{"id":26501,"date":"2022-08-08T15:24:14","date_gmt":"2022-08-08T14:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=26501"},"modified":"2022-08-08T15:26:22","modified_gmt":"2022-08-08T14:26:22","slug":"maschinenbauer-warnen-vor-buerokratiewelle-durch-eu-berichtspflichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/maschinenbauer-warnen-vor-buerokratiewelle-durch-eu-berichtspflichten\/","title":{"rendered":"Maschinenbauer warnen vor B\u00fcrokratiewelle durch EU-Berichtspflichten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main &#8211; Die deutschen Maschinenbauer kritisieren die geplanten EU-Berichtspflichten f\u00fcr Unternehmen zur Nachhaltigkeit als realit\u00e4tsfremd. Die vorgesehene Richtlinie (CSRD) werde viele mittelst\u00e4ndische Betriebe \u00fcberfordern, die erstmals unter die Berichtspflicht fallen, und am Ende h\u00f6chstens zu einer Bonanza f\u00fcr Berater f\u00fchren, warnte der <strong>Branchenverband VDMA<\/strong> am Sonntag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDer Maschinen- und Anlagenbau hat gro\u00dfes Interesse an einer f\u00fcr den internationalen Kapitalmarkt relevanten Berichterstattung zur Nachhaltigkeit\u00bb, sagte Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer <strong>Thilo Brodtmann<\/strong>.&nbsp;Es drohe aber eine \u00abeine riesige, ineffiziente und unn\u00f6tige B\u00fcrokratiewelle auf den Mittelstand zuzurollen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziel der Richtlinie ist es nach Angaben der EU-Kommission, Informationen von Unternehmen \u00fcber die Nachhaltigkeit ihrer Aktivit\u00e4ten vergleichbarer zu machen. Die Firmen, die unter die Richtlinie fallen, sollen auf der Grundlage gemeinsamer Standards \u00fcber ihre Auswirkungen auf die Umwelt, Menschenrechte und Sozialstandards berichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der VDMA bem\u00e4ngelt unter anderem, dass die Berichtspflichten die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette von Unternehmen umfassen sollen. Diese k\u00f6nne bei vielen Maschinen und Anlagen zigtausende Teile umfassen. \u00abDas f\u00fchrt in den Unternehmen zu einem hohen, f\u00fcr mittelst\u00e4ndische Firmen nicht leistbaren Aufwand, der die Vorteile eines solchen allumfassenden Ansatzes nicht rechtfertigt\u00bb sagte Brodtmann. Gerade in den aktuell herausfordernden Zeiten sollte die Politik zus\u00e4tzliche Belastungen f\u00fcr Unternehmen auf ein Minimum reduzieren, forderte der VDMA-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer. \u00abNoch besser w\u00e4re es, die B\u00fcrokratiebelastungen abzubauen. Wir haben akut wichtigere Probleme zu l\u00f6sen, als noch mehr Berichte zu schreiben.\u00bb (7. August)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Chinesische Botschaft wirft Baerbock \u00abUnterstellungen\u00bb vor<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin &#8211; China hat Bundesau\u00dfenministerin <strong>Annalena Baerbock<\/strong> erneut f\u00fcr ihre \u00c4u\u00dferungen zum Taiwan-Konflikt scharf kritisiert. Die chinesische Botschaft in Berlin warf ihr am 5. August in einer Erkl\u00e4rung \u00abUnterstellungen\u00bb, eine \u00ababsichtliche Verzerrung von Sachverhalten\u00bb und eine Einmischung in innere Angelegenheiten vor. Die Botschaft bezog sich auf eine \u00c4u\u00dferung der Gr\u00fcnen-Politikerin am Montag, 1. August, in New York.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#8222;Wir akzeptieren nicht, akzeptieren nicht, wenn das internationale Recht gebrochen wird und ein gr\u00f6\u00dferer Nachbar v\u00f6lkerrechtswidrig seinen kleineren Nachbarn \u00fcberf\u00e4llt \u2013 und das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr China, gerade in diesen Tagen.