{"id":43351,"date":"2022-09-15T12:38:02","date_gmt":"2022-09-15T11:38:02","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=43351"},"modified":"2022-09-15T12:38:50","modified_gmt":"2022-09-15T11:38:50","slug":"energie-gewessler-begruesst-plaene-von-eu-kommissionschefin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/energie-gewessler-begruesst-plaene-von-eu-kommissionschefin\/","title":{"rendered":"Energie &#8211; Gewessler begr\u00fc\u00dft Pl\u00e4ne von EU-Kommissionschefin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Energieministerin Leonore Gewessler (Gr\u00fcne) hat die von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen angek\u00fcndigten Pl\u00e4ne zur Eind\u00e4mmung der hohen Energiepreise begr\u00fc\u00dft. &#8222;F\u00fcr die Probleme am europ\u00e4ischen Markt braucht es europ\u00e4ische und gemeinsame L\u00f6sungen&#8220;, sagte sie am Mittwoch in einer Aussendung. Gewessler zeigt sich daher froh, dass nun konkrete Vorschl\u00e4ge am Tisch liegen, die sie auch mitbeschlie\u00dfen wolle. Kritik kam von SP\u00d6 und Arbeiterkammer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Entwurf umfasse nunmehr verbindliche Ma\u00dfnahmen zum Senken des Stromverbrauchs in Spitzenzeiten, einen Solidarit\u00e4tsbeitrag f\u00fcr Unternehmen mit kriegsbedingten Zufallsgewinnen sowie erste Schritte zur Entkoppelung von Strom- und Gaspreis, so Gewessler. Das sei gut so und sie bereit, die notwendigen Beschl\u00fcsse noch Ende September zu fassen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/electricidad-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-37903\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/electricidad-980x654.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/electricidad-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>Die Strompreise in Europa gehen derzeit durch die Decke. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der SP\u00d6 gehen die Vorschl\u00e4ge der EU-Kommissionspr\u00e4sidentin hingegen nicht weit genug. Notwendig sei eine \u00c4nderung des Systems im Handel mit Energie. &#8222;Die Liberalisierung des Strommarktes war ein schwerer Fehler&#8220;, sagte Parteichefin Pamela Rendi-Wagner am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Sie verwies auf das bereits letzte Woche vorgestellte SP\u00d6-Modell, das die Regulierung des europ\u00e4ischen Strommarktes, eine gemeinsame Beschaffung von Gas auf europ\u00e4ische Ebene und eine Subvention des Gaspreises f\u00fcr die Wirtschaft und Haushalte vorsieht. F\u00fcr den Fall, dass keine Einigung auf europ\u00e4ischer Ebene zustande kommt, m\u00fcsse die Regierung diese Ma\u00dfnahmen auf nationaler Ebene durchsetzen, fordert sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeiterkammer (AK) befindet die Ma\u00dfnahmen f\u00fcr &#8222;kaum wirksam&#8220;. &#8222;Es gibt keinen Eingriff auf der Stromb\u00f6rse, eine Entkopplung des Strompreises vom Gaspreis erfolgt nicht&#8220;, hie\u00df es in einer Mitteilung. Der hohe Gro\u00dfhandelspreis f\u00fcr Strom bleibe unver\u00e4ndert. &#8222;Damit sinken die Strompreise weder f\u00fcr Haushalte noch f\u00fcr Unternehmen &#8211; die Inflation wird ebenfalls nicht ged\u00e4mpft&#8220;. Die Gewinnabsch\u00f6pfung sei zudem nur &#8222;ein schwacher Versuch&#8220;. Geht es nach der AK, so sollen auch Verkaufserl\u00f6se von Erneuerbaren Energien, Atomenergie und Braunkohle \u00fcber einer bestimmten H\u00f6he abgesch\u00f6pft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umweltschutzorganisation Greenpeace sieht den Entwurf f\u00fcr eine Solidarit\u00e4tsabgabe als einen &#8222;ersten Schritt&#8220;, dr\u00e4ngt aber auf eine h\u00f6here Besteuerung. Beim Treffen der EU-Ministerinnen und Minister am 30. September m\u00fcsse sich Gewessler &#8222;f\u00fcr eine ambitionierte Solidarit\u00e4tsabgabe aussprechen, die ihren Namen auch verdient&#8220;, forderte Jasmin Duregger, Klima- und Energieexpertin bei Greenpeace. (13.9.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Parlament stimmte ab: Heizen mit Holz bedingt nachhaltig<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stra\u00dfburg &#8211; Holz als Biomasse soll nach Wunsch des EU-Parlaments bedingt nachhaltig und somit f\u00f6rderf\u00e4hig bleiben. Die EU-Abgeordneten legten am Mittwoch in Stra\u00dfburg ihre Position f\u00fcr Verhandlungen mit den EU-Staaten fest. Diese sieht weiter die Einstufung von Holznebenprodukten etwa aus S\u00e4gewerken, Schadholz und eine bestimmte Menge Prim\u00e4rholz, also hochwertiges Holz, als erneuerbare Energie vor. Der Umgang mit Biomasse ist Teil der Richtlinie f\u00fcr erneuerbare Energien (RED III).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Urspr\u00fcnglich hatte der Vorschlag im EU-Parlament die Einstufung von Biomasse aus Prim\u00e4rholz als erneuerbare Energie ausgeschlossen. Nun soll die Durchschnittsmenge der Jahre 2017 bis 2022 doch angerechnet werden. Zudem fordert das EU-Parlament bis 2030 eine schrittweise Senkung des Anteils von Prim\u00e4rholz als erneuerbare Energie. Damit soll auch der Ausbau von Holz- und Biomasseanlagen eingeschr\u00e4nkt werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Alles, was den Ausbau von Biomasse konterkariert oder gar zu einer Verringerung regional verf\u00fcgbarer erneuerbarer Energietr\u00e4ger f\u00fchrt, ist in Zeiten der Energiekrise nicht nachvollziehbar und unvern\u00fcnftig.