{"id":247706,"date":"2024-05-17T11:51:59","date_gmt":"2024-05-17T09:51:59","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=247706"},"modified":"2024-05-17T11:52:03","modified_gmt":"2024-05-17T09:52:03","slug":"umstrittener-neuer-migrations-und-asylpakt-soll-2026-in-kraft-treten15-eu-laender-fordern-noch-strengere-regeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/umstrittener-neuer-migrations-und-asylpakt-soll-2026-in-kraft-treten15-eu-laender-fordern-noch-strengere-regeln\/","title":{"rendered":"Umstrittener neuer Migrations- und Asylpakt soll 2026 in Kraft treten,15 EU-L\u00e4nder fordern noch strengere Regeln\u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU hat am Dienstag endg\u00fcltig gr\u00fcnes Licht f\u00fcr eine wegweisende \u00dcberarbeitung ihrer Migrations- und Asylpolitik gegeben, die h\u00e4rtere Grenzen und eine Aufteilung der Verantwortung unter den Mitgliedstaaten vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Beamten hatten sich bem\u00fcht, die Migrationsreformen vor den f\u00fcr Juni angesetzten Europawahlen abzuschlie\u00dfen. Das Thema ist politisch umstritten, insbesondere seit dem Zustrom von Migranten im Jahr 2015, der die Schw\u00e4chen des Migrationssystems aufdeckte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das neue Regelwerk ist das Ergebnis jahrelanger, heftiger Debatten, die im April in einer spannungsgeladenen Abstimmung im Europ\u00e4ischen Parlament ihren H\u00f6hepunkt fanden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00dcberarbeitung besteht aus zehn Gesetzestexten, die von der gro\u00dfen Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten unterst\u00fctzt wurden. Ungarn und Polen stimmten gegen das gesamte Paket und L\u00e4nder wie \u00d6sterreich und die Slowakei lehnten einzelne Teile ab. Die Tschechische Republik, ebenfalls Kritiker des Paktes, enthielt sich bei allen zehn Abstimmungen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach der Best\u00e4tigung durch die EU-L\u00e4nder wird der neue Pakt nun im EU-Amtsblatt ver\u00f6ffentlicht. Die Mitgliedsstaaten haben dann zwei Jahre Zeit, um die am Dienstag angenommenen Regeln in die Praxis umzusetzen. Die Europ\u00e4ische Kommission wird bald einen gemeinsamen Umsetzungsplan vorlegen, um die Mitgliedstaaten bei diesem Prozess zu unterst\u00fctzen, so die belgische EU-Ratspr\u00e4sidentschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neuen Gesetze sehen vor, dass alle 27 EU-Mitgliedstaaten einen Teil der Verantwortung f\u00fcr die Bearbeitung von Asylantr\u00e4gen \u00fcbernehmen \u2013 auch diejenigen, die gegen die Reformen gestimmt haben \u2013, aber das Paket versch\u00e4rft auch die Regeln f\u00fcr Antragsteller. Es sieht die Einrichtung neuer Grenzzentren vor, in denen irregul\u00e4re Migranten untergebracht werden sollen, w\u00e4hrend ihre Asylantr\u00e4ge gepr\u00fcft werden. Die Abschiebung derjenigen, die als unzul\u00e4ssig eingestuft werden, soll beschleunigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDiese neuen Regeln werden das europ\u00e4ische Asylsystem effektiver machen und die Solidarit\u00e4t zwischen den Mitgliedsstaaten st\u00e4rken,\u201c sagte die belgische Ministerin f\u00fcr Asyl und Migration, <strong>Nicole de Moor<\/strong>.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pr\u00e4sident des Europ\u00e4ischen Rates, <strong>Charles Michel<\/strong>, nannte die Gesetzgebung einen \u201eMeilenstein in der Antwort der EU zur Steuerung der Migration und zur Reform des Systems\u201c, w\u00e4hrend der deutsche Bundeskanzler <strong>Olaf Scholz<\/strong> von einer \u201ehistorischen Einigung\u201c sprach.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"en\" dir=\"ltr\">Today&#39;s final adoption of the Pact on Migration and Asylum is a milestone in the EU&#39;s response to manage migration and reform the system.<br><br>The new rules will make the European asylum system more effective and ensure solidarity and responsibility among EU member states.