{"id":40071,"date":"2022-09-08T10:30:09","date_gmt":"2022-09-08T09:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=40071"},"modified":"2022-09-08T10:33:08","modified_gmt":"2022-09-08T09:33:08","slug":"strompreisdeckel-oesterreich-sponsert-tarif-bis-mitte-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/strompreisdeckel-oesterreich-sponsert-tarif-bis-mitte-2024\/","title":{"rendered":"Strompreisdeckel: \u00d6sterreich sponsert Tarif bis Mitte 2024"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00f6sterreichische Regierung hat am Mittwoch im Ministerrat die Strompreisbremse beschlossen. Diese deckelt den Tarif \u00fcberraschend sogar bis Mitte 2024. Erstmals soll die Erleichterung auf der Stromrechnung f\u00fcr Dezember ablesbar sein. Konkret wird der Preis bis zu einem Verbrauch von 2.900 Kilowattstunden gesponsert. Bis dahin sind nur 10 Cent pro Kilowattstunde zu bezahlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bremse wird damit f\u00fcr 80 Prozent des Durchschnittsverbrauchs eines Haushalts wirksam, erl\u00e4uterte Infrastrukturministerin Leonore Gewessler (Gr\u00fcne). Im Schnitt sind das 500 Euro Ersparnis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zehn Cent wurden hergenommen, weil es sich dabei um den Vor-Krisen-Preis handelt. Der von der Regierung festgelegte obere Schwellenwert liegt bei 40 Cent pro Kilowattstunde. Das hei\u00dft: Wer 40 Cent pro Kilowattstunde zahlen muss, erh\u00e4lt 30 Cent vom Staat. Bei 45 Cent sind es ebenfalls 30 Cent. Mit der Obergrenze soll n\u00e4mlich verhindert werden, dass Energieversorgungsunternehmen angesichts dieser Unterst\u00fctzungsleistung die Preise weiter anheben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bundeskanzler Karl Nehammer (\u00d6VP) betonte im Pressefoyer nach der Regierungssitzung, dass von den Rundfunkgeb\u00fchren (GIS) Befreite noch eine zus\u00e4tzliche Unterst\u00fctzung erhalten sollen. Laut Gewessler werden sie bis zu 200 Euro zus\u00e4tzlich einsparen. Denn es wird f\u00fcr diese Gruppe, die rund 200.000 Personen umfasst, einen Abschlag von 75 Prozent der Netzkosten geben.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"712\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ABD_20220728_ABD0091-1024x712.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-29703\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ABD_20220728_ABD0091-980x681.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/ABD_20220728_ABD0091-480x334.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>Kanzler Nehammer sprach von einer schnellen, einfachen und niederschwelligen L\u00f6sung. Foto: Georg Hochmuth\/APA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Haushalte mit mehr als drei Personen k\u00f6nnen per Antrag weitere Erleichterungen bekommen. Hier wird das Modell erst ausgearbeitet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nehammer sprach insgesamt von einer schnellen, einfachen und niederschwelligen L\u00f6sung, passiere die Deckelung doch automatisch. Vizekanzler Werner Kogler (Gr\u00fcne) betonte, dass man mit den Zusch\u00fcssen f\u00fcr die Menschen den Grundbedarf an Strom absichern wolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Billig ist das Sponsoring nicht. Laut Finanzminister Magnus Brunner (\u00d6VP) werden die Kosten drei bis vier Milliarden betragen. (8.9.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">\u00d6sterreich gespalten in Frage nach EU-Reaktion auf Russland<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; \u00d6sterreich ist in der Frage nach der Reaktion der Europ\u00e4ischen Union auf die russische Invasion in der Ukraine gespalten. W\u00e4hrend sich rund 50 Prozent der Befragten grunds\u00e4tzlich zufrieden zeigten, waren 46 Prozent anderer Meinung. Das geht aus einer am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Eurobaromter-Umfrage im Auftrag der EU-Kommission hervor. Damit liegt \u00d6sterreich nur knapp unter dem EU-Schnitt, wo sich 57 Prozent zufrieden und 34 nicht zufrieden zeigten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders hoch war die Zufriedenheit unter anderem in Polen, Portugal (beide 78 Prozent), D\u00e4nemark (76), Finnland (74) und Schweden (71). Das Gegenteil war in Griechenland (59 Prozent unzufrieden), Estland (54) und Tschechien (47) der Fall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In \u00d6sterreich f\u00fcrchteten unterdessen 43 Prozent der Befragten (EU-Durchschnitt: 36 Prozent) eine steigende Inflation und erh\u00f6hte Preise als Folge des Ukraine-Kriegs, 34 Prozent (EU: 36) eine gro\u00dfe Wirtschaftskrise und 31 Prozent (EU: 24) Versorgungsprobleme im Energie- und Lebensmittelbereich. 81 Prozent der hierzulande Befragten gaben an, der Krieg in der Ukraine habe &#8222;ernsthafte&#8220; wirtschaftliche Folgen f\u00fcr die Wirtschaft des Landes. 59 Prozent waren der Meinung, auch &#8222;ernsthafte&#8220; finanzielle Konsequenzen pers\u00f6nlich tragen zu m\u00fcssen. Im EU-Durchschnitt lagen die Werte bei 88 bzw. 62 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Als gr\u00f6\u00dfte Herausforderungen der Europ\u00e4ischen Union bezeichneten die befragten \u00d6sterreicher die steigende Inflation und Lebenskosten sowie die hohen Preise (36 Prozent\/EU: 34). Danach folgten die Energieversorgung (35 Prozent\/EU: 28) sowie der Klimawandel (23 Prozent\/EU: 20).