&#8220;<\/p><cite>\u00d6sterreichs Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig \u00fcbt Kritik<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Den nachwachsenden Rohstoff Holz und Biomasse nicht mehr als erneuerbare Energiequelle zu nutzen, aber stattdessen Kohlekraftwerke zu aktivieren, passt nicht zusammen&#8220;, so Totschnig. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vorschlag der EU-Kommission, den die EU-Staaten in diesem Passus \u00fcbernahmen, wird das Wort Prim\u00e4rholz nicht definiert. Dort steht lediglich, Mitgliedstaaten sollen keine F\u00f6rderungen f\u00fcr die Verwendung von S\u00e4gerundholz, Furnierholz, St\u00fcmpfen und Wurzeln zur Energieerzeugung gew\u00e4hren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fast 60 Prozent der in der EU genutzten erneuerbaren Energie stammte 2019 laut Eurostat aus Biomasse. Ein Gro\u00dfteil davon ist Holz, das vor allem zum Heizen verwendet wird. Laut einer EU-Studie ist die H\u00e4lfte davon kein Abfallprodukt, sondern stammt direkt aus eigens geschl\u00e4gerten B\u00e4umen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"654\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/agerpres_10241156-1-1-1024x654.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36059\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/agerpres_10241156-1-1-980x626.jpeg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/agerpres_10241156-1-1-480x307.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>Aufregung in \u00d6sterreich \u00fcber EP-Abstimmung zu Holz als erneuerbare Energieform. Foto: Liviu Sova\/Agerpress <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In \u00d6sterreich gingen bereits im Vorfeld der Abstimmung die Wogen hoch. &#8222;Die Desinformationskampagne der Industrielobby hat hier zugeschlagen. Es ist schlicht und einfach falsch, dass die Biomasse verboten werden soll&#8220;, betonte der gr\u00fcne EU-Abgeordnete Thomas Waitz laut Aussendung. &#8222;Wir m\u00fcssen jedoch auch einsehen, dass der Wirkungsgrad der Stromerzeugung ohne Abw\u00e4rmenutzung aus holzhaltiger Biomasse sehr niedrig ist und Kahlschl\u00e4ge und Monokulturen unseren Lebensraum Wald in ganz Europa belasten.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der sozialdemokratische EU-Abgeordnete G\u00fcnther Sidl beklagte das Verbreiten &#8222;unsachlicher Argumente&#8220;. &#8222;Wenn man so auf massiven Widerstand st\u00f6\u00dft, dann zeigt das, dass wir Richtiges tun&#8220;, so Sidl in einer Aussendung. &#8222;Unser Ziel ist es, den Kahlschlag in den W\u00e4ldern aus Profitgier zu stoppen!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Abgeordneten einigten sich bei der Abstimmung um RED III auch darauf, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch der EU bis 2030 auf 45 Prozent zu erh\u00f6hen. Dabei wurden auch Unterziele festgelegt, so soll etwa im Verkehrssektor der Einsatz erneuerbarer Energien zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um 16 Prozent f\u00fchren. (14.9.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Immer mehr Pkw pro Kopf in der EU &#8211; \u00d6sterreich \u00fcber Schnitt<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wien &#8211; Die Diskussion \u00fcber Umweltschutz und eine Verkehrswende mag intensiv gef\u00fchrt werden. Vorerst nimmt die Zahl der Autos pro Kopf in der EU aber stetig zu. Zuletzt, zum Jahreswechsel 2020\/2021, gab es pro 1.000 Einwohner in der EU 560 Autos, geht aus einer Berechnung des deutschen Bundesamts f\u00fcr Statistik hervor. \u00d6sterreich liegt mit 570 Fahrzeugen leicht \u00fcber dem EU-Schnitt. Vor zehn Jahren gab es in \u00d6sterreich noch 530 Autos pro 1.000 Einwohner, im Jahr 2000 waren es 511.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/auto-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-43601\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/auto-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/auto-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>\u00d6sterreich liegt mit 570 Fahrzeugen pro 1.000 Einwohner leicht \u00fcber dem EU-Schnitt. Foto: Franz Neumayr\/APA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-weit gab es ein starkes Wachstum des Pkw-Bestands pro Kopf &#8211; vor zehn Jahren gab es erst 480 Fahrzeuge f\u00fcr 1.000 Einwohner. In allen EU-L\u00e4ndern hat es in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg gegeben. Spitzenreiter in der EU sind die Luxemburger, wo 682 fahrbare Unters\u00e4tze in Verwendung sind. Am wenigsten Autos im Verh\u00e4ltnis zur Bev\u00f6lkerung haben die Rum\u00e4nen (379). Aber auch hier hat sich der Bestand seit 2007 verdoppelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter den 27 Mitgliedern lag \u00d6sterreich zuletzt auf Platz neun, hinter Deutschland. Die Spitzenpl\u00e4tze belegen Luxemburg (682), Italien (670) und Polen (664). Am niedrigsten war die Pkw-Dichte in Rum\u00e4nien (379), Lettland (390) und Ungarn (403). (15.9.2022)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission hat ihre Pl\u00e4ne zur Bek\u00e4mpfung der hohen Strompreise vorgelegt. \u00d6sterreichs Energieministerin Gewessler zeigte sich zufrieden und forderte einen Beschluss bis Ende September. Wirbel gab es in \u00d6sterreich wegen einer Abstimmung im EU-Parlament \u00fcber Holz als erneuerbare Energie. 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