\u2026 <a href=\"https:\/\/t.co\/wUpE8Tnwvx\">https:\/\/t.co\/wUpE8Tnwvx<\/a><\/p>&mdash; Charles Michel (@CharlesMichel) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/CharlesMichel\/status\/1790332469608112504?ref_src=twsrc%5Etfw\">May 14, 2024<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der tschechische Premierminister <strong>Petr Fiala<\/strong> hingegen sagte, dass der Pakt zwar ein erster Schritt zur Bek\u00e4mpfung der illegalen Migration sei, aber nicht ausreiche. Er sagte, deswegen habe die Tschechische Republik eine Gruppe mitbegr\u00fcndet von L\u00e4ndern, die die illegale Migration st\u00e4rker bek\u00e4mpfen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Meinung teilte auch die d\u00e4nische Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Mette Frederiksen<\/strong>, die am 6. Mai in Kopenhagen auf einer Konferenz \u00fcber die Herausforderungen der Migration die aktuelle Situation der Migrantenstr\u00f6me nach Europa als \u201eunhaltbar\u201c bezeichnete.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Pakt st\u00f6\u00dft aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden auf Kritik von Migrantenrechtsorganisationen, einigen nationalistischen Regierungen und Wissenschaftlern. Die Menschenrechtsorganisation <strong>Amnesty International <\/strong>argumentierte beispielsweise, dass der Pakt \u201ezu gr\u00f6\u00dferem menschlichen Leid f\u00fchren wird\u201c.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Migrationsforscherin <strong>Judith Kohlenberger<\/strong> von der Wirtschaftsuniversit\u00e4t Wien erkl\u00e4rte in einem Interview mit der \u00d6sterreichischen Presseagentur, die Reform klammere die Bek\u00e4mpfung von Fluchtursachen v\u00f6llig aus.\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eAuf der einen Seite wehrt man Fl\u00fcchtlinge ab, auf der anderen produziert man laufend Fluchtgr\u00fcnde mit &#8211; siehe Folgen der Klimakrise oder Wirtschaftspolitik. Europa tr\u00e4gt zu Flucht und Arbeitsmigration bei&#8220;, betonte Kohlenberger.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Positiv am EU-Asyl- und Migrationspakt, der in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden soll, ist nach Kohlenbergers Ansicht nur, dass es die 27 Mitgliedsstaaten endlich geschafft h\u00e4tten, einen Kompromiss in Sachen Migrationspolitik zu erzielen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Es w\u00e4re eine Bankrotterkl\u00e4rung der EU-Kommission gewesen, wenn es hier kein Weiterkommen gegeben h\u00e4tte.&#8220; Das w\u00fcrde bei der EU-Wahl im Juni den rechten Parteien in die H\u00e4nde spielen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den EU-Wahlen wird mit einem starken Zulauf rechter Parteien gerechnet, die im Wahlkampf mit Forderungen nach einem harten Vorgehens gegen irregul\u00e4re Migration betonen. Die rechten <strong>Schwedendemokraten<\/strong> \u2013 auch Mitglied der Fraktion der Europ\u00e4ischen Konservativen und Reformisten (ECR) im Europ\u00e4ischen Parlament \u2013 w\u00e4hlten beispielsweise \u201eMein Europa baut Mauern\u201c als ihren Hauptslogan f\u00fcr die bevorstehenden Europawahlen.<br><br><strong>Petar Volgin<\/strong>, ein Kandidat der rechten bulgarischen Vazrazhdane-Partei f\u00fcr das Europ\u00e4ische Parlament, sagte in einem Interview am Dienstag, dass die \u201e\u00dcberschwemmung\u201c des Landes mit Migranten oder alternativ die \u201eZahlung exorbitanter Summen, um sie davon abzuhalten, hierher zu kommen, im Namen [des Beitritts Bulgariens zum Schengen-Raum f\u00fcr den Luft- und Seeverkehr]\u201c, beendet werden m\u00fcsse. Nur dann k\u00f6nne Bulgarien seine nationale Souver\u00e4nit\u00e4t wiederherstellen und seine Wirtschaft st\u00e4rken<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fabrice Leggeri<\/strong>, ehemaliger Frontex-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Dritter auf der Liste der rechten franz\u00f6sischen Partei Rassemblement National f\u00fcr die Europawahlen, sagte, er betrachte die Abstimmung im Juni als \u201eein Referendum\u201c. Frontex ist die f\u00fcr die Grenzen zust\u00e4ndige EU-Agentur. In einem Interview mit der portugiesischen Nachrichtenagentur LUSA wies Leggeri auch die Vorstellung zur\u00fcck, Frontex sei eine \u201esuper humanit\u00e4re NGO\u201c, und pl\u00e4dierte stattdessen f\u00fcr \u201ePragmatismus\u201c bei der Migrationssteuerung.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eurostat: Zahl der Asylantr\u00e4ge in Europa steigt\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zahl der Asylantr\u00e4ge in Europa steigt laut der Zahlen von Eurostat. Im Jahr 2023 wurden 1.048.900 erstmalige Asylantr\u00e4ge verzeichnet, was einem Anstieg von 20 Prozent gegen\u00fcber 2022 (873.700) entspricht und fast die H\u00f6chstwerte von 2015 und 2016 erreicht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die h\u00f6chste Zahl von Asyl-Erstantragstellern im Jahr 2023 im Vergleich zur Bev\u00f6lkerung der einzelnen Mitgliedstaaten wurde in Zypern verzeichnet (13 Antragsteller pro 1.000 Einwohner), gefolgt von Griechenland und \u00d6sterreich (jeweils sechs Antragsteller pro 1.000 Einwohner).