{"id":24659,"date":"2022-08-04T09:28:44","date_gmt":"2022-08-04T08:28:44","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=24659"},"modified":"2022-08-04T09:29:14","modified_gmt":"2022-08-04T08:29:14","slug":"gas-edtstadler-will-von-menschen-eigenverantwortung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/gas-edtstadler-will-von-menschen-eigenverantwortung\/","title":{"rendered":"Gas: Edtstadler will von Menschen Eigenverantwortung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Angesichts der Energiekrise pl\u00e4diert Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler (\u00d6VP) daf\u00fcr, dass die Menschen Eigenverantwortung &#8222;mit Leben erf\u00fcllen&#8220;. Man m\u00fcsse den Hausverstand anwenden und etwa unn\u00f6tiges Tempo mit dem Auto oder zu tiefe Temperaturen bei der Klimaanlage vermeiden. Schon aus Klimaschutz-Gr\u00fcnden d\u00fcrfe man nicht verschwenderisch mit Energie umgehen. Gleichzeitig pochte sie im APA-Interview auf europ\u00e4ische Solidarit\u00e4t, speziell bei den s\u00fcdlichen L\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Edtstadler erinnerte daran, dass Solidarit\u00e4t keine Einbahnstra\u00dfe sei. Schon oft habe man sich gegen\u00fcber diesen Staaten, die jetzt oftmals weniger von russischem Gas abh\u00e4ngig sind, solidarisch gezeigt und diesen Hilfe geleistet wie etwa beim Beschluss des Wiederaufbaufonds. Allen m\u00fcsse dabei klar sein, dass es um nichts weniger als den Wirtschaftsstandort Europa gehe. Auch die EU insgesamt m\u00fcsse, wenn es um den gemeinsamen Energieeinkauf gehe, &#8222;endlich in die G\u00e4nge kommen&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von russischen Drohungen zeigte sich die Ministerin einigerma\u00dfen unerschrocken, umso mehr als ihrer Ansicht nach die &#8222;alternativlosen&#8220; Sanktionen die Wirtschaft dort &#8222;zum Einbrechen bringen&#8220;. Die Drohgeb\u00e4rden von Machthaber Wladimir Putin, das Gas in andere L\u00e4nder zu leiten, halte sie f\u00fcr &#8222;weniger realistisch&#8220;, best\u00fcnden doch dorthin weniger Leitungen. Dennoch werde Moskau das Gas weiter als Druckmittel einsetzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/EuropaPress_4040113_persona_enciende_fuego_cocina_gas_28_octubre_2021_madrid_espana_indice-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21009\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/EuropaPress_4040113_persona_enciende_fuego_cocina_gas_28_octubre_2021_madrid_espana_indice-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/EuropaPress_4040113_persona_enciende_fuego_cocina_gas_28_octubre_2021_madrid_espana_indice-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>Die Europaministerin fordert die Menschen zum Energiesparen auf. Foto: A. P\u00e9rez Meca\/Europa Press<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegenrezept ist f\u00fcr Edtstadler eine Diversifizierung der Quellen. Am &#8222;Pragmatismus der deutschen Gr\u00fcnen&#8220; sollte man sich dabei beim Ausbau der erneuerbaren Energieanlagen ein Beispiel nehmen. Wasserstoff ist f\u00fcr die Ministerin ebenfalls ein wichtiges Zukunftsthema, ebenso Fl\u00fcssiggas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben den Bem\u00fchungen der Politik um eine entsprechende Energieversorgung sieht sie auch die Menschen gefordert. Denn es habe sich nach ihrem Gef\u00fchl in den vergangenen Jahren eine  &#8222;Jo eh-Mentalit\u00e4t entwickelt, dass die Politik alles regelt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch m\u00fcsse man nun auch die Eigenverantwortung mit Leben erf\u00fcllen. Die vergangene Generation habe den Wohlstand hart erarbeitet &#8222;und nun sind wir gefordert, das f\u00fcr die Zukunft sicher zu stellen&#8220;. Panisch machen will Edtstadler die \u00d6sterreicher aber nicht: &#8222;Keiner will sich vorstellen, bei 19 Grad mit drei Wollpullovern beim Kachelofen sitzen zu m\u00fcssen. Das werden wir hoffentlich nie erleben m\u00fcssen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr eine friedliche Zukunft Europas ist es aus Sicht Edtstadlers auch wesentlich, die EU-Erweiterung am Westbalkan voranzutreiben. Die l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Versprechen in der Region seien einzuhalten. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Ich warne seit Monaten davor, dass ein Streichholz reicht f\u00fcr einen Fl\u00e4chenbrand.&#8220; <\/p><cite>Europaministerin Edtstadler zur Lage am Westbalkan<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Was den Kosovo angehe, erinnerten serbische Wortmeldungen schon an Kriegsrhetorik. Daher gelte es den Dialog mit aller Kraft fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wiewohl sich Belgrad als auch die serbische Bev\u00f6lkerung zuletzt ganz klar auf Seiten Russlands positioniert haben, sieht Edtstadler Serbien durchaus als k\u00fcnftiges Mitglied der Union. Einmal mehr betonte die Ressortchefin, die ja die Europaagenden im Kanzleramt betreut, dass man die Erweiterung mehr als graduellen Prozess begreifen sollte. Wer etwa das Kapitel zum Binnenmarkt bei den Beitrittsverhandlungen positiv abschlie\u00dfe, solle auch am Binnenmarkt teilnehmen k\u00f6nnen. Auch dass man die Beitrittswerber in Br\u00fcssel mit am Tisch sitzen lassen k\u00f6nnte &#8211; allerdings ohne Stimmrecht &#8211; hielte sie f\u00fcr sinnvoll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass man der Ukraine den Kandidatenstatus gegeben hat, befindet Edtstadler als ein &#8222;richtiges Signal&#8220;. Man m\u00fcsse mit den L\u00e4ndern zusammenarbeiten und auch der Bev\u00f6lkerung die Dimension greifbar machen. Dass die Ukraine allerdings erst nach einem Jahrzehnte langen Prozess Vollmitglied sein k\u00f6nne, ist f\u00fcr sie anhand der aktuellen Situation des russischen Angriffskriegs auch klar. (4.8.