{"id":400931,"date":"2024-09-05T11:01:26","date_gmt":"2024-09-05T09:01:26","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=400931"},"modified":"2024-09-05T11:20:29","modified_gmt":"2024-09-05T09:20:29","slug":"eu-kommission-fordert-mehr-infos-zu-ungarns-sonderregeln-fuer-russen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-kommission-fordert-mehr-infos-zu-ungarns-sonderregeln-fuer-russen\/","title":{"rendered":"EU-Kommission fordert mehr Infos zu Ungarns Sonderregeln f\u00fcr Russen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die EU-Kommission verlangt im Streit um ungarische Einreise-Sonderregeln f\u00fcr Gastarbeiter aus Russland und Belarus mehr Informationen der Regierung in Budapest. In einer ersten Antwort auf zuvor gestellte Fragen habe die Regierung des ungarischen Ministerpr\u00e4sidenten <strong>Viktor Orb\u00e1n<\/strong> zwei Aspekte im Unklaren gelassen, sagte EU-Innenkommissarin <strong>Ylva Johansson<\/strong> in Br\u00fcssel. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abErstens: Warum? Warum h\u00e4lt die ungarische Regierung eine solche Regelung in der derzeitigen politischen Situation f\u00fcr notwendig oder angemessen?\u00bb, fragte sie. Die erwarteten wirtschaftlichen Vorteile f\u00fcr Ungarn seien begrenzt und st\u00fcnden angesichts der russischen Invasion in der Ukraine in keinem Verh\u00e4ltnis zu den potenziellen Auswirkungen auf die Sicherheit im Schengen-Raum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zweitens scheine es, dass die Kontrollen von Russen und Wei\u00dfrussen trotz des erh\u00f6hten Risikos nicht anders ablaufen als bei anderen Staatsangeh\u00f6rigen, sagte Johansson. Sie habe daher einen neuen Brief nach Budapest geschickt, mit der Bitte um weitere Erkl\u00e4rungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Ungarn gibt es seit l\u00e4ngerem f\u00fcr Gastarbeiter Sonderregeln. Sie galten bisher allerdings nur f\u00fcr Ukrainer und Serben und wurden erst im Juli ausgeweitet. Und zwar auf Personen aus Russland und dessen Partnerland Belarus. EU-Innenkommissarin Johansson hatte bereits damals Bedenken ge\u00e4u\u00dfert. Ungarn m\u00fcsse sicherstellen, dass Russen, die Spionage betreiben oder andere Sicherheitsbedrohungen darstellen k\u00f6nnten, durch entsprechende \u00dcberpr\u00fcfungen davon abgehalten werden, in die EU zu reisen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ungarische Regierung verteidigt die Sonderregel vehement. Es gebe keinerlei Rechts- und Sicherheitsprobleme, sagte Ungarns Minister f\u00fcr EU-Angelegenheiten, <strong>J\u00e1nos B\u00f3ka<\/strong> in Br\u00fcssel. Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten h\u00e4tten vor der Ausweitung auf Russland und Belarus auch keine Einw\u00e4nde gegen die Sonderregel gehabt. Au\u00dferdem seien in den vergangenen zwei Monaten lediglich zehn Genehmigungen f\u00fcr russische B\u00fcrger und vier Genehmigungen f\u00fcr belarussische B\u00fcrger ausgestellt worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Zahlen des Statistikamts Eurostat in Luxemburg haben 21.984 russische Staatsangeh\u00f6rige 2023 einen erstmaligen Aufenthaltstitel in Deutschland erhalten &#8211; damit liegt das Land im EU-Vergleich auf Platz 1. In Ungarn waren es 2.986 russische Staatsangeh\u00f6rige.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den belarussischen Staatsangeh\u00f6rigen liegt Polen mit 255.595 Erstaufenthaltstiteln im Jahr 2023 an der Spitze. In Ungarn waren es 270 Belarussen. (4. September)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission fordert von der ungarischen Regierung weitere Erkl\u00e4rungen, nachdem das Land Sonderregeln f\u00fcr die Einreise von Gastarbeitern aus Russland und Wei\u00dfrussland eingef\u00fchrt hat. Budapest verweist in seiner Antwort auf andere EU-L\u00e4nder.<\/p>\n","protected":false},"author":161,"featured_media":400941,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[147,1203,835,1789],"class_list":["post-400931","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-russland-de","tag-ungarn"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400931","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/161"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=400931"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400931\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/400941"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=400931"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=400931"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=400931"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}