\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/urnnewsmldpa.com20090101231003-99-427021-v2-s2048.jpeg\" alt=\"Die tunesische K\u00fcstenwache f\u00e4ngt kleine Boote mit Migranten ab, die versuchen, das Mittelmeer zu \u00fcberqueren, und schleppt sie zur\u00fcck an die K\u00fcste der s\u00fcdtunesischen Stadt Sfax. (zu dpa \u00ab\u00c4rger um Migrationspakt: Tunesien lehnt EU-Finanzhilfen ab\u00bb)\" class=\"wp-image-168921\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Die tunesische K\u00fcstenwache f\u00e4ngt kleine Boote mit Migranten ab, die versuchen, das Mittelmeer zu \u00fcberqueren, und schleppt sie zur\u00fcck an die K\u00fcste der s\u00fcdtunesischen Stadt Sfax. Foto: Khaled Nasraoui\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mechanismus der Solidarit\u00e4t: Menschen aufnehmen oder zahlen\u00a0<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mechanismus soll die L\u00e4nder entlasten, in denen viele Fl\u00fcchtlinge ankommen \u2013 zum Beispiel Italien, Griechenland oder Spanien. Geplant ist, dass j\u00e4hrlich mindestens 30.000 Fl\u00fcchtlinge aus diesen L\u00e4ndern auf andere EU-Staaten umverteilt werden. Wenn die L\u00e4nder keine Fl\u00fcchtlinge aufnehmen wollen, m\u00fcssen sie die unter Druck stehenden L\u00e4nder unterst\u00fctzen, zum Beispiel in Form von Geldzahlungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Slowenien zum Beispiel k\u00f6nnte dies bedeuten, dass das Land wahrscheinlich 126 Personen aufnehmen oder 2,8 Millionen Euro j\u00e4hrlich beisteuern m\u00fcsste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Slowakei hat ihre Unzufriedenheit mit dem neuen Mechanismus durch ihr Votum zum Ausdruck gebracht: Das Land stimmte gegen zwei Vorschl\u00e4ge des Zehn-Punkte-Reformpakets \u2013 gegen die Zahlung von 20.000 Euro f\u00fcr jeden nicht aufgenommenen Migranten und gegen die Einhaltung bestimmter Asylverpflichtungen \u2013 und enthielt sich bei acht weniger grundlegenden Vorschl\u00e4gen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eInsbesondere waren wir uns nicht einig \u00fcber Dinge wie die Tatsache, dass wir 20.000 Euro zahlen m\u00fcssen, wenn wir uns weigern, Migranten aufzunehmen. Aus der Sicht der Slowakei ist die Situation heute noch gut. Bei etwa 30.000 umzuverteilenden Migranten w\u00fcrden die Auswirkungen auf die Slowakei bei etwa sechs Millionen Euro liegen, bei einer Massenmigration w\u00e4ren es aber zweistellige Millionenbetr\u00e4ge,\u201c erkl\u00e4rte der slowakische Finanzminister <strong>Ladislav Kamenick\u00fd <\/strong>nach der Abstimmung.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gr\u00f6\u00dfte Problem f\u00fcr die Slowakei sei, dass der neue Pakt keine finanzielle Obergrenze f\u00fcr solche Zahlungen vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Deals mit Drittstaaten nehmen zu: 15 EU-Staaten fordern weitere Versch\u00e4rfung der Regeln<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Parallel zu den umfassenden Reformen intensiviert die EU ihre Vereinbarungen mit den Transit- und Herkunftsl\u00e4ndern, um die Zahl der Ankommenden einzud\u00e4mmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wurden in den letzten Monaten Abkommen mit Tunesien, Mauretanien und \u00c4gypten geschlossen. Weitere Beispiele f\u00fcr den Trend zur Auslagerung der Migrationspolitik in Europa sind das britische Ruanda-Modell oder das bilaterale Abkommen zwischen Italien und Albanien. Es sieht vor, dass in italienischen Gew\u00e4ssern gerettete Migranten nach Albanien geschickt werden, w\u00e4hrend ihre Asylantr\u00e4ge bearbeitet werden. Im Februar billigte das albanische Parlament einen Gesetzentwurf \u00fcber eine engere Zusammenarbeit mit Italien im Bereich der Migration.