{"id":39439,"date":"2022-09-08T09:07:53","date_gmt":"2022-09-08T08:07:53","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=39439"},"modified":"2022-09-08T11:09:18","modified_gmt":"2022-09-08T10:09:18","slug":"zahl-der-asylbewerber-in-deutschland-steigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/zahl-der-asylbewerber-in-deutschland-steigt\/","title":{"rendered":"Zahl der Fl\u00fcchtlinge in Deutschland steigt"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin &#8211; Nach der Aufhebung vieler Corona-bedingter Reisebeschr\u00e4nkungen kommen wieder mehr Asylbewerber nach Deutschland. In St\u00e4dten wie Dortmund, Bonn oder Berlin, in denen seit dem Fr\u00fchjahr besonders viele Kriegsfl\u00fcchtlinge aus der Ukraine Zuflucht gesucht haben, sorgt das inzwischen f\u00fcr Schwierigkeiten bei der Unterbringung, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Auskunft des Bundesinnenministeriums wurden beim Bundesamt f\u00fcr Migration und Fl\u00fcchtlinge (Bamf) in den ersten sieben Monaten dieses Jahres 113 171 Asylantr\u00e4ge gestellt, rund 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zieht man die Folgeantr\u00e4ge ab, bleiben 98 395 Antr\u00e4ge von Schutzsuchenden, die erstmalig beim Bamf vorstellig wurden. Das ist deutlich weniger als in der sogenannten Fl\u00fcchtlingskrise von 2015\/2016.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hinzu kommen jedoch die Kriegsfl\u00fcchtlinge aus der Ukraine, die auch untergebracht werden m\u00fcssen. Da zu dieser Gruppe viele Frauen mit Kindern z\u00e4hlen, m\u00fcssen sich die Kommunen auch um Schulpl\u00e4tze k\u00fcmmern. Am 26. August waren im Ausl\u00e4nderzentralregister knapp 985 000 Menschen erfasst, die wegen des Krieges in der Ukraine nach Deutschland eingereist sind. Ein Teil von ihnen d\u00fcrfte bereits wieder ausgereist sein. Auch lassen sich nicht alle Ukraine-Fl\u00fcchtlinge sofort registrieren, so dass die Zahl nur bedingt aussagekr\u00e4ftig ist. (8. September)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Europ\u00e4ischer Schiffbau sieht Chance in klimaneutraler Nachr\u00fcstung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hamburg &#8211; Die seit Jahren von asiatischer Billigkonkurrenz bedr\u00e4ngte maritime Industrie in Europa sieht riesige Chancen in der klimaneutralen Nachr\u00fcstung zehntausender auf den Weltmeeren verkehrender Schiffe. \u00abDie bestehende Ausr\u00fcstung zu modifizieren, das ist die Herausforderung, und hier kommt Europa ins Spiel\u00bb, sagte der Chef des Motorenherstellers MAN Energy Solutions, <strong>Uwe Lauber<\/strong>, am Dienstag zum Auftakt der Schiffbaumesse SMM in Hamburg. \u00abDenn wir haben die guten Ingenieure, wir haben das Know-how, und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir auch die Werften haben, die die Modifikationen durchf\u00fchren k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den Bau gro\u00dfer Tanker oder Containerschiffe haben europ\u00e4ische Werften l\u00e4ngst an die asiatische Konkurrenz abgegeben. Verbliebene Dom\u00e4nen sind im wesentlichen der Bau von technologisch anspruchsvollen Wasserfahrzeugen, wie Luxusjachten, Kreuzfahrtschiffen sowie Milit\u00e4r- und anderen Spezialschiffen. \u00abAber Nachr\u00fcstungen, das kann auch f\u00fcr uns hier in Europa eine Chance sein, und wir sollten diese Herausforderung nutzen\u00bb, sagte <strong>Lauber<\/strong>. Sein Unternehmen, eine VW-Tochter, z\u00e4hlt zu den weltweit f\u00fchrenden Herstellern von Schiffsantrieben und geh\u00f6rt damit zu der international weiterhin sehr erfolgreichen Schiffbau-Zulieferindustrie in Europa. (6. September)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Waldbr\u00e4nde des Sommers verursachen h\u00f6chste Emissionen seit 2007<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">London &#8211; Die gro\u00dfe Zahl an Waldbr\u00e4nden hat in Europa in diesem Sommer zu den h\u00f6chsten Emissionen im Rauch enthaltener Luftschadstoffe der vergangenen 15 Jahre gef\u00fchrt. Wie der Copernicus-Atmosph\u00e4ren\u00fcberwachungsdienst Cams der EU am Dienstag mitteilte, werden die zwischen Anfang Juni und Ende August in der Europ\u00e4ischen Union und Gro\u00dfbritannien ausgesto\u00dfenen Mengen an Kohlenstoff auf 6,4 Megatonnen gesch\u00e4tzt &#8211; so viel wie seit 2007 nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abDie Kombination der Hitzewelle im August mit ausgedehnten trockenen Bedingungen in Westeuropa resultierte in erh\u00f6hter Zahl, Intensit\u00e4t und Dauer von Waldbr\u00e4nden\u00bb, <\/p><cite>hie\u00df es in der Copernicus-Mitteilung.