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Fl\u00fcchtlinge &#8211; NGOs rufen EU zu Rettungsaktion im Mittelmeer auf<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rom &#8211; Die Hilfsorganisationen SOS Mediterranee, \u00c4rzte ohne Grenzen (MSF) und Sea Watch fordern den Start einer Such- und Rettungsaktion unter europ\u00e4ischer F\u00fchrung im zentralen Mittelmeer, um weitere Todesf\u00e4lle von Migranten zu verhindern. In f\u00fcnf Tagen haben die Rettungsschiffe der drei NGOs 16 Migrantenboote aus Seenot gerettet. In der Woche hatte das Rettungsschiff &#8222;Sea-Watch 3&#8220; f\u00fcnf Boote mit insgesamt 444 Menschen in Sicherheit gebracht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1314\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/urnnewsmldpa.com20090101ap487f2112d6c34752ba67a7a84d7ed826-v1005-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23763\"\/><figcaption>Die Besatzung der Sea-Watch 3 verteilt Rettungswesten an Menschen in einem Schlauchboot, mit dem sie versuchten nach Europa zu gelangen. Foto: Nora Boerding\/Sea-Watch via AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Ohne die Pr\u00e4senz ziviler Such- und Rettungsschiffe im zentralen Mittelmeer w\u00e4ren Kinder, Frauen und M\u00e4nner in den internationalen Gew\u00e4ssern vor Libyen ihrem Schicksal \u00fcberlassen worden. Obwohl wir immer versucht haben, unsere Eins\u00e4tze zu koordinieren, wie es das Seerecht vorschreibt, haben die libyschen Marinebeh\u00f6rden fast nie geantwortet und damit ihre rechtliche Verpflichtung zur Koordinierung der Hilfe vernachl\u00e4ssigt&#8220;, schrieben die NGOs in einer Presseaussendung. Wenn die libyschen Beh\u00f6rden eingreifen und Boote in Seenot abfangen, f\u00fchren sie die \u00dcberlebenden systematisch und zwangsweise nach Libyen zur\u00fcck, ein Land, das nach Ansicht der UNO nicht als sicherer Hafen gelten kann&#8220;, hie\u00df es.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Angesichts des Bedarfs reicht es nicht mehr aus, einfach nur die L\u00fccken der Institutionen bei der Durchf\u00fchrung von Such- und Rettungsaktionen zu f\u00fcllen. Die Erh\u00f6hung der Einsatzkapazit\u00e4ten im zentralen Mittelmeerraum ist eine absolute Notwendigkeit&#8220;, sagte Juan Matias Gil, Einsatzleiter von \u00c4rzte ohne Grenzen.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend die &#8222;Sea-Watch 3&#8220; am 30. Juli die Ausschiffung von 438 Personen im Hafen von Tarent abgeschlossen hat und die &#8222;Ocean Viking&#8220; am 1. August 387 Frauen, Kinder und M\u00e4nner in Salerno an Land gebracht hat, wartet die &#8222;Geo Barents&#8220; immer noch auf eine L\u00f6sung f\u00fcr die vor sieben Tagen geretteten \u00dcberlebenden. An Bord der &#8222;Geo Barents&#8220; befinden sich 660 Migranten. (3.8.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00d6sterreich erhielt 25,6 Mio. Euro EU-Gelder f\u00fcr soziale Ma\u00dfnahmen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/Wien &#8211; \u00d6sterreich hat nach Angaben der EU-Kommission 25,6 Millionen Euro zur Unterst\u00fctzung von Jugendlichen und Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben, erhalten. Damit erh\u00f6he sich der Gesamtbetrag aus dem EU-Programm &#8222;REACT-EU&#8220;, das Teil des EU-Aufbauinstruments NextGenerationEU ist, f\u00fcr Ma\u00dfnahmen des Europ\u00e4ischen Sozialfonds (ESF) in \u00d6sterreich auf 114,2 Mio. Euro, wie die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde am Dienstag mitteilte. (2.8.2022) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Gasdrosselung durch Russland suchen die EU-Staaten nach L\u00f6sungen, um \u00fcber den Winter zu kommen. \u00d6sterreichs Europaministerin Edtstadler nimmt dabei die Bev\u00f6lkerung in die Pflicht und fordert Eigenverantwortung. Unterdessen riefen Hilfsorganisationen die EU zu einer Aktion zur Rettung von Schutzsuchenden im Mittelmeer auf. Die EU-Kommission verk\u00fcndete zudem eine Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahme f\u00fcr \u00d6sterreich. <\/p>\n","protected":false},"author":57,"featured_media":24677,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-24659","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24659","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/57"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24659"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24659\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/24677"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}