\u00bb<\/p><cite>Annalena Baerbock, Bundesau\u00dfenministerin<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit Blick auf den \u00abbrutalen russischen Angriffskrieg\u00bb gegen die Ukraine sei es wichtig deutlich zu machen, dass die Weltgemeinschaft nicht akzeptiere, wenn ein gr\u00f6\u00dferer Nachbar einen schw\u00e4cheren Nachbarn \u00fcberfalle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Chinesische Botschaft erkl\u00e4rte, dass diese \u00c4u\u00dferungen \u00abjeglicher historischer Kenntnisse\u00bb entbehrten und nicht den Tatsachen entspr\u00e4chen. Taiwan sei kein kleinerer Nachbar Chinas, sondern eine chinesische Provinz. Die Taiwan-Frage sei eine innere Angelegenheit Chinas. \u00abDie Ukraine-Frage mit der Taiwan-Frage gleichzusetzen, stellt eine absichtliche Verzerrung von Sachverhalten sowie eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten Chinas dar.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weiter hei\u00dft es in der Erkl\u00e4rung: \u00abEs steht zu hoffen, dass Deutschland, insbesondere die neue Generation der Politiker, die historischen Urspr\u00fcnge der Taiwan-Frage korrekt und genau versteht, von den Handlungen der USA Abstand nimmt, ihre Verpflichtung zur Ein-China-Politik durch konkrete Handlungen untermauert und ihre Worte und Taten im Hinblick auf die Taiwan-Frage vorsichtig abw\u00e4gt.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Erkl\u00e4rung wird auch der Besuch der US-Spitzenparlamentarierin <strong>Nancy Pelosi<\/strong> in Taiwan und Erkl\u00e4rungen der EU&nbsp;und der G7 dazu kritisiert. Die europ\u00e4ischen L\u00e4nder sollten abw\u00e4gen, ob sie \u00abdie gef\u00e4hrlichen und provokativen Aktionen der USA\u00bb weiterhin unterst\u00fctzen und \u00abdie Welt damit in einen Sumpf der Konfrontationen\u00bb ziehen wollten, schreibt die Botschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die kommunistische F\u00fchrung Chinas in Peking sieht die demokratische Insel als Teil der Volksrepublik an und droht mit einer milit\u00e4rischen Eroberung. Taiwan hingegen versteht sich als unabh\u00e4ngig. Der Konflikt geht auf den B\u00fcrgerkrieg in China zur\u00fcck: Nach der Niederlage gegen die Kommunisten fl\u00fcchtete die nationalchinesische Regierung mit ihren Truppen nach Taiwan. Die Insel wurde seither eigenst\u00e4ndig regiert, w\u00e4hrend in Peking 1949 die kommunistische Volksrepublik ausgerufen wurde. Mit Hinweis auf die \u00abEin-China-Doktrin\u00bb lehnt Peking offizielle Kontakte anderer L\u00e4nder zu Taipeh strikt ab. Wegen des Drucks aus Peking erkennen nur wenige, meist kleinere Staaten die Inselrepublik diplomatisch an. (7. August)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Notfallplan f\u00fcr Gas kann in Kraft treten<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Der europ\u00e4ische Notfallplan zur Vorbereitung auf einen m\u00f6glichen Stopp russischer Gaslieferungen tritt kommende Woche in Kraft. Am 5. August nahm das Gesetz die letzte formelle H\u00fcrde, wie die tschechische Ratspr\u00e4sidentschaft mitteilte. Der Plan sieht vor, dass alle EU-L\u00e4nder ihren Gaskonsum ab Anfang August bis M\u00e4rz n\u00e4chsten Jahres freiwillig um 15 Prozent senken, verglichen mit dem Durchschnittsverbrauch der letzten f\u00fcnf Jahre in dem Zeitraum. Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine hat Russland seine Lieferungen an die EU bereits drastisch reduziert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falls nicht genug gespart wird und es weitreichende Versorgungsengp\u00e4sse gibt, kann im n\u00e4chsten Schritt ein Unionsalarm mit verbindlichen Einsparzielen ausgel\u00f6st werden. Die H\u00fcrde daf\u00fcr ist allerdings hoch: Es br\u00e4uchte die Zustimmung von mindestens 15 EU-L\u00e4ndern, die zusammen mindestens 65 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung der Union ausmachen. Gleichzeitig haben sich mehrere L\u00e4nder \u2013 etwa Spanien und Italien \u2013 f\u00fcr den Fall Ausnahmen von den verbindlichen Sparzielen ausgehandelt und wollen weniger als 15 Prozent sparen. Der Notfallplan gilt zun\u00e4chst f\u00fcr ein Jahr. (5. August)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Staaten haben bereits 1000 Patienten aus der Ukraine aufgenommen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/urnnewsmldpa.com20090101ap565f81d124074f60af9fdb1003e3d4ce-v1005-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26345\"\/><figcaption>Ein