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem gemeinsamen Schreiben vom 15. Mai an die Europ\u00e4ische Kommission haben f\u00fcnfzehn EU-Staaten eine weitere Versch\u00e4rfung der Asylpolitik der EU gefordert, um die \u00dcberstellung von Migranten ohne Papiere in Drittl\u00e4nder zu erleichtern, auch wenn sie auf See gerettet werden. In dem Schreiben wird das Beispiel der 2016 mit der T\u00fcrkei getroffenen Vereinbarung zur Aufnahme syrischer Fl\u00fcchtlinge vor dem Krieg in ihrem Heimatland angef\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die L\u00e4nderkoalition wurde von der Tschechischen Republik zusammen mit D\u00e4nemark und \u00d6sterreich ins Leben gerufen. Der Brief, der von 15 Innenministern unterzeichnet wurde, wurde am Mittwochabend an Br\u00fcssel \u00fcberstellt, wie eine Sprecherin der Europ\u00e4ischen Kommission am Donnerstag best\u00e4tigte.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ihr zufolge wird sich die Exekutive der Union nun mit dessen Inhalt befassen. Dar\u00fcber hinaus wird sie sich auch mit der Umsetzung derjenigen Rechtsvorschriften befassen, die in dem k\u00fcrzlich verabschiedeten Migrationspaket enthalten sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Unterzeichnern geh\u00f6ren Bulgarien, die Tschechische Republik, D\u00e4nemark, Estland, Griechenland, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Malta, die Niederlande, \u00d6sterreich, Polen, Rum\u00e4nien und Finnland.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italien und Griechenland nehmen einen Gro\u00dfteil der Menschen auf, die die gef\u00e4hrliche Reise \u00fcber das Mittelmeer in die EU antreten \u2013 viele von ihnen auf der Flucht vor Armut, Krieg oder Verfolgung, so die <strong>Internationale Organisation f\u00fcr Migration<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Experten: Outsourcing bedarf Kl\u00e4rung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vorschl\u00e4ge f\u00fcr neue Migrations- und Asylpakte, wie zum Beispiel Drittstaatenpakte, fallen in die Zust\u00e4ndigkeit der n\u00e4chsten EU-Exekutive, die ihr Amt nach den Europawahlen antreten wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Camille Le Coz<\/strong>, eine Expertin des Migration Policy Institute Europe, sagte, dass es \u201eviele Fragen\u201c dar\u00fcber gebe, wie solche Initiativen funktionieren k\u00f6nnten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach EU-Recht k\u00f6nnen Einwanderer nur in ein Land au\u00dferhalb der EU geschickt werden, in dem sie einen Asylantrag h\u00e4tten stellen k\u00f6nnen, sofern sie eine ausreichende Verbindung zu diesem Land haben. Das schlie\u00dft \u2013 vorerst \u2013 Programme wie die Vereinbarung des Vereinigten K\u00f6nigreichs mit Ruanda aus, die darauf abzielt, Neuank\u00f6mmlinge in das afrikanische Land zu schicken.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Le Coz sagte, es m\u00fcsse noch \u201egekl\u00e4rt werden\u201c, wie die Vorschl\u00e4ge f\u00fcr eventuelle EU-Outsourcing-Vereinbarungen funktionieren w\u00fcrden und \u201emit wem die europ\u00e4ischen Beh\u00f6rden zusammenarbeiten und welche Drittl\u00e4nder sie wahrscheinlich akzeptieren werden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Henrik Emilsson<\/strong>, Migrationsforscher an der Universit\u00e4t Malm\u00f6, stuft die Idee, das Asylverfahren au\u00dferhalb der EU abzuwickeln, ebenfalls als \u201epolitische Parole\u201c ein und nicht als etwas, das umgesetzt werden kann, zumindest nicht kurzfristig. Seiner Meinung nach k\u00f6nnten Asylzentren au\u00dferhalb der EU sogar eine Vertrags\u00e4nderung erfordern.<br><br><em>Dieser Artikel wird w\u00f6chentlich\u00a0ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Mitgliedstaaten haben nach fast zehnj\u00e4hrigem Ringen am 14. Mai die letzte H\u00fcrde f\u00fcr einen strengeren und umstrittenen Migrations- und Asylpakt genommen. Die Neuregelungen treten 2026 in Kraft. Allerdings haben 15 EU-L\u00e4nder bereits am Mittwoch in einem Schreiben an die Europ\u00e4ische Kommission den Wunsch ge\u00e4u\u00dfert, die illegale Migration noch st\u00e4rker einzud\u00e4mmen.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":168911,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[14685,147],"class_list":["post-247706","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-asylpakt","tag-eu"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/247706","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=247706"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/247706\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/168911"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=247706"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=247706"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=247706"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}