{"id":40707,"date":"2022-09-09T14:43:27","date_gmt":"2022-09-09T13:43:27","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=40707"},"modified":"2022-09-09T16:34:37","modified_gmt":"2022-09-09T15:34:37","slug":"europas-reaktion-auf-die-anhaltende-energiekrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/europas-reaktion-auf-die-anhaltende-energiekrise\/","title":{"rendered":"Europas Reaktion auf die anhaltende Energiekrise"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 9. September sind die EU-Energieminister erneut zu einer au\u00dferordentlichen Sitzung zusammengekommen, um Pl\u00e4ne zur Bew\u00e4ltigung der aktuellen Energiekrise voranzutreiben. Die Europ\u00e4ische Kommission hat einen Vorschlag zur Bew\u00e4ltigung der Herausforderungen auf dem Energiemarkt vorgelegt. &#8222;Wir befinden uns in einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Situation, und zwar nicht nur, weil sich Russland als ein unzuverl\u00e4ssiger Lieferant erweist, sondern auch, weil Russland den Gasmarkt aktiv manipuliert&#8220;, hat die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen gewarnt und k\u00fcndigte im Vorfeld des Energierats eine Reihe von Ma\u00dfnahmen an. &#8222;Wenn wir die notwendige Solidarit\u00e4t und Geschlossenheit an den Tag legen und entschlossen handeln, dann haben wir die wirtschaftliche St\u00e4rke und den politischen Willen, diese schwierigen Zeiten zu \u00fcberstehen&#8220;, f\u00fcgte sie hinzu.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Erl\u00f6sobergrenze f\u00fcr Nicht-Gas-Stromerzeuger<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Reihe von Ma\u00dfnahmen, die die Europ\u00e4ische Kommission vorgeschlagen hat, zielt darauf ab, die Einnahmen von Stromunternehmen, die ihren Strom nicht aus Gas produzieren, zu begrenzen, da diese unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark von steigenden Energiekosten profitieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201cCO2-arme Energiequellen machen derzeit Zufallsgewinne, die nicht ansatzweise ihre Produktionskosten widerspiegeln\u201d, sagte Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. \u201cWir wollen diese unerwarteten Gewinne umleiten, um besonders betroffene Haushalte und Betriebe bei der Anpassung zu unterst\u00fctzen.\u201d Durch die Abf\u00fchrung \u00fcbersch\u00fcssiger Einnahmen sollen den EU-Mitgliedstaaten Mittel zur Verf\u00fcgung gestellt werden, damit &#8222;anschlie\u00dfend finanziell schw\u00e4chere Haushalte und Unternehmen unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen&#8220;, sagte die Kommissionspr\u00e4sidentin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit wird der Strompreis in Europa \u00fcberwiegend von teuren Gaskraftwerken bestimmt, die wegen der hohen Nachfrage zur Stromproduktion eingeschaltet werden. Wegen des Ukraine-Kriegs ist der Gaspreis stark gestiegen und die Lage auf dem Energiemarkt angespannt. Energiefirmen, die billiger Strom produzieren &#8211; etwa aus Wind, Sonne oder Atomkraft &#8211; machen gro\u00dfe Gewinne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut einem ersten Entwurf f\u00fcr ein europ\u00e4isches Gesetz, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, k\u00f6nnte die Einnahmegrenze bei 200 Euro pro Megawattstunde gesetzt werden. Die Mitgliedstaaten m\u00fcssten einen Mechanismus einrichten, um die \u00fcber diese Obergrenze hinausgehenden Erl\u00f6se einzutreiben. Der Betrag kann sich jedoch noch \u00e4ndern, bis der endg\u00fcltige Gesetzentwurf vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 7. September betrug der Strompreis auf dem deutschen Gro\u00dfhandelsmarkt zuletzt etwa 440 Euro pro Megawattstunde. Eine Obergrenze von 200 Euro w\u00e4re eine gute Nachricht f\u00fcr die Branche, so die Bank Goldman Sachs in einer Stellungnahme, da die Gesch\u00e4ftspl\u00e4ne der meisten Versorgungsunternehmen auf einem Strompreis von etwa 50 