ukrainischer Soldat steht vor dem Geb\u00e4ude der regionalen Milit\u00e4rverwaltung in Mykolaiv, das bei einem russischen Angriff zerst\u00f6rt wurde. Foto: Evgeniy Maloletka\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; EU-Staaten haben nach Daten der <strong>Europ\u00e4ischen Kommission<\/strong> bereits 1000 Patienten aus ukrainischen Krankenh\u00e4usern aufgenommen, um das durch den Krieg stark geforderte Gesundheitssystem zu entlasten. \u00abDa die Zahl der Verletzten in der Ukraine Tag f\u00fcr Tag steigt, k\u00e4mpfen lokale Krankenh\u00e4user darum, mit dem Andrang Schritt zu halten\u00bb, erkl\u00e4rte die EU-Kommission am 5. August. Um den Druck auf die \u00f6rtlichen Krankenh\u00e4user zu lindern, koordiniere die EU bereits seit dem 11. M\u00e4rz die Verlegung von Patienten in andere europ\u00e4ische L\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt haben sich nach Angaben der EU-Kommission bereits 18 Staaten an der Hilfsaktion beteiligt. Bei den j\u00fcngsten Transfers seien zuletzt Anfang des Monats 15 Patienten nach Deutschland, vier in die Niederlande sowie je 2 nach Tschechien und Norwegen gebracht worden, teilte die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde mit. Der f\u00fcr das EU-Krisenmanagement zust\u00e4ndige Kommissar <strong>Janez Lenar\u010di\u010d<\/strong> sagte, er danke allen L\u00e4ndern, die in dieser kritischen Zeit ukrainische Patienten aufn\u00e4hmen. Die Solidarit\u00e4t in der EU rette Leben, da der russische Krieg das ukrainische Gesundheitssystem an den Rand der Leistungsf\u00e4higkeit bringe. (5. August)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EZB-Umfrage: Verbraucher erwarten h\u00f6here Inflation<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main &#8211; Die Verbraucher in der Eurozone rechnen laut einer neuen Umfrage der <strong>Europ\u00e4ischen Zentralbank<\/strong> (EZB) mit einer h\u00f6here Inflation und einer schw\u00e4cheren Wirtschaftsentwicklung. Im Juni erwarteten sie eine j\u00e4hrliche Preissteigerungsrate auf Sicht von zw\u00f6lf Monaten von 5,0 Prozent, teilte die EZB am 4. August in Frankfurt mit. Dies ist etwas mehr als noch im Mai. Mit Blick auf die kommenden drei Jahre stiegen die Erwartungen merklicher von 2,5 Prozent im Vormonat auf 2,8 Prozent. Die EZB strebt auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent an.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Erwartungen f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung waren noch etwas pessimistischer als im Vormonat. So rechnen die Befragten auf Sicht von einem Jahr mit einer Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um 1,3 Prozent. Gleichzeitig sehen die Verbraucher einen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Einkommenserwartungen auf Sicht von einem Jahr blieben unver\u00e4ndert bei einem Anstieg um 0,9 Prozent. Allerdings erwarten die befragten Haushalte mit 3,9 Prozent gleichzeitig einen deutlich h\u00f6heren Anstieg der Ausgaben. Vor allem \u00e4rmere Haushalte sehen deutlich h\u00f6here Ausgaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Verbraucherumfrage (\u00abConsumer Expectations Survey\u00bb) wurde erstmalig ver\u00f6ffentlicht und soll nun monatlich erscheinen. Die EZB befragte 14 000 Personen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und Belgien. Diese L\u00e4nder sind f\u00fcr rund 85 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der Eurozone verantwortlich. Inflationserwartungen spielen eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr die Geldpolitik der Notenbank. (4. August)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutschen Maschinenbauer haben die geplanten EU-Berichtspflichten f\u00fcr Unternehmen zur Nachhaltigkeit kritisiert. Nach ihren \u00c4u\u00dferungen zum Taiwan-Konflikt hat China Bundesau\u00dfenministerin Annalena Baerbock Einmischung in innere Angelegenheiten vorgeworfen. 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