{"id":225726,"date":"2024-04-03T16:52:41","date_gmt":"2024-04-03T14:52:41","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=225726"},"modified":"2024-04-03T16:52:51","modified_gmt":"2024-04-03T14:52:51","slug":"inflation-in-oesterreich-fast-doppelt-so-hoch-wie-im-euroraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/inflation-in-oesterreich-fast-doppelt-so-hoch-wie-im-euroraum\/","title":{"rendered":"Inflation in \u00d6sterreich fast doppelt so hoch wie im Euroraum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Die Preise sind in \u00d6sterreich im M\u00e4rz mit 4,2 Prozent fast doppelt so stark gestiegen wie im Euroraum, wo sie durchschnittlich um 2,4 Prozent zulegten. Laut Schnellsch\u00e4tzung der Statistik Austria entspricht die Teuerung in der Alpenrepublik nahezu dem Wert vom Vormonat Februar von plus 4,3 Prozent, liegt aber deutlich unter der Teuerungsrate vom M\u00e4rz 2023 von 9,2 Prozent. In Deutschland betr\u00e4gt der Preisanstieg f\u00fcr M\u00e4rz 2,2 Prozent, in Frankreich 2,4 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht mehr so stark gestiegen sind die Preise in \u00d6sterreichs Gastronomie und Hotellerie, daf\u00fcr wirkten die Strom- und Treibstoffpreise nicht mehr preisd\u00e4mpfend. Der harmonisierter Verbraucherpreisindex f\u00fcr einen Vergleich im Euroraum lag in \u00d6sterreich auf H\u00f6he des nationalen Wertes von 4,2 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">WIFO-\u00d6konom Josef Baumgartner meinte im &#8222;\u00d61-Mittagsjournal&#8220;, dass die Inflation in \u00d6sterreich weit zu hoch sei und daher eine fr\u00fche Zinssenkung der EZB f\u00fcr \u00d6sterreich zu fr\u00fch kommen k\u00f6nnte. Dieses und n\u00e4chstes Jahr werde man klar \u00fcber dem EZB-Ziel von zwei Prozent Teuerung liegen. Zu der Rolle der hohen Lohnabschl\u00fcsse meinte er, diese w\u00fcrden zwar die St\u00fcckkosten f\u00fcr die Firmen erh\u00f6hen, aber auch f\u00fcr mehr Kaufkraft sorgen. Auch Sebastian Koch vom IHS erkl\u00e4rte, dass die \u00fcber dem EU-Schnitt liegende Teuerung noch eine Zeit lang anhalten werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gewerkschaftsnahe Momentum Institut verwies heute auf einen L\u00e4ndervergleich bei den Mietkosten, wonach diese in \u00d6sterreich &#8222;drastisch&#8220; gestiegen seien. &#8222;Andere L\u00e4nder halten die Mieten dank der Mietpreisbremsen leistbar. So sind in Portugal die Mieten seit 2021 lediglich um 9,5 Prozent erh\u00f6ht worden, mehr als 5 Prozentpunkte weniger als bei uns im am wenigsten erh\u00f6hten Mietsegment und das, obwohl 2024 keine Preisbremse in Portugal mehr gilt. In Spanien sind sie nur um 7,2 Prozent gestiegen, in Frankreich um 9,8 Prozent&#8220;, rechnet das Institut vor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit einer Inflationsrate von 4,2 Prozent ist \u00d6sterreich vom Ziel der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB) einer Inflationsrate von 2,0 Prozent noch einigerma\u00dfen entfernt, w\u00e4hrend der Euroraum auf der Zielgerade ist. Zuletzt hatten die Stimmen unter den W\u00e4hrungsh\u00fctern zugenommen, die von einer ersten Zinssenkung im Juni ausgehen. EZB-Pr\u00e4sidentin Christine Lagarde hatte im M\u00e4rz auf einer Veranstaltung in Frankfurt gesagt, die EZB werde voraussichtlich auf ihrer Sitzung am 6. Juni basierend auf den Wirtschaftsdaten wohl ausreichend Sicherheit haben, um \u00fcber eine erste Zinssenkung zu entscheiden. (03.04.2023)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 4,2 Prozent war die Teuerungsrate in \u00d6sterreich im M\u00e4rz fast doppelt so stark gestiegen wie im Euroraum, wo die Preise durchschnittlich um 2,4 Prozent zulegten. 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