{"id":229686,"date":"2024-04-12T12:17:33","date_gmt":"2024-04-12T10:17:33","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=229686"},"modified":"2024-04-12T12:17:41","modified_gmt":"2024-04-12T10:17:41","slug":"europaparlament-hebt-immunitaet-eines-afd-abgeordneten-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/europaparlament-hebt-immunitaet-eines-afd-abgeordneten-auf\/","title":{"rendered":"Europaparlament hebt Immunit\u00e4t eines AfD-Abgeordneten auf"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Das Europaparlament hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft D\u00fcsseldorf die Immunit\u00e4t des des deutschen AfD-Abgeordneten <strong>Gunnar Beck <\/strong>aufgehoben. Zuvor war durch einen Bericht des Rechtsausschusses des Parlaments bekannt geworden, dass gegen den 58-J\u00e4hrigen wegen des Diebstahls geringwertiger Sachen, vors\u00e4tzlicher K\u00f6rperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt wird.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiteren Ermittlungen gegen Beck steht durch den Entzug der Immunit\u00e4t formal nichts mehr im Weg. Nach Ansicht von Beck sind die Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft unbegr\u00fcndet. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte am Donnerstag im Parlament f\u00fcr die Annahme des Antrags auf Aufhebung der Immunit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Konkret soll Beck nach Angaben in dem Bericht des Rechtsausschusses am 29.&nbsp;Oktober 2022 in einem Kaufhaus in Neuss in Nordrhein-Westfalen versucht haben, Produktproben zu stehlen. Demnach wurde danach ein Strafantrag wegen Ladendiebstahls gestellt. Zudem soll Beck angeblich versucht haben, das Gesch\u00e4ft zu verlassen, wobei er von Ladendetektiven festgehalten worden sei. Anschlie\u00dfend seien Vollstreckungsbeamte eingeschritten. Beck sei Anweisungen, keinen Widerstand zu leisten, nicht nachgekommen, hei\u00dft es in dem Bericht unter Berufung auf die Ermittler in Deutschland. Die Staatsanwaltschaft in D\u00fcsseldorf nannte auf Anfrage zun\u00e4chst keine weiteren Details.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beck teilte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: \u00abDie Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft sind unbegr\u00fcndet.\u00bb Das Verfahren sei urspr\u00fcnglich eingestellt worden, aber \u00abein Zust\u00e4ndigkeitswechsel in der Sachbearbeitung aus politischen Gr\u00fcnden f\u00fchrte zur Wiederaufnahme\u00bb. Der Bericht des Rechtsausschusses sei vorverurteilend. \u00abEinem ordnungsgem\u00e4\u00dfen Verfahren sehe ich gelassen entgegen\u00bb, so der AfD-Politiker.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2022 war der AfD-Europaabgeordnete wegen Titelmissbrauchs zu 9200 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Er hatte sich in Deutschland als Professor vorgestellt. Das Amtsgericht in Neuss sprach den 58-J\u00e4hrigen vor knapp zwei Jahren schuldig. Beck hatte zuvor einger\u00e4umt, bei einem Auftritt vor einer AfD-Vertreterversammlung in Magdeburg 2018 gesagt zu haben: \u00abIch bin Professor und Fachanwalt f\u00fcr EU-Recht in London.\u00bb Er habe damit aber nicht behaupten wollen, dass er einen Professorentitel besitze, argumentierte Beck.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch einem anderen AfD-Europaabgeordneten war in dieser Legislaturperiode bereits die Immunit\u00e4t entzogen worden. Hintergrund waren umstrittene Aussagen von Nicolaus Fest \u00fcber den Gr\u00fcnen-Politiker Volker Beck. Dieser hatte Fest angezeigt, weil Fest ihn im September 2021 auf X (fr\u00fcher Twitter) als \u00abnotorischen L\u00fcgner und P\u00e4dophilen\u00bb bezeichnet hatte.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat der AfD-Europaabgeordnete Gunnar Beck in einem Kaufhaus in Neuss Straftaten begangen? Dies will die Staatsanwaltschaft in D\u00fcsseldorf kl\u00e4ren. Das Europaparlament legt nun die Grundlage daf\u00fcr.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":229696,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-229686","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/229686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=229686"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/229686\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/229696"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=229686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=229686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=229686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}