{"id":444192,"date":"2024-09-20T10:27:51","date_gmt":"2024-09-20T08:27:51","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=444192"},"modified":"2024-09-25T10:28:19","modified_gmt":"2024-09-25T08:28:19","slug":"das-naechste-kapitel-europas-von-der-leyens-kommissionsteam-fuer-die-neue-amtszeit-steht-fest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/das-naechste-kapitel-europas-von-der-leyens-kommissionsteam-fuer-die-neue-amtszeit-steht-fest\/","title":{"rendered":"Das n\u00e4chste Kapitel Europas: Von der Leyens Kommissionsteam f\u00fcr die neue Amtszeit steht fest"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach wochenlangen Spekulationen und Verhandlungen hinter verschlossenen T\u00fcren hat die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Ursula von der Leyen<\/strong>, am Dienstag ihr Team von EU-Kommissaren vorgestellt. Der n\u00e4chste Schritt im Genehmigungsverfahren der Kommissare sind Anh\u00f6rungen des designierten Kommissars oder der Kommissarin im Europ\u00e4ischen Parlament.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Arbeit der neuen EU-Kommission (2024-2029) wird sich vor allem auf Sicherheit und Wettbewerbsf\u00e4higkeit und weniger auf den Klimaschutz konzentrieren. Personell besonders umstritten bleibt die Ernennung des Rechtspopulisten <strong>Raffaele Fitto<\/strong>, Mitglied der Partei Fratelli d&#8217;Italia der italienischen Ministerpr\u00e4sidentin<strong> Giorgia Meloni<\/strong>, zu einem der Vizepr\u00e4sidenten der EU-Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor f\u00fcnf Jahren war der Fokus klar: \u201eBeim letzten Mal war die Frage der globalen Erw\u00e4rmung absolut top\u201c, so von der Leyen, und auch bei Waldbr\u00e4nden und \u00dcberschwemmungen sei das Thema noch dominant gewesen. \u201eAber dieses Mal hat zum Beispiel das Thema Sicherheit, ausgel\u00f6st durch den russischen Krieg in der Ukraine, aber auch das Thema Wettbewerbsf\u00e4higkeit viel mehr Einfluss\u201c auf die Organisation ihres Teams, so von der Leyen. Das neue Team solle \u201eflie\u00dfender, vernetzter\u201c arbeiten, damit alles zu den \u00fcbergeordneten Zielen \u201eWohlstand, Sicherheit und Demokratie\u201c beitrage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die neue Strategie spiegelt sich auch in dem neu geschaffenen Posten des Verteidigungskommissars wider. Er soll mit dem ehemaligen litauischen Premierminister <strong>Andrius Kubilius<\/strong> besetzt werden &#8211; und damit mit jemandem aus einem Land, das an Russland grenzt. \u201eEr wird sich f\u00fcr die Weiterentwicklung der Europ\u00e4ischen Verteidigungsunion einsetzen und unsere Investitionen und industriellen Kapazit\u00e4ten st\u00e4rken\u201c, betonte von der Leyen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Wochen wird in den sozialen Medien und hinter vorgehaltener Hand dar\u00fcber spekuliert, wer welchen Posten \u00fcbernehmen wird. Von der Leyen hat viele der Spitzenpositionen in ihrem neuen Kommissionsteam mit Frauen besetzt. So vergab sie attraktive Ressorts an L\u00e4nder, die ihrer Bitte nachkamen, ihre m\u00e4nnlichen Kandidaten durch Frauen zu ersetzen Beispiele daf\u00fcr sind das Erweiterungsressort, das an die Slowenin <strong>Marta Kos <\/strong>ging, oder der Posten der Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin an die Rum\u00e4nin <strong>Roxana Minzatu<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus werden vier der sechs Spitzenpositionen anderer Exekutiv-Vizepr\u00e4sidenten von Frauen besetzt: <strong>Teresa Ribera<\/strong> aus Spanien, <strong>Henna Virkkunen<\/strong> aus Finnland, <strong>Kaja Kallas<\/strong> aus Estland und <strong>Roxana M\u00eenzatu<\/strong> aus Rum\u00e4nien. Die verbleibenden zwei Posten werden von M\u00e4nnern besetzt &#8211; dem Franzosen <strong>St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9<\/strong> und dem umstrittenen Italiener <strong>Raffaele Fitto<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz dieser Bem\u00fchungen hat von der Leyen ihr Ziel der Geschlechterparit\u00e4t nicht erreicht. Sie erkl\u00e4rte, dass 40 Prozent der neuen Kommission aus Frauen und 60 Prozent aus M\u00e4nnern bestehen w\u00fcrden. Urspr\u00fcnglich, so von der Leyen, h\u00e4tten die Staats- und Regierungschefs fast 80 Prozent M\u00e4nner vorgeschlagen. \u201eDas war v\u00f6llig inakzeptabel\u201c, sagte von der Leyen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Kommission, ein legislatives Organ mit rund 32.000 Mitarbeitern, schl\u00e4gt Gesetze f\u00fcr die Union vor und \u00fcberwacht die Einhaltung des EU-Rechts. Das Kollegium der Kommissare &#8211; bestehend aus 27 Mitgliedern aus 27 EU-Mitgliedstaaten &#8211; koordiniert die Arbeit der gesamten EU-Kommission.