{"id":407568,"date":"2024-09-09T15:53:05","date_gmt":"2024-09-09T13:53:05","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=407568"},"modified":"2024-09-09T15:53:09","modified_gmt":"2024-09-09T13:53:09","slug":"draghi-eu-wirtschaft-muss-produktiver-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/draghi-eu-wirtschaft-muss-produktiver-werden\/","title":{"rendered":"Draghi: EU-Wirtschaft muss produktiver werden"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-weit\/Br\u00fcssel &#8211; Die Europ\u00e4ische Union (EU) laufe Gefahr, wirtschaftlich ins Hintertreffen zu geraten, vor allem im Vergleich zu China und den USA. Um das zu verhindern, m\u00fcsse Europa seine Produktivit\u00e4t steigern, fordert der Ex-Chef der Europ\u00e4ischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, in seinem am Montag in Br\u00fcssel vorgestellten Bericht zur EU-Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Hierf\u00fcr seien zus\u00e4tzliche j\u00e4hrliche Investitionen in H\u00f6he von 750 bis 800 Milliarden Euro n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiel f\u00fcr die mangelnde Produktivit\u00e4t f\u00fchrt Draghi einen zunehmenden Unterschied bei der Wirtschaftsleistung pro Kopf zwischen den USA und der EU in den vergangenen Jahren an. Rund 70 Prozent des Unterschieds gingen auf Produktivit\u00e4tsunterschiede zur\u00fcck, die wiederum mit dem rasanten Aufstieg gro\u00dfer US-Technologieunternehmen zusammenh\u00e4ngen w\u00fcrden. Europa stecke dagegen in einer statischen industriellen Struktur fest: Die gr\u00f6\u00dften Investoren in Forschung &amp; Entwicklung k\u00e4men in Europa in den vergangenen 20 Jahren aus der Automobilindustrie. In den USA h\u00e4tten Technologieunternehmen hier l\u00e4ngst die F\u00fchrung \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um das Problem aus europ\u00e4ischer Sicht anzugehen, m\u00fcsse die &#8222;Innovationsl\u00fccke&#8220; zu den USA geschlossen werden. Dazu geh\u00f6re auch Fortschritte in der Forschung besser in kommerzielle Unternehmungen umzusetzen. Zudem solle ein europ\u00e4ischer Plan zur Dekarbonisierung sowohl f\u00fcr niedrigere Energiepreise sorgen, als auch sicherstellen, dass &#8222;die industriellen M\u00f6glichkeiten der Dekarbonisierung&#8220; genutzt werden &#8211; sprich: europ\u00e4ische Firmen davon profitieren. Drittens m\u00fcsse die EU ihre Abh\u00e4ngigkeiten von Drittstaaten reduzieren, auch im Bereich der Verteidigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als &#8222;Bausteine&#8220; zum Erreichen dieser Ziele nennt der fr\u00fchere italienische Ministerpr\u00e4sident den Abbau von Hindernissen im EU-Binnenmarkt. Weiters solle die Wettbewerbspolitik st\u00e4rker darauf achten, die Innovationsf\u00e4higkeit von Unternehmen in zentralen Branchen nicht zu schw\u00e4chen; also auch die Entstehung gr\u00f6\u00dferer europ\u00e4ischer Konzerne mit entsprechender Investitionskraft zuzulassen. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssten die Kapitalm\u00e4rkte der EU-L\u00e4nder st\u00e4rker integriert werden, ein B\u00fcrokratieabbau solle die Unternehmen entlasten und die EU als Ganzes m\u00fcsse handlungsf\u00e4higer werden. (09.09.2024)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU muss laut dem Ex-EZB-Chef Mario Draghi wettbewerbsf\u00e4higer und produktiver werden, um nicht gegen\u00fcber China und den USA ins Hintertreffen zu geraten. Hier f\u00fcr seien zus\u00e4tzliche Investitionen von 750 bis 800 Milliarden Euro pro Jahr n\u00f6tig. Diese sollten dem Italiener zufolge auch aus einer gemeinsamen EU-Schuldenaufnahme kommen. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":407383,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-407568","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=407568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/407568\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/407383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=407568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=407568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=407568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}