{"id":38345,"date":"2022-09-05T11:29:55","date_gmt":"2022-09-05T10:29:55","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=38345"},"modified":"2022-09-05T11:30:31","modified_gmt":"2022-09-05T10:30:31","slug":"eu-kommission-nord-stream-1-unter-falschen-vorwaenden-stillgelegt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-kommission-nord-stream-1-unter-falschen-vorwaenden-stillgelegt\/","title":{"rendered":"EU-Kommission: Nord Stream 1 unter \u00abfalschen Vorw\u00e4nden\u00bb stillgelegt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\u00a0&#8211;\u00a0Die Europ\u00e4ische Kommission hat dem russischen Staatskonzern Gazprom vorgeworfen, den Gasfluss \u00fcber die Ostseepipeline Nord Stream 1 wegen falscher Vorw\u00e4nde aufzuhalten. \u00abDie Ank\u00fcndigung von Gazprom von heute Nachmittag, Nord Stream 1 erneut unter falschen Vorw\u00e4nden stillzulegen, ist ein weiterer Beleg seiner Unzuverl\u00e4ssigkeit als Lieferant\u00bb, schrieb ein Sprecher der EU-Kommission am Freitagabend auf Twitter. Es sei auch ein Beweis f\u00fcr den Zynismus Russlands, da es vorziehe, Gas zu verbrennen statt Vertr\u00e4ge zu erf\u00fcllen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gazprom hatte zuvor angek\u00fcndigt, den Gasfluss \u00fcber Nord Stream 1 nicht wie angek\u00fcndigt nach einer Wartung wieder aufzunehmen. Grund sei ein \u00d6laustritt in der Kompressorstation Portowaja. Bis zur Beseitigung bleibe der Gasdurchfluss gestoppt. Es war damit gerechnet worden, dass nach Abschluss der angek\u00fcndigten dreit\u00e4gigen Wartungsarbeiten ab Samstagmorgen wieder Gas durch die Leitung flie\u00dft. (02. September) <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rettungsschiff legt mit Hunderten Migranten an Bord in Italien an<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Taranto\u00a0&#8211;\u00a0Das Seenotrettungsschiff \u00abOcean Viking\u00bb hat 459 Migranten in der s\u00fcditalienischen Stadt Taranto (Tarent)\u00a0an Land bringen d\u00fcrfen. Nach mehr als einer Woche Warten hatten die Beh\u00f6rden dem Schiff der Organisation SOS Mediterran\u00e9e die Erlaubnis dazu erteilt. Am Sonntagvormittag wurde der Hafen in der Region Apulien erreicht. Die Menschen waren nach Angaben der Helfer in zehn Rettungsaktionen im zentralen Mittelmeer an Bord geholt worden. Unterdessen wartete das Schiff \u00abGeo Barents\u00bb von \u00c4rzte ohne Grenzen mit 267 Migranten an Bord weiter auf die Zuweisung eines Hafens. Vier Anfragen an Malta und bislang sechs Gesuche an Italien seien ignoriert worden, teilte die internationale Organisation mit.<br><br>Laut UN-Zahlen starben allein in diesem Jahr mehr als 1000 Menschen im zentralen Mittelmeer oder gelten als vermisst. Das italienische Innenministerium z\u00e4hlte bis Freitag mehr als 59 000 angekommene Bootsmigranten in diesem Jahr &#8211; im Vergleichszeitraum 2021 waren es knapp 40 000 gewesen. Den Anstieg der Zahlen f\u00fchren Experten unter anderem auf die schlimmer gewordene Situation im B\u00fcrgerkriegsland Libyen zur\u00fcck. Italiens Rechtsparteien, denen ein Wahlsieg in drei Wochen vorhergesagt wird, wollen die \u00dcberfahrten aus Afrika stoppen. (4. September) <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU er\u00f6ffnet neues B\u00fcro im Silicon Valley<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Washington\u00a0&#8211;\u00a0Die Europ\u00e4ische Union (EU) will bei digitalen Themen st\u00e4rker mit den USA zusammenarbeiten und er\u00f6ffnet deshalb ein neues B\u00fcro in der kalifornischen Metropole San Francisco. Die Region gilt als globales Zentrum f\u00fcr digitale Technologie und Innovation. Dort liegen die Start-up-Szene und Technologieunternehmen des Silicon Valley und renommierte Universit\u00e4ten in Stanford und Berkeley.