{"id":36237,"date":"2022-09-01T09:47:36","date_gmt":"2022-09-01T08:47:36","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=36237"},"modified":"2022-09-01T09:48:15","modified_gmt":"2022-09-01T08:48:15","slug":"oesterreich-schliesst-derzeit-teilnahme-an-eu-trainingsmission-fuer-ukraine-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/oesterreich-schliesst-derzeit-teilnahme-an-eu-trainingsmission-fuer-ukraine-aus\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich schlie\u00dft derzeit Teilnahme an EU-Trainingsmission f\u00fcr Ukraine aus"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prag &#8211; Eine Teilnahme \u00d6sterreichs an einer EU-Trainingsmission f\u00fcr das im Krieg befindliche ukrainische Milit\u00e4r schlie\u00dft Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (\u00d6VP) derzeit aus. &#8222;Ich sehe zum jetzigen Zeitpunkt keine M\u00f6glichkeit, dabei zu sein&#8220;, sagte Tanner am Dienstag nach einem informellen Treffen mit ihren EU-Amtskollegen in Prag. Es m\u00fcssten nicht nur &#8222;rechtliche und \u00f6rtliche Fragen&#8220; gekl\u00e4rt werden, sondern auch inhaltliche, betonte sie weiter.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Dass wir da nat\u00fcrlich Grenzen haben, in einem Kriegszustand, steht au\u00dfer Frage&#8220;, antwortet Verteidigungsministerin Klaudia Tanner auf eine Frage nach der Neutralit\u00e4t.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zun\u00e4chst wird laut der Verteidigungsministerin eine sogenannte Fact Finding Mission binnen einem Monat ein Konzept erstellen. Sind alle Fragen einmal gekl\u00e4rt, wird \u00d6sterreich beurteilen, &#8222;wie wir damit umgehen&#8220;. Tanner verwies auch auf die Frage der \u00d6rtlichkeit, laut Vertrag der Europ\u00e4ischen Union muss eine entsprechende Mission au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union stattfinden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine EU-Ausbildungsmission braucht Einstimmigkeit unter den EU-Staaten. \u00d6sterreich k\u00f6nne sich aufgrund seiner Neutralit\u00e4t wieder &#8222;konstruktiv enthalten&#8220;, best\u00e4tigte Tanner. (30.8.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Brieger bef\u00fcrchtet einj\u00e4hrige Fortsetzung des Ukraine-Kriegs<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prag &#8211; Nach Einsch\u00e4tzung des Vorsitzenden des EU-Milit\u00e4rausschusses, Robert Brieger, d\u00fcrfte der Krieg in der Ukraine l\u00e4nger dauern. &#8222;Ich k\u00f6nnte mir eine einj\u00e4hrige Fortsetzung des Kriegs leider vorstellen&#8220;, sagte der \u00d6sterreicher am Rande eines Treffens der EU-Verteidigungsminister am Dienstag in Prag. Auf die Frage nach einem m\u00f6glichen Ausgang des Kriegs erkl\u00e4rte Brieger: &#8222;Derzeit sind noch beide Lager sehr weit voneinander entfernt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Man ist sich auch nicht sicher, ob die russischen Ambitionen nicht \u00fcber die Ukraine hinaus reichen&#8220;, sagt der Vorsitzende des EU-Milit\u00e4rausschusses und fr\u00fchere \u00f6sterreichische Generalstabschef, Robert Brieger. <\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem Milit\u00e4rexperten hat sich der Krieg zu einem &#8222;Abnutzungskrieg&#8220; entwickelt. Derzeit sei die Ukraine bestrebt, mit kleineren Gegenoffensiven Terrain wiederzugewinnen und da sei die Stadt Cherson ein Schwerpunkt, erkl\u00e4rt Brieger. Das Ergebnis werde in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen erkennbar sein. Er betonte au\u00dferdem, dass &#8222;die Intensit\u00e4t des ukrainischen Widerstands nat\u00fcrlich sehr urs\u00e4chlich mit den westlichen Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen zusammenh\u00e4ngt&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU pr\u00fcft derzeit eine EU-Ausbildungsmission f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r. F\u00fcr Brieger gilt es dabei &#8222;Duplizierungen&#8220; zu vermeiden und existierende bilaterale Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen nicht zu konterkarieren. &#8222;Es sollte ein Mehrwert geschaffen werden, das ist das Ziel der neuen Initiative&#8220;, so der Leiter des EU-Milit\u00e4rausschusses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine EU-Ausbildungsmission in der Ukraine h\u00e4lt Brieger derzeit f\u00fcr nicht denkbar, im Gegensatz zu einer Mission in einem EU-Staat. Dort k\u00f6nnte spezifisch auf die ukrainischen Bed\u00fcrfnisse eingegangen und kurz-, mittel- und langfristige Ausbildungsma\u00dfnahmen zum Beispiel im taktischen Bereich realisiert werden. Es h\u00e4tte insofern einen &#8222;gegenseitigen Mehrwert&#8220;, so Brieger, &#8222;weil die Ukraine als ein kriegf\u00fchrendes Land \u00fcber Erfahrungen verf\u00fcgt, die die westlichen Staaten derzeit nat\u00fcrlich nicht haben&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun gilt es zu kl\u00e4ren, ob eine Mission auf dem Territorium eines EU-Staates erfolgen k\u00f6nne. Brieger gab sich zuversichtlich und verwies auf Pr\u00e4zedenzf\u00e4lle. Ausschlaggebend sei weniger der Austragungsort der Mission, sondern mehr der Inhalt, betonte er. Auch m\u00fcsse noch die Finanzierung gekl\u00e4rt werden. (31.8.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ukraine &#8211; EU schickt Jodtabletten gegen Atomunfall<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die EU hat 5,5 Millionen Kaliumjodid-Tabletten an die Ukraine geschickt, um die Bev\u00f6lkerung vor m\u00f6glicher Radioaktivit\u00e4t aus dem umk\u00e4mpften Atomkraftwerk Saporischschja zu sch\u00fctzen. \u00d6sterreich stellt 500.000 solcher Tabletten zur Verf\u00fcgung, teilte die EU-Kommission in Br\u00fcssel am Dienstag mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ukraine habe vergangenen Freitag selbst um die Tabletten als Vorsichtsma\u00dfnahme rund um das AKW Saporischschja gebeten, hie\u00df es weiter. Kaliumjodid-Tabletten w\u00fcrde nur in Szenarien verabreicht, wenn eine Aufnahme von bereits in den K\u00f6rper gelangten radioaktiven Stoffen \u00fcber die Schilddr\u00fcse verhindert werden soll. Die Hilfe im Umfang von \u00fcber einer halben Million Euro sei \u00fcber den EU-weiten Katastrophenschutz &#8222;rescEU&#8220; organisiert worden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1311\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/urnnewsmldpa.com20090101220805-99-282967-v3-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33551\"\/><figcaption>Um das Kernkraftwerk Saporischschja im S\u00fcden der Ukraine werden immer wieder K\u00e4mpfe gemeldet. Foto: Olexander Prokopenko\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der zust\u00e4ndige EU-Kommissar Janez Lenar\u010di\u010d dankte \u00d6sterreich f\u00fcr den Beitrag und forderte ein sofortiges Ende der Angriffe auf das ukrainische Atomkraftwerk. Es sei, &#8222;inakzeptabel, das Leben von Zivilisten zu gef\u00e4hrden&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der anhaltende Beschuss von Europas gr\u00f6\u00dftem Atomkraftwerk Saporischschja hat Furcht vor einer Nuklearkatastrophe gesch\u00fcrt. Die Ukraine und Russland werfen sich gegenseitig Angriffe auf das AKW vor. Experten der in Wien ans\u00e4ssigen Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) sind derzeit auf dem Weg zum AKW Saporischschja. Es wird erwartet, dass sie dort in den n\u00e4chsten Tagen eine Inspektion aufnehmen. (30.8.2022)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU pr\u00fcft eine m\u00f6gliche EU-Ausbildungsmission f\u00fcr das ukrainische Milit\u00e4r. \u00d6sterreich schlie\u00dft die Teilnahme aufgrund seiner Neutralit\u00e4t zum jetzigen Zeitpunkt aus. Der Krieg d\u00fcrfte laut dem Vorsitzenden des EU-Milit\u00e4rausschusses, Robert Brieger, aber noch l\u00e4nger andauern. Aus Angst vor einem Atomunfall schickt die EU unterdessen Jodtabletten in die Ukraine. <\/p>\n","protected":false},"author":57,"featured_media":21113,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-36237","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36237","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/57"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=36237"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/36237\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/21113"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=36237"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=36237"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=36237"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}