Euro pro Stunde basieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission betonte in dem Gesetzentwurf, dass die Erl\u00f6sobergrenze die Produktionskosten ber\u00fccksichtigen und weitere Investitionen erm\u00f6glichen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Leyen schlug auch einen &#8222;Solidarit\u00e4tsbeitrag&#8220; f\u00fcr die Unternehmen der fossilen Energiewirtschaft vor. &#8222;\u00d6l- und Gasunternehmen fahren derzeit ebenfalls enorme Gewinne ein&#8220;, sagte von der Leyen und f\u00fcgte hinzu, dass &#8222;alle Energiequellen zur Bew\u00e4ltigung dieser Krise beitragen m\u00fcssen.&#8220; Die Einnahmen aus diesem Beitrag, der auf nationaler Ebene erhoben wird, sollten zur Finanzierung niedrigerer Energierechnungen f\u00fcr schutzbed\u00fcrftige Haushalte und Unternehmen sowie zur Unterst\u00fctzung eines schnelleren \u00dcbergangs zu gr\u00fcner Energie verwendet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Intelligentes Stromsparen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"676\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EuropaPress_3785711_presidenta_comision_europea_ursula_von_der_leyen_interviene_despues_reunion-1-1024x676.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-39779\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EuropaPress_3785711_presidenta_comision_europea_ursula_von_der_leyen_interviene_despues_reunion-1-980x647.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/EuropaPress_3785711_presidenta_comision_europea_ursula_von_der_leyen_interviene_despues_reunion-1-480x317.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen. Foto:A.Ortega.POOL \/ Europa Press <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Von der Leyen schlug auch ein verbindliches Ziel zur Reduzierung des Stromverbrauchs in Zeiten hoher Nachfrage vor, um die Kurve der Strompreisschwankungen zu gl\u00e4tten. Laut dem Entwurf, der der dpa vorliegt, k\u00f6nnte dieses Ziel auf 5 Prozent festgelegt werden. Die Kommissionspr\u00e4sidentin sagte auch, dass es notwendig sei, die Energieversorgungsunternehmen zu unterst\u00fctzen, die derzeit mit der enormen Volatilit\u00e4t der M\u00e4rkte zu k\u00e4mpfen und demzufolge Liquidit\u00e4tsprobleme haben.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Senkung der Gaspreise<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den von der EU-Kommission vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen zur Senkung der Gaskosten geh\u00f6rt eine Preisobergrenze f\u00fcr russisches Gas. &#8222;Wir m\u00fcssen Russlands Einnahmen verringern, die Putin zur Finanzierung seines grausamen Kriegs gegen die Ukraine einsetzt. Und hier zahlt sich unsere Arbeit der vergangenen Monate wirklich aus.&nbsp; Zu Beginn des Kriegs lag der Anteil des russischen Gases an unseren Gaseinfuhren bei 40 Prozent \u2013 und das schon seit langer Zeit. Inzwischen haben wir diesen Wert auf 9 Prozent gesenkt.&#8220;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehrere EU-Mitgliedstaaten, darunter Italien und Polen, fordern eine Preisobergrenze f\u00fcr alle EU-Gasimporte, nicht nur f\u00fcr russisches Gas. Die EU-Kommission ist daran interessiert, den Vorschlag zu analysieren. Die Niederlande brachten nicht nur ihre Skepsis gegen\u00fcber der Preisobergrenze f\u00fcr Gas, sondern auch gegen\u00fcber allen Ma\u00dfnahmen zum Ausdruck, die darauf abzielen, in die M\u00e4rkte einzugreifen. Sie beziehen sich dabei auf den Handelsplatz f\u00fcr Erdgas in den Niederlanden, auch als TTF bekannt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen warnte der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin, dass jedes Land, das eine Preisobergrenze einf\u00fchrt, keinerlei russische Energielieferungen erhalten wird: \u201cWir werden \u00fcberhaupt nichts liefern, wenn das unseren Interessen widerspricht (&#8230;). Weder Gas noch \u00d6l noch Kohle werden wir liefern.