{"id":23055,"date":"2022-08-01T12:12:55","date_gmt":"2022-08-01T11:12:55","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=23055"},"modified":"2022-08-01T12:13:19","modified_gmt":"2022-08-01T11:13:19","slug":"von-der-leyen-kontert-orban","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/von-der-leyen-kontert-orban\/","title":{"rendered":"Von der Leyen kontert Orban"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/Bratislava&nbsp;&#8211;&nbsp;Eine Woche nach rassistischen \u00c4u\u00dferungen des ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten<strong> Viktor Orban<\/strong> hat EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>betont, dass sich alle EU-Staaten den gemeinsamen Werten verschrieben h\u00e4tten. \u00abAuf Grundlage der Rasse zu diskriminieren, tritt diese Werte mit F\u00fc\u00dfen\u00bb, sagte die deutsche Politikerin in einem am Samstag ver\u00f6ffentlichten Interview des slowakischen Internetportals \u00abaktuality.sk\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abDie Europ\u00e4ische Union ist auf Gleichheit, Toleranz, Gerechtigkeit und Fairness aufgebaut.\u00bb <\/p><cite>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen <\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle L\u00e4nder h\u00e4tten sich verpflichtet, diese Werte zu wahren und zu sch\u00fctzen. Von der Leyen nannte weder den Namen Orban, noch sprach sie ausdr\u00fccklich von rassistischen \u00c4u\u00dferungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Orban hatte k\u00fcrzlich gesagt: \u00abEs gibt n\u00e4mlich jene Welt, in der sich die europ\u00e4ischen V\u00f6lker mit den Ank\u00f6mmlingen von au\u00dferhalb Europas vermischen. Das ist eine gemischtrassige Welt.\u00bb Dem gegen\u00fcber gebe es etwa das Karpatenbecken, wo sich europ\u00e4ische V\u00f6lker wie Ungarn, Rum\u00e4nen, Slowaken vermischten. \u00abWir sind bereit, uns miteinander zu vermischen, aber wir wollen nicht zu Gemischtrassigen werden.\u00bb Tage sp\u00e4ter versuchte Orban, seine \u00c4u\u00dferungen zu relativieren. Das unter anderem von den Nationalsozialisten genutzte Konzept, dass es unterschiedliche menschliche Rassen gibt, ist wissenschaftlich nicht haltbar und Teil rassistischer Weltanschauungen. (30. Juli)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Partner dr\u00e4ngen Deutschland zur Verschiebung des Atomausstiegs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel&nbsp;&#8211;&nbsp;Auf die Bundesregierung w\u00e4chst der Druck, den Atomausstieg zu verschieben. Angesichts der Gaskrise dringen nach Recherchen der Deutschen Presse-Agentur nicht nur Parteien wie CDU und CSU sondern auch mehrere EU-Staaten darauf, die verbliebenen drei Kernkraftwerke nicht wie geplant Ende des Jahres abzuschalten. Zudem wird gefordert, ein Wiederhochfahren der drei zuletzt vom Netz genommenen Meiler zu pr\u00fcfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aus Sicht von L\u00e4ndern wie Ungarn, Rum\u00e4nien, der Slowakei und Frankreich k\u00f6nnte ein Weiterbetrieb deutscher Atomkraftwerke erheblich dazu beitragen, Gas zu sparen, da in der Bundesrepublik zuletzt noch immer etwa 15 Prozent des Stroms von Gaskraftwerken erzeugt wurde. Sollte Russland seine Gaslieferungen in die EU komplett einstellen, w\u00e4ren dann mehr Reserven f\u00fcr das Heizen von Haushalten und f\u00fcr die Industrie verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland sind derzeit noch drei Atomkraftwerke am Netz: Emsland in Niedersachsen, Isar 2 in Bayern und Neckarwestheim 2 in Baden-W\u00fcrttemberg. Nach geltendem Recht m\u00fcssen sie eigentlich sp\u00e4testens am 31. Dezember 2022 abgeschaltet werden. In der Bundesregierung sind die Gr\u00fcnen strikt gegen eine weitreichende Laufzeitverl\u00e4ngerung. Als Option wird lediglich gesehen, die noch laufenden Atomkraftwerke mit den noch vorhandenen Brennelementen etwas l\u00e4nger zu betreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen <\/strong>wies zuletzt den Vorwurf zur\u00fcck, sich nicht in die Atomdebatte einzuschalten. \u00abDer Energiemix ist in der Zust\u00e4ndigkeit der EU-Mitgliedstaaten\u00bb, sagte sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Sie beobachte aber, dass viele EU-Mitglieder davon ausgingen, dass die Atomkraft als Br\u00fcckentechnologie gebraucht werde. So hat zum Beispiel die belgische Regierung bereits im M\u00e4rz beschlossen,<strong> <\/strong>vorzubereiten den f\u00fcr Ende 2025 geplanten Atomausstiegs um zehn Jahre zu verschieben.<strong> <\/strong>(29. Juli) <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wirtschaft in Eurozone w\u00e4chst deutlich st\u00e4rker als erwartet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg&nbsp;&#8211;&nbsp;Die Eurozone ist im Fr\u00fchjahr deutlich st\u00e4rker als erwartet gewachsen. Im zweiten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Eurol\u00e4nder zum Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 0,2 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum wuchs die Wirtschaft der Eurozone um 4 Prozent. In der gesamten EU war die Entwicklung \u00e4hnlich. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Spanien verzeichnete das deutlichste Wachstum im Euroraum von den L\u00e4ndern, die bereits Daten ver\u00f6ffentlicht haben, w\u00e4hrend die deutsche Wirtschaft stagniert<strong>.<\/strong> (29. Juli)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mitarbeiter der EU-Kommission Ziel von Pegasus-Sp\u00e4hsoftware<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel&nbsp;&#8211;&nbsp;Die Handys von EU-Justizkommissar<strong> Didier Reynders <\/strong>und mehreren Mitarbeitern der EU-Kommission sind Ziel der ber\u00fcchtigten Pegasus-Spyware geworden. Die Untersuchung der Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde sei zwar noch nicht abgeschlossen, doch seien bei mehreren Ger\u00e4tekontrollen \u00abHinweise auf Kompromittierung\u00bb entdeckt worden, hei\u00dft es in einem Schreiben von Reynders an die Europaabgeordnete<strong> Sophie in \u2019t Veld<\/strong>. Es sei jedoch unm\u00f6glich, mit Sicherheit einen bestimmten Angreifer daf\u00fcr verantwortlich zu machen. Ein Sprecher der Beh\u00f6rde wollte am Donnerstag aus Sicherheitsgr\u00fcnden keine Ausk\u00fcnfte zu dem Thema geben. (28. Juli) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin von der Leyen dem ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten Orban kontert, dr\u00e4ngen einige EU-Staaten Deutschland dazu, den Atomausstieg zu verschieben.  Die Wirtschaft in der Eurozone ist im zweiten Quartal st\u00e4rker gewachsen als erwartet und EU-Kommissionsmitarbeiter sind Ziel einer Sp\u00e4hsoftware geworden. <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":11821,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[1797,117,147,1799],"class_list":["post-23055","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-atomkraft","tag-deutschland","tag-eu","tag-victor-orban"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=23055"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/23055\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11821"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=23055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=23055"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=23055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}