{"id":294785,"date":"2024-07-03T15:31:19","date_gmt":"2024-07-03T13:31:19","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.dpa.com\/?p=294785"},"modified":"2024-07-03T15:31:25","modified_gmt":"2024-07-03T13:31:25","slug":"wahlbeteiligung-zum-europaeischen-parlament-bleibt-niedrig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wahlbeteiligung-zum-europaeischen-parlament-bleibt-niedrig\/","title":{"rendered":"Wahlbeteiligung zum Europ\u00e4ischen Parlament bleibt niedrig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen dem 6. und 9. Juni 2024 w\u00e4hlten die B\u00fcrger der Europ\u00e4ischen Union die n\u00e4chsten 720 Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments. Laut vorl\u00e4ufigen Ergebnissen und Daten des Europ\u00e4ischen Parlaments gaben bei den Wahlen 51,06 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme zum Europ\u00e4ischen Parlament ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist ein leichter Anstieg im Vergleich zu den Wahlen 2019 (50,66 Prozent) und der h\u00f6chste Wert seit 1994 (56,67 Prozent). Dennoch hat fast die H\u00e4lfte der EU-Wahlberechtigten nicht an der Wahl teilgenommen. Das Europ\u00e4ische Parlament ist das einzige direkt gew\u00e4hlte Organ der Union, welches die Interessen der B\u00fcrger vertritt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Seit den ersten Direktwahlen in den 1970er Jahren bis 2019 sank die Wahlbeteiligung stetig&#8220;, sagte Stefan Lehne, Senior Fellow bei Carnegie Europe, im Interview mit dem European Newsroom (enr). &#8222;Eine gro\u00dfe Ausnahme bildeten die Wahlen 2019, als die Beteiligung um etwa 10 Prozent stieg&#8220;, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Tatsache, dass das relativ hohe Niveau von 2019 gehalten wurde, zeigt, dass die EU f\u00fcr das Leben der Menschen relevant ist&#8220;, sagte Lehne. Er erg\u00e4nzte jedoch: &#8222;Der Umstand, dass im Grunde genommen alle nationalen Parlamentswahlen eine viel h\u00f6here Wahlbeteiligung aufweisen, zeigt, dass die nationale Politik immer noch Vorrang vor der europ\u00e4ischen Politik hat.&#8220;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">F\u00fcr wen haben die EU-B\u00fcrger gestimmt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von den 720 Sitzen im Parlament erh\u00e4lt jeder der 27 EU-Mitgliedstaaten eine bestimmte Anzahl. Sie wird vor Beginn der Wahlen festgelegt und richtet sich nach der Bev\u00f6lkerungszahl des jeweiligen Mitgliedstaats.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Sitze werden von nationalen Vertretern (MdEP) verschiedener politischer Parteien besetzt, die von den EU-B\u00fcrgern direkt gew\u00e4hlt werden. Im September 2023 stimmten die Abgeordneten dem Beschluss der EU-Staats- und Regierungschefs zu, die Gesamtzahl f\u00fcr die n\u00e4chste Legislaturperiode von 705 auf 720 Sitze zu erh\u00f6hen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die H\u00f6chstzahl der Sitze, die einem Land zugestanden werden, betr\u00e4gt 96. Das trifft auf Deutschland zu, mit \u00fcber 84 Millionen Einwohnern. Das zweitgr\u00f6\u00dfte Land, Frankreich, hat 81 Sitze bei einer Bev\u00f6lkerung von etwa 68 Millionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um sicherzustellen, dass die EU-B\u00fcrger aus allen Mitgliedstaaten ein Mindestma\u00df an Repr\u00e4sentation erhalten, wurde die niedrigste Anzahl von Sitzen pro Land auf 6 festgelegt. Dies betrifft kleinere L\u00e4nder wie Malta, Luxemburg und Zypern. Malta z\u00e4hlt etwa 500.000 Einwohner, Luxemburg rund 650.000 und Zypern fast 1,3 Millionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240618PHT22119_original-1024x1024.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-294808\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240618PHT22119_original-1024x1024.png 1024w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240618PHT22119_original-980x980.png 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/20240618PHT22119_original-480x480.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Unterschiedliche Wahlbeteiligung in der EU<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Motivation der EU-B\u00fcrger, zur Wahlurne zu gehen und ihre Vertreter zu w\u00e4hlen, ist in der EU nach wie vor gering. Au\u00dferdem \u201cgibt es gro\u00dfe Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten&#8220;, betrachtet man die Wahlbeteiligung innerhalb des Blocks, so Lehne. &#8222;Vor allem in den mittel- und osteurop\u00e4ischen Staaten ist die Wahlbeteiligung immer noch deutlich niedriger als im \u00fcbrigen Europa&#8220;.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Kroatien lag die Wahlbeteiligung bei nur 21,35 Prozent, noch niedriger als die ohnehin schon geringe Beteiligung von 29,85 Prozent im Jahr 2019. Litauen (28,35 Prozent im Vergleich zu 56,48 Prozent im Jahr 2019) ist das einzige andere EU-Land mit einer Wahlbeteiligung unter 30 Prozent.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die h\u00f6chste Wahlbeteiligung wurde in Belgien verzeichnet, wo die Verfassung des Landes eine Wahlpflicht vorsieht. Am 9. Juni fanden dort die Bundes-, Regional- und Europawahlen gleichzeitig statt. Luxemburg und Malta folgten mit der zweit- und dritth\u00f6chsten Beteiligung: In Luxemburg lag sie bei 82,29 Prozent (2019: 84,24 Prozent), in Malta bei 73 Prozent (2019:72,7 Prozent).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Wahlbeteiligung in den 27 Mitgliedstaaten und zur Sitzverteilung im n\u00e4chsten 720-k\u00f6pfigen Parlament. Die vollst\u00e4ndige Liste, geordnet nach der h\u00f6chsten bis zur niedrigsten Wahlbeteiligung bei den Wahlen 2024, gibt es hier: Vollst\u00e4ndige Liste in diesem Dokument.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"940\" height=\"687\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/typoe4wdc9lhoix6p34qik.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-294830\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/typoe4wdc9lhoix6p34qik.png 940w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/typoe4wdc9lhoix6p34qik-480x351.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 940px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel ist Teil von enr&#8217;s EU Elections Spotlight: Die EU nach den Europawahlen.\u00a0Der Inhalt basiert auf Nachrichten der am enr beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Angaben des Europ\u00e4ischen Parlaments hat etwas mehr als die H\u00e4lfte der EU-W\u00e4hler bei den Europawahlen im Juni ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung variiert in den einzelnen Mitgliedstaaten der Union und ist bei den EU-weiten Wahlen niedriger als bei den jeweiligen nationalen Parlamentswahlen.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":262139,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[15368],"tags":[147],"class_list":["post-294785","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-post-elections-eu","tag-eu"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=294785"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/294785\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/262139"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=294785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=294785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=294785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}