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Quelle der Emissionen seien vor allem verheerende Br\u00e4nde in S\u00fcdwestfrankreich und auf der Iberischen Halbinsel gewesen. Dort lag die Freisetzung sogar auf dem h\u00f6chsten Stand seit zwei Jahrzehnten. (6. September)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Kommission will Vorschlag zu Medienfreiheitsgesetz vorstellen<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/220902-99-606109-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37269\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/220902-99-606109-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/220902-99-606109-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>Vera Jourova, Vizepr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission. Bild: Christophe Licoppe\/Europ\u00e4ische Kommission\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Medien in der Europ\u00e4ischen Union sollen nach dem Willen der EU-Kommission besser vor Versuchen der Einflussnahme gesch\u00fctzt werden. Die Kommission werde in der kommenden Woche den Entwurf f\u00fcr ein Medienfreiheitsgesetz vorlegen, sagte Vizepr\u00e4sidentin<strong> Vera Jourova<\/strong> am Dienstagabend in Br\u00fcssel zum Start des European Newsroom (enr).<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u00abWenn wir einen solch negativen Trend sehen &#8211; politischen Druck, wirtschaftlichen Druck, zunehmende Drohungen und Gewalt gegen Journalisten &#8211; m\u00fcssen wir handeln\u00bb, <\/p><cite>sagte Jourova.<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ziel ist es ihren Angaben zufolge unter anderem, die Vergabe staatlicher Werbegelder transparenter zu machen. Auch sollten journalistische Quellen besser gesch\u00fctzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beispiele f\u00fcr staatliche Einflussnahme nannte <strong>Jourova <\/strong>nicht. Zuletzt hatte die EU-Kommission aber beispielsweise gegen Ungarn Klage vor dem Europ\u00e4ischen Gerichtshof eingereicht, weil die Beh\u00f6rden in dem Land den unabh\u00e4ngigen Radiosender Klubradio zur Aufgabe seines UKW-Sendebetriebs gezwungen hatten. <strong>Jourova <\/strong>machte deutlich, dass sie heftigen Widerstand einiger EU-Staaten gegen den geplanten Vorschlag f\u00fcr den Rechtsakt erwartet. \u00abEs wird ein gro\u00dfer Kampf\u00bb, sagte sie. (6. September)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU k\u00f6nnte Visaerleichterung f\u00fcr Russische Staatsb\u00fcrger ab Montag aufheben<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Das zwischen der EU und Russland geschlossene Abkommen zur Erleichterung der Visa-Vergabe k\u00f6nnte bereits ab kommendem Montag ausgesetzt werden. Die&nbsp;EU-Kommission schlug den Schritt am Dienstag offiziell in&nbsp;Br\u00fcssel vor, nachdem die EU-Staaten zuletzt eine Grundsatzeinigung dar\u00fcber erzielt hatten. Sie sei zuversichtlich, dass der Rat der EU-Staaten den Vorschlag in dieser Woche formell annehmen werde, sagte EU-Innenkommissarin <strong>Ylva Johansson<\/strong>. \u00abDas bedeutet, dass wir am Montagmorgen eine neue gemeinsame Visaregelung f\u00fcr Russland haben werden.\u00bb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies d\u00fcrfte dazu f\u00fchren, dass russische Touristen deutlich l\u00e4nger auf ihr Visum warten m\u00fcssen. Zudem m\u00fcssen sie in der Regel 80 statt 35 Euro Bearbeitungsgeb\u00fchr bezahlen. Der Zugang zu Visa, die f\u00fcr mehrfache Einreisen g\u00fcltig sind, werde beschr\u00e4nkt, sagte <strong>Johansson<\/strong>. Der Schritt ist eine weitere Strafma\u00dfnahme der EU in Reaktion auf den russischen Krieg gegen die Ukraine. (6. September)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Aufhebung vieler Corona-bedingter Reisebeschr\u00e4nkungen kommen wieder mehr Asylbewerber nach Deutschland. In einigen Regionen wird es deshalb eng. Weitere Nachrichten der Woche: Der europ\u00e4ische Schiffbau sieht seine Chance im Kampf gegen die asiatische Konkurrenz in der klimaneutralen Nachr\u00fcstung und die EU-Kommission will einen Vorschlag zum Medienfreiheitsgesetz vorstellen. <\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":40291,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[117,147,2305,3009,1191,3001,839,2999,2997,1897],"class_list":["post-39439","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-deutschland","tag-eu","tag-fluechtlinge","tag-integration","tag-medien","tag-medienfreiheit","tag-migration-de-2","tag-schiffsbau","tag-waldbraende","tag-wirtschaft"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39439","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39439"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39439\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/40291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39439"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39439"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39439"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}