\u201d Am 2. September k\u00fcndigte der russische Energieriese Gazprom die vollst\u00e4ndige Abschaltung der wichtigen Gaspipeline Nord Stream 1 von Russland nach Deutschland an, was die Angst vor harten Monaten f\u00fcr die europ\u00e4ischen Haushalte verst\u00e4rkt hat. Das Center for Research on Energy and Clean Air (CREA) mit Sitz in Finnland sch\u00e4tzt, dass die EU seit Beginn des Krieges in der Ukraine der Hauptimporteur von fossilen Brennstoffen aus Russland im Wert von 85 Milliarden Euro ist. Die EU habe jedoch ihre fossilen Einfuhren aus Russland in den vergangenen sechs Monaten deutlich verringert, merkten die Forscher an.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\"><strong>Nationale Perspektiven<\/strong><\/h1>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Slowenien &#8211; ausreichend mit Strom versorgt, abh\u00e4ngig von Gasimporten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Slowenien geh\u00f6rt zu den Bef\u00fcrwortern eines koordinierten europ\u00e4ischen Ansatzes zur Regulierung der Strompreise und einer strukturellen Marktreform angesichts steigender Energiepreise und spekulativer K\u00e4ufe. Das Land hat einen Selbstversorgungsgrad von etwa 75 Prozent bei Strom. Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren,  der zur\u00fcckzuf\u00fchren ist auf die D\u00fcrre. Zudem ist Slowenien vollst\u00e4ndig von Gasimporten abh\u00e4ngig, bisher haupts\u00e4chlich aus Russland.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Vorbereitung auf das Worst-Case-Szenario hat die slowenische Regierung bereits eine Reihe von Ma\u00dfnahmen ergriffen, um die hohen Preise zu begrenzen und eine reibungslose Energieversorgung f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und einige Unternehmen sicherzustellen. \u00c4nderungen des Gasversorgungsgesetzes zum weiteren Schutz der Gasverbraucher vor erh\u00f6hten Versorgungsrisiken, ein Gesetzentwurf \u00fcber Garantien f\u00fcr die wichtigsten staatlichen Energieunternehmen und ein Notgesetz \u00fcber Ma\u00dfnahmen zur Bew\u00e4ltigung von Energieversorgungskrisen werden n\u00e4chste Woche in der Nationalversammlung er\u00f6rtert. Letzteres gibt der Regierung die Befugnis, staatliche Unternehmen direkt anzuweisen, Energiesicherheitsma\u00dfnahmen zu ergreifen, um eine zuverl\u00e4ssige Energieversorgung im Falle einer Unterbrechung der Energieversorgung im Notfall zu gew\u00e4hrleisten. Vertreter der slowenischen Wirtschaft dr\u00e4ngen darauf, dass die Regierung eine Obergrenze f\u00fcr die Preise von Energieprodukten f\u00fcr Unternehmen festlegt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach Ansicht der gr\u00f6\u00dften Unternehmensverb\u00e4nde in Slowenien muss auf EU-Ebene so schnell wie m\u00f6glich eine Einigung \u00fcber eine solche L\u00f6sung erzielt werden. Die slowenischen Unternehmen, die bereits die ersten Anzeichen einer Abk\u00fchlung sp\u00fcren, bef\u00fcrchten Produktionsk\u00fcrzungen oder sogar Betriebsschlie\u00dfungen und eine Entlassungswelle, falls keine L\u00f6sung gefunden wird. Die Regierung plant die Wirtschaft mit zus\u00e4tzlichen 1,5 Milliarden Euro zu unterst\u00fctzen. Diese sollen im Oktober beschlossen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>MidCat-Gaspipeline: Spanien bef\u00fcrwortet sie, Frankreich sagt nein<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen versuchen Spanien und Deutschland, alternative L\u00f6sungen zu finden. Beide bef\u00fcrworten den Bau der MidCat-Gaspipeline, die Spanien und Frankreich miteinander verbinden w\u00fcrde. Die Europ\u00e4ische Kommission vermied es am 6. September jedoch, den Bau der Gaspipeline offen zu unterst\u00fctzen. Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron lehnt den Bau der Pipeline, die die Pyren\u00e4en durchqueren und die Iberische Halbinsel st\u00e4rker mit dem Rest des Kontinents verbinden w\u00fcrde, ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Macron sagte, er sehe &#8222;das kurzfristige Problem nicht, das sie (mit dem Bau der MidCat) zu l\u00f6sen versuchen&#8220; und argumentierte, dass die beiden anderen Pipelines, die die beiden L\u00e4nder derzeit durch das Baskenland und Navarra verbinden, &#8222;nicht ausgelastet&#8220; seien, da sie seit Februar nur zu 53 Prozent genutzt w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Energiesprecher der Europ\u00e4ischen Kommission wies darauf hin, dass MidCat nicht auf der EU-Liste der Projekte von gemeinsamem Interesse (PCI) stehe. Grund daf\u00fcr sei, dass die franz\u00f6sischen und spanischen Beh\u00f6rden beschlossen h\u00e4tten, das Projekt bis zu einer &#8222;neuen Bewertung&#8220; auf Eis zu legen, nachdem sie festgestellt h\u00e4tten, dass es nicht &#8222;ausgereift&#8220; sei. Er betonte auch, dass nach den k\u00fcrzlich verabschiedeten neuen Rechtsvorschriften f\u00fcr Energieinfrastruktur-Projekte, die auf fossilen Brennstoffen wie Gas basieren, nicht mit europ\u00e4ischen Mitteln finanziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dies w\u00fcrde ein potenzielles Projekt, das die MidCat-Idee und den damit verbundenen Gastransport wiederbeleben w\u00fcrde, von der M\u00f6glichkeit ausschlie\u00dfen, europ\u00e4ische Mittel zu erhalten. Generell betonte der energiepolitische Sprecher der Europ\u00e4ischen Kommission, dass jede neue Investition, die die Fl\u00fcssigerdgas-Terminals der Iberischen Halbinsel \u00fcber eine &#8222;wasserstofftaugliche&#8220; Infrastruktur mit dem europ\u00e4ischen Gasnetz verbindet, &#8222;zur weiteren Diversifizierung der Gasversorgung im Binnenmarkt beitragen&#8220;. Dar\u00fcber hinaus w\u00fcrde es &#8222;das k\u00fcnftige gr\u00fcne Wasserstoffpotenzial&#8220; Spaniens, Portugals und Nordafrikas unterst\u00fctzen. Er betonte jedoch erneut, dass das von Spanien gew\u00fcnschte Projekt &#8222;noch nicht so weit ist, dass (die Europ\u00e4ische Kommission) beurteilen kann, ob es finanziert werden kann&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bosniens vollst\u00e4ndige Abh\u00e4ngigkeit von russischem Gas<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bosnien-Herzegowina verf\u00fcgt \u00fcber keine Gasreserven und ist vollst\u00e4ndig von russischen Gaslieferungen abh\u00e4ngig. Nur ein Zweig der &#8222;TurkStream&#8220;-Gaspipeline, die von Russland durch das Schwarze Meer \u00fcber die T\u00fcrkei verl\u00e4uft und in Bosnien-Herzegowina endet, versorgt die beiden St\u00e4dte Sarajevo und Zenica sowie deren Umgebung mit Erdgas.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt Bem\u00fchungen, das Gasleitungsnetz auf andere Teile des Landes auszuweiten, aber dieser Prozess geht nicht schnell genug voran. Bislang wurde Bosnien-Herzegowina nicht auf die Liste der &#8222;feindlichen L\u00e4nder&#8220; Russlands gesetzt. Eine Diversifizierung der Versorgung ist mit dem Bau der Gaspipeline &#8222;Southern Interconnection&#8220; geplant, die Bosnien-Herzegowina mit Kroatien verbinden w\u00fcrde. Das Projekt befindet sich jedoch noch in der Genehmigungsphase.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andererseits produziert Bosnien und Herzegowina dank W\u00e4rmekraftwerken und Wasserkraftwerken ausreichend Strom f\u00fcr den eigenen Bedarf, und ein Teil des erzeugten Stroms wird exportiert. Gerade dank der Exporte gelingt es den Elektrizit\u00e4tsunternehmen, den Strom auf dem heimischen Markt zu g\u00fcnstigeren Preisen zu verkaufen. Die Beh\u00f6rden haben angek\u00fcndigt, dass der Strompreis f\u00fcr die Haushalte bis Ende dieses Jahres nicht steigen werde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird freitags ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-L\u00e4nder stellen sich auf einen schwierigen Winter ein, in dem die Energiepreise f\u00fcr die Verbraucher in die H\u00f6he schnellen. 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