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritik an der Ernennung von Fitto<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Name unter den Kandidaten sorgte schon vor der Pr\u00e4sentation f\u00fcr Aufsehen. Der italienische Rechtspopulist Raffaele Fitto, Europaminister in der Regierung von Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Giorgia Meloni<\/strong>, soll nun einer der Exekutiv-Vizepr\u00e4sidenten und Kommissar f\u00fcr Koh\u00e4sion und Reformen werden. Damit w\u00e4re er u.a. f\u00fcr den Europ\u00e4ischen Sozialfonds und einen Fonds f\u00fcr regionale Entwicklung zust\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eRaffaele Fitto wird f\u00fcr das Ressort Koh\u00e4sionspolitik, Regionalentwicklung und St\u00e4dte zust\u00e4ndig sein\u201c, sagte von der Leyen auf der Pressekonferenz am Dienstag. \u201eWir werden auf seine umfangreiche Erfahrung zur\u00fcckgreifen, um unsere Koh\u00e4sions-, Investitions- und Wachstumspolitik zu modernisieren und zu st\u00e4rken\u201c, f\u00fcgte von der Leyen hinzu. \u201eItalien ist ein sehr wichtiges Land und das muss sich auch in unserer Wahl widerspiegeln\u201c, betonte die EU-Kommissionspr\u00e4sidentin.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Raffaele Fitto sagte, er f\u00fchle sich geehrt, nachdem Ursula von der Leyen ihn am Dienstag in ihr neues Team von Kommissaren berufen hatte. \u201eIch werde die mir \u00fcbertragene Aufgabe, sobald das Verfahren zur Best\u00e4tigung der neuen Kommission abgeschlossen ist, mit gr\u00f6\u00dftem Engagement und in voller \u00dcbereinstimmung mit den Vertr\u00e4gen und ihrem Geist aus\u00fcben, in dem Bewusstsein, dass die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre f\u00fcr die Zukunft der EU und ihrer B\u00fcrger entscheidend sein werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterdessen \u00e4u\u00dferte die liberale Gruppe Renew am Dienstag ihre Unzufriedenheit \u00fcber die Entscheidung, Fitto zu nominieren. \u201eIch bedauere die politische Entscheidung von der Leyens, Raffaele Fitto das Amt des Vizepr\u00e4sidenten zu \u00fcbertragen\u201c, sagte die Vorsitzende von Renew, <strong>Val\u00e9rie Hayer<\/strong>. Renew werde die Anh\u00f6rungen im Europ\u00e4ischen Parlament abwarten. \u201eWir werden ihn nach seinen F\u00e4higkeiten, seinen pro-europ\u00e4ischen Verpflichtungen, seiner Unabh\u00e4ngigkeit und seiner Koh\u00e4renz mit den Leitlinien vom Juli bewerten &#8211; wir werden sehr wachsam sein\u201c, sagte sie. \u201eDie EU-freundlichen Kr\u00e4fte m\u00fcssen sich vereinen: Wir d\u00fcrfen den Populisten von rechts und links keinen Raum lassen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcnen erkl\u00e4rten au\u00dferdem, dass sie Raffaele Fitto im Europ\u00e4ischen Parlament \u201ekeinen leichten Stand\u201c geben w\u00fcrden. \u201eDie Tatsache, dass ein Kandidat einer rechtsextremen Regierung f\u00fcr das Amt des Vizepr\u00e4sidenten der Europ\u00e4ischen Kommission nominiert wird, ist f\u00fcr unsere Fraktion nach wie vor sehr besorgniserregend\u201c, sagte Terry Reintke, Ko-Vorsitzende der Gr\u00fcnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die designierten Kommissare und Kommissarinnen:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Teresa Ribera Rodr\u00edguez <\/strong>(Spanien) &#8211; Exekutive Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr einen sauberen, gerechten und wettbewerbsf\u00e4higen \u00dcbergang<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Henna Virkkunen<\/strong> (Finnland) &#8211; Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr Sicherheit, Demokratie und Werte<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>St\u00e9phane S\u00e9journ\u00e9 <\/strong>(Frankreich) &#8211; Exekutiver Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Wohlstand und eine europ\u00e4ische Industriestrategie<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Kaja Kallas <\/strong>(Estland) &#8211; Hohe Vertreterin f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik und Vizepr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Roxana M\u00eenzatu <\/strong>(Rum\u00e4nien) &#8211; Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr Fachkr\u00e4fte, Kompetenzen und Vorausschau<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Raffaele Fitto<\/strong> (Italien) &#8211; Exekutiv-Vizepr\u00e4sident f\u00fcr Koh\u00e4sion und Reformen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maro\u0161 \u0160ef\u010dovi\u010d<\/strong> (Slowakei) &#8211; Kommissar f\u00fcr Handel und wirtschaftliche Sicherheit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Valdis