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EU-Au\u00dfenbeauftragte Josep Borrell bezeichnete die Er\u00f6ffnung als einen \u00abkonkreten Schritt, um die Arbeit der EU in Fragen wie Cyber- und hybride Bedrohungen sowie ausl\u00e4ndische Informationsmanipulation und Einmischung weiter zu verst\u00e4rken\u00bb. Das EU-B\u00fcro in San Francisco werde sich unter anderem f\u00fcr die F\u00f6rderung von EU-Standards und -Technologien einsetzen. Der Europ\u00e4ische Rat hatte sich j\u00fcngst darauf geeinigt, das Vorgehen in Bezug auf die Herausforderungen durch neue digitale Technologien st\u00e4rker abzustimmen. (1. September) <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Entwurf f\u00fcr Notfallplan: EU-Kommission gegen EU-weiten Gaspreisdeckel<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\u00a0&#8211;\u00a0In einem ersten Entwurf f\u00fcr Notfallma\u00dfnahmen gegen die hohen Strompreise r\u00e4t die Europ\u00e4ische Kommission von einem EU-weiten Gaspreisdeckel ab. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde habe eine Reihe von Ma\u00dfnahmen analysiert, unter anderem eine Ausweitung des Gaspreisdeckels in Spanien und Portugal auf ganz Europa, wie aus dem Entwurf hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. \u00abDie meisten dieser Optionen w\u00e4ren nicht geeignet, da sie zu einem Anstieg der Strom- und Gasnachfrage f\u00fchren und ein Risiko f\u00fcr die Sicherheit der Elektrizit\u00e4tsversorgung bieten w\u00fcrden.\u00bb Stattdessen setzt die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde auf Stromsparma\u00dfnahmen und will die Profite von Energiefirmen teils umverteilen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der deutsche Europaabgeordnete Michael Bloss (Gr\u00fcne) kommentierte, die Kommission wage es endlich, die \u00dcbergewinne der Energieunternehmen anzugehen. \u00abDamit schaffen wir endlich Grundlage f\u00fcr das dringend ben\u00f6tigte europ\u00e4ische Energiegeld.\u00bb Sein Kollege Markus Ferber (CSU) monierte hingegen, eine schnelle L\u00f6sung der Begrenzung der Strompreise, ohne die Versorgungssicherheit zu gef\u00e4hrden, k\u00f6nne die Beh\u00f6rde nicht bieten. \u00abStromsparen allein reicht nicht\u00bb, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit wird der Strompreis in Europa wegen der hohen Nachfrage vor allem von teuren Gaskraftwerken angegeben, die zur Stromproduktion genutzt werden. Andere Energiefirmen, die zum Beispiel durch Sonne billiger Strom produzieren, machen gro\u00dfe Gewinne, weil sie ihren Strom auch zu dem h\u00f6heren Preis verkaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Diskussionspapier soll bei einem Energieministertreffen diese Woche diskutiert werden. Einen konkreten Vorschlag k\u00f6nnte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen dann bei ihrer Rede zu Lage der Union am 14. September machen. (1. September) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission wirft Gazprom  \u00abfalsche Vorw\u00e4nde\u00bb hinsichtlich des Stopps von Nord Stream1 vor. In Italien legt ein Rettungsschiff mit  Hunderten Migranten an, w\u00e4hrend die EU ein neues B\u00fcro im Silicon Valley er\u00f6ffnet und die EU-Kommission sich gegen einen EU-weiten Gaspreisdeckel ausspricht. <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":38231,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[1203,837,1091,2029],"class_list":["post-38345","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eu-kommission","tag-migration-de","tag-nord-stream-1","tag-notfallplan"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38345","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=38345"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/38345\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38231"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=38345"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=38345"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=38345"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}