{"id":224886,"date":"2024-04-03T12:50:22","date_gmt":"2024-04-03T10:50:22","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=224886"},"modified":"2024-04-03T12:50:33","modified_gmt":"2024-04-03T10:50:33","slug":"fuenf-beschuldigte-wegen-verstosses-gegen-krim-embargo-angeklagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/fuenf-beschuldigte-wegen-verstosses-gegen-krim-embargo-angeklagt\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Beschuldigte wegen Versto\u00dfes gegen \u00abKrim-Embargo\u00bb angeklagt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hamburg &#8211; Die Staatsanwaltschaft Hamburg hat f\u00fcnf Beschuldigte angeklagt, weil sie an der rechtswidrigen Lieferung von Gasturbinen auf die von Russland besetzte ukrainische Halbinsel Krim beteiligt gewesen sein sollen. Das teilte die Ermittlungsbeh\u00f6rde am Mittwoch (27. M\u00e4rz) auf Anfrage mit. Ihnen werden Verst\u00f6\u00dfe gegen das Verkaufs-, Ausfuhr- und Lieferverbot bestimmter G\u00fcter vorgeworfen, das sogenannte \u00abKrim-Embargo\u00bb, das die EU als Reaktion auf die Annexion der Krim erlassen hatte. Angaben \u00fcber die Identit\u00e4t der Beschuldigten und deren Arbeitgeber machte die Staatsanwaltschaft nicht. Zuvor hatte die \u00abWirtschaftswoche\u00bb berichtet. \u00dcber die Er\u00f6ffnung des Hauptverfahrens vor einer Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Hamburg wurde laut Staatsanwaltschaft noch nicht entschieden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDen Beschuldigten wird vorgeworfen, in den Jahren 2015 bis 2017 in verschiedenen Funktionen am Verkauf von vier Gasturbinen an ein russisches Staatsunternehmen und deren Verbringung auf die Krim beteiligt gewesen zu sein\u00bb, teilte einer Sprecherin der Beh\u00f6rde mit. \u00abDie Gasturbinen sollen zu einem Gesamtpreis von mehr als 111 Millionen Euro an das russische Unternehmen verkauft und zwischen November 2015 und Januar 2016 \u00fcber den Hamburger Hafen nach St. Petersburg exportiert worden sein. Im Juli 2017 sollen sie schlie\u00dflich durch Beauftragte des russischen Staatsunternehmens per Binnenschiff auf die Krim verbracht worden sein.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die f\u00fcnf sollen laut Anklage gewusst haben, dass die Turbinen vertragswidrig auf die Krim gebracht werden sollten, um dort die Energieversorgung zu sichern. Dies h\u00e4tten sie aber im Rahmen der Genehmigungsverfahren f\u00fcr den Vertragsabschluss, die Ausfuhr und die Verbringung der Gasturbinen verschwiegen, so die Staatsanwaltschaft. \u00abZudem sollen sie konzerninterne Vorgaben zur Sicherstellung des Endverbleibs der Turbinen in S\u00fcdrussland nicht umgesetzt haben\u00bb, hie\u00df es weiter. \u00abZiel der Beschuldigten soll gewesen sein, sowohl vom Verkauf der Gasturbinen als auch von einem in Aussicht gestellten Servicevertrag \u00fcber die verkauften Gasturbinen mittelbar \u00fcber variable Gehaltsbestandteile selbst zu profitieren.\u00bb (27. M\u00e4rz)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2014 besetzte Russland die ukrainische Halbinsel Krim. Die EU reagierte schon damals mit Strafma\u00dfnahmen, zu denen Ausfuhrverbote geh\u00f6ren. Jetzt ist gegen f\u00fcnf Beschuldigte im norddeutschen Hamburg Anklage erhoben worden.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":224871,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[117,143,147,13820],"class_list":["post-224886","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-deutschland","tag-energie","tag-eu","tag-krim-3"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/224886","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=224886"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/224886\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/224871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=224886"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=224886"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=224886"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}