<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Vertrauen in die EU ist in \u00d6sterreich allerdings nicht besonders gro\u00df. 44 Prozent der Befragten &#8222;neigten dazu, der EU zu trauen&#8220;, w\u00e4hrend 50 Prozent dies nicht taten, hie\u00df es in der Studie. Noch geringer ist das Vertrauen in die Bundesregierung: 39 Prozent der Befragten \u00e4u\u00dferten Vertrauen, 55 Prozent nicht. Generell hatten 35 Prozent der Befragten ein &#8222;positives&#8220; Bild der EU (EU: 47), ein &#8222;neutrales&#8220; hatten 37 Prozent (EU:36) und ein &#8222;negatives&#8220; 28 Prozent (EU: 16). <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die Umfrage wurden in \u00d6sterreich im Zeitraum zwischen dem 17. Juni und 5. Juli 2022 1.006 Personen befragt, innerhalb der EU insgesamt 26.468 Personen. (6.9.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Rauch will Corona-Impfstoffvertr\u00e4ge nachverhandeln<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Gesundheitsminister Johannes Rauch (Gr\u00fcne) will bestehende Corona-Impfstoffvertr\u00e4ge nachverhandeln. Vor einem informellen Treffen der EU-Gesundheitsminister am Mittwoch erkl\u00e4rte Raum im Gespr\u00e4ch mit der APA: &#8222;Es geht jetzt in Prag darum, mit den Herstellern mehr Flexibilit\u00e4t zu verhandeln.&#8220; Ziel sei es, Impfstoffe nach Bedarf abzurufen, einen Teil f\u00fcr n\u00e4chstes Jahr auf Herbst zu verschieben und Dosen auch weitergeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Impfstoffmangel sei nicht zu erwarten, sagte Rauch. &#8222;Alle haben aktuell zu viel Impfstoff&#8220;, so der Gesundheitsminister. &#8222;Jetzt ist viel klarer absch\u00e4tzbar, was der Bedarf ist.&#8220; Rauch hofft auf Ergebnisse mit den Herstellern &#8222;im Herbst&#8220;, bisherige Gespr\u00e4che seien &#8222;konstruktiv&#8220; verlaufen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"649\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/EuropaPress_3513956_enfermero_vacuna_trabajador_sanitario_instalaciones_hospital_enfermera-1024x649.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24735\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/EuropaPress_3513956_enfermero_vacuna_trabajador_sanitario_instalaciones_hospital_enfermera-980x621.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/EuropaPress_3513956_enfermero_vacuna_trabajador_sanitario_instalaciones_hospital_enfermera-480x304.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>&#8222;Alle haben aktuell zu viel Impfstoff&#8220;, betonte Gesundheitsminister Rauch. Foto: Europa Press\/Archiv<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In \u00d6sterreich seien &#8222;derzeit rund 17 Millionen Dosen vorr\u00e4tig&#8220;, zugleich gebe es 6,8 Millionen Teilgeimpfte, \u00d6sterreich brauche auch einen Puffer, so Rauch. Die n\u00e4chste Lieferung sei auch bereits im Dezember 2021 bestellt worden. Dabei gehe es um &#8222;12 Millionen Dosen, davon 2 Millionen Moderna und 10 Millionen Pfizer&#8220;, hier brauche es &#8222;mehr Flexibilit\u00e4t&#8220;, sagte der Gesundheitsminister.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;\u00d6sterreich hat bisher im Umfang von 760 Millionen Euro Impfstoffe beschafft&#8220;, sagte Rauch. Dies m\u00fcsse man jedoch in Relation zu den anderen Kosten in der Pandemie sehen. Rauch nannte &#8222;3,4 Milliarden Euro f\u00fcr Testen&#8220;, und &#8222;eine Woche Lockdown kostet eine Milliarde Euro&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Rauch will auch die Weitergabe von nicht ben\u00f6tigten Impfstoffen gemeinsam mit Hilfsorganisationen und der Austrian Development Agency (ADA) leichter gestalten. &#8222;Die Weitergabe von Dosen ist in den Vertr\u00e4gen sehr strikt geregelt. Ich bem\u00fche mich sehr darum, auch den globalen S\u00fcden im Auge zu haben&#8220;, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am gemeinsamen europ\u00e4ischen Beschaffungsvorgang will der Gesundheitsminister festhalten, &#8222;weil wir davon profitieren&#8220;. Rauch: &#8222;Wir haben als kleines Land keine Chance, wenn es nicht gelingt, das europ\u00e4isch zu akkordieren.&#8220; Die Etablierung eines europ\u00e4ischen Systems um Corona habe sich bew\u00e4hrt. Es gehe auch darum, &#8222;Big Pharma &#8222;auf Augenh\u00f6he&#8220; begegnen zu k\u00f6nnen. (6.9.2022)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend auf EU-Ebene noch \u00fcber Ma\u00dfnahmen gegen die exorbitanten Strompreise beraten wird, steigt \u00d6sterreich auf die Bremse. Mit rund 4 Milliarden Euro will die Bundesregierung den Tarif bis 2024 sponsern. Die \u00d6sterreicher sind unterdessen gespalten in der Frage, ob die EU-Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine angemessen sei.  Nicht mehr angemessen sind nach Ansicht von Gesundheitsminister Rauch die Corona-Impfstoffvertr\u00e4ge, diese sollten seiner Meinung nach nachverhandelt werden. <\/p>\n","protected":false},"author":57,"featured_media":38883,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-40071","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40071","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/57"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=40071"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/40071\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/38883"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=40071"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=40071"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=40071"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}