiedete am Mittwoch eine Stellungnahme zum Automobilpaket der Europ\u00e4ischen Kommission. Darin argumentieren die Regionen, dass der Wandel nur gelingen wird, wenn sie daf\u00fcr angemessen ausgestattet sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regionen betonten, die Elektrifizierung sei entscheidend, um einen klimaneutralen Stra\u00dfenverkehr zu erm\u00f6glichen. Ihr Erfolg h\u00e4nge jedoch davon ab, wie erschwinglich und zuganglich diese emissionsfreie Mobilit\u00e4t sei. Sie fordern eine Ladeinfrastruktur in allen Regionen, finanziert aus europ\u00e4ischen, nationalen und regionalen Haushalten, sowie gezielte Unterst\u00fctzung in Regionen mit niedrigerem Einkommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie Regionen und St\u00e4dte Europas haben mit einer Stimme gesprochen: Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Elektrifizierung bis 2035 gehen Hand in Hand\u201c, sagte Mar\u00eda Chivite, Pr\u00e4sidentin der spanischen Region Navarra und Verfasserin der Stellungnahme. Europa k\u00f6nne den Wandel nur anf\u00fchren, wenn die Regionen konkrete Finanzmittel erhielten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Kommission hatte ihr Automobilpaket im Dezember vorgelegt. Es sieht vor, den Co2-Aussto\u00df durchschnittlich bis 2035 um 90 Prozent zu senken. Die verbleibenden 10 Prozent k\u00f6nnten von den Herstellern durch kohlenstoffarmen Stahl, E-Fuels und Biokraftstoffe ausgeglichen werden. Der AdR begr\u00fc\u00dfte diese befristeten Flexibilit\u00e4ten, warnte jedoch, sie d\u00fcrften den Weg zur emissionsfreien Mobilit\u00e4t nicht ab\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Brigitte Torloting, Vorsitzende der Allianz der Automobilregionen (ARA) und Vizepr\u00e4sidentin der franz\u00f6sischen Region Grand Est, warnte die Zeit sei knapp und \u201eder globale Wettbewerb wird nicht auf uns warten\u201c. Sie forderte eine \u201eechte Strategie\u201c, die Automobilproduktion in den Regionen sch\u00fctzt, und den Schritt zu starken europ\u00e4ischen Instrumenten wie der \u201eeurop\u00e4ischen Pr\u00e4ferenz\u201c. Ohne einen klaren Rahmen und gezielte Investitionen riskiere Europa den Verlust seiner industriellen Basis, von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen (KMU) bis hin zu gro\u00dfen Zulieferern.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Made in the EU<\/h4>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u201eeurop\u00e4ische Pr\u00e4ferenz\u201c wurde erstmals im M\u00e4rz im Vorschlag der Kommission f\u00fcr ein Industrie-Beschleunigungsgesetz (Industrial Accelerator Act) vorgestellt und soll EU-basierte Fertigung bevorzugen. Die Kommission schl\u00e4gt vor, dass \u00f6ffentliche Auftr\u00e4ge und staatlich subventionierte Industrieprojekte einen Mindestanteil an Materialien oder Komponenten von europ\u00e4ischen Herstellern beziehen. F\u00fcr die Produktion von Elektrofahrzeugen schl\u00e4gt die Kommission vor, dass 70 Prozent der Komponenten neuer Autos \u2013 exklusive der Batterien &#8211; aus der EU stammen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die AdR-Mitglieder begr\u00fc\u00dften zudem die Anwendung des \u201eMade in the EU\u201c-Konzepts zu St\u00e4rkung europ\u00e4ischer Produktion, forderten jedoch eine verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Ausgestaltung, damit KMU und regionale Lieferketten nicht unter B\u00fcrokratie begraben werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da sich die Automobilproduktion auf bestimmte Gebiete konzentriert, fordert die Stellungnahme au\u00dferdem gezielte Koh\u00e4sionsmittel, Qualifizierung und hochwertige Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut EU-Zahlen f\u00fcr 2024 trug die Automobilindustrie 7 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) der EU bei, erwirtschaftete Exporte von rund 170 Milliarden Euro und sicherte etwa 13,8 Millionen Arbeitspl\u00e4tze, davon 3,5 Millionen in der Fertigung. Laut AdR erwirtschaften die 41 Regionen, die in der Allianz der Automobilregionen (ARA) organisiert sind, mehr als 40 Prozent des BIP der EU.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Meldung wurde im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit dem Ausschuss der Regionen (AdR) erstellt. Der enr hatte volle redaktionelle Unabh\u00e4ngigkeit in der Berichterstattung.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pressekontakt:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Theresa Sostmann<br>Tel. +32475999415<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"mailto:Theresa.Sostmann@cor.europa.eu\">Theresa.Sostmann@cor.europa.eu<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Klimaneutraler Verkehr braucht Elektrifizierung. 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