Dombrovskis<\/strong> (Lettland) &#8211; Kommissar f\u00fcr Wirtschaft und Produktivit\u00e4t; Implementirung und Vereinfachung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dubravka \u0160uica<\/strong> (Kroatien) &#8211; Kommissarin f\u00fcr den Mittelmeerraum<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Oliv\u00e9r V\u00e1rhelyi <\/strong>(Ungarn) &#8211; Kommissar f\u00fcr Gesundheit und Tierschutz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wopke Hoekstra<\/strong> (Niederlande) &#8211; Kommissar f\u00fcr Klima, Netto-Null Emissionen und sauberes Wachstum<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Andrius Kubilius<\/strong> (Litauen) &#8211; Kommissar f\u00fcr Verteidigung und Raumfahrt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Marta Kos <\/strong>(Slowenien) &#8211; Kommissarin f\u00fcr Erweiterung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jozef S\u00edkela <\/strong>(Tschechische Republik) &#8211; Kommissar f\u00fcr internationale Partnerschaften<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Costas Kadis<\/strong> (Zypern) &#8211; Kommissar f\u00fcr Fischerei und Ozeane<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Maria Lu\u00eds Albuquerque<\/strong> (Portugal) &#8211; Kommissarin f\u00fcr Finanzdienstleistungen und die Spar- und Investitionsunion<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hadja Lahbib<\/strong> (Belgien) &#8211; Kommissarin f\u00fcr Vorsorge und Krisenmanagement<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Magnus Brunner<\/strong> (\u00d6sterreich) &#8211; Kommissar f\u00fcr Inneres und Migration<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Jessika Roswall <\/strong>(Schweden) &#8211; Kommissarin f\u00fcr Umwelt, Wassersicherheit und eine wettbewerbsf\u00e4hige Kreislaufwirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Piotr Serafin <\/strong>(Polen) &#8211; Kommissar f\u00fcr Haushalt, Betrugsbek\u00e4mpfung und \u00f6ffentliche Verwaltung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Dan J\u00f8rgensen<\/strong> (D\u00e4nemark) &#8211; Kommissar f\u00fcr Energie und Wohnungswesen<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ekaterina Zaharieva<\/strong> (Bulgarien) &#8211; Kommissarin f\u00fcr Startups, Forschung und Innovation<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Michael McGrath <\/strong>(Irland) &#8211; Kommissar f\u00fcr Demokratie, Justiz und Rechtsstaatlichkeit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Apostolos Tzitzikostas <\/strong>(Griechenland) &#8211; Kommissar f\u00fcr nachhaltigen Verkehr und Tourismus<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Christophe Hansen<\/strong> (Luxemburg) &#8211; Kommissar f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Glenn Micallef <\/strong>(Malta) &#8211; Kommissar f\u00fcr Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reaktionen der Mitgliedstaaten auf die Nominierungen:<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6STERREICH: Laut einer Pressemitteilung sagte <strong>Magnus Brunner<\/strong>: &#8222;Es ist mir eine Ehre, von Pr\u00e4sidentin Ursula Von der Leyen das Portfolio f\u00fcr innere Sicherheit und Migration in der EU-Kommission \u00fcbertragen bekommen zu haben. Dieser Bereich ist zentral f\u00fcr die Zukunft und das Funktionieren der Europ\u00e4ischen Union.&#8220; \u00d6sterreich habe sich in Europa klar zur inneren Sicherheit positioniert und bek\u00e4mpfe erfolgreich die illegale Migration, betonte Brunner. &#8222;Vor uns liegen gro\u00dfe Herausforderungen, aber auch Chancen, Europas Werte und Sicherheit zu st\u00e4rken.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BELGIEN: Die Belgierin <strong>Hadja Lahbib<\/strong> erhielt das Ressort Bereitschaft und Krisenmanagement. Lahbib, die erst vor zwei Jahren in die Politik einstieg und sofort Au\u00dfenministerin wurde, wird f\u00fcr die Leitung der europ\u00e4ischen Bem\u00fchungen um Krisenmanagement und humanit\u00e4re Hilfe zust\u00e4ndig sein. Lahbib wird auch f\u00fcr die Gleichstellungspolitik zust\u00e4ndig sein. \u201eIhr Ressort spiegelt ihre politische Karriere wider\u201c, sagte von der Leyen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Belgien ist zu h\u00f6ren, dass Lahbib mit den ihr \u00fcbertragenen Kompetenzen keinen gro\u00dfen politischen Einfluss aus\u00fcben k\u00f6nne. Und das liegt daran, dass das Land bis zur letzten Minute gewartet hat, um Lahbib als designierte Kommissarin zu nominieren. \u201eZ\u00f6gern und Feilschen haben Belgien leider ein schwaches Ressort aufgeb\u00fcrdet\u201c, so die gr\u00fcne Europaabgeordnete <strong>Sara Matthieu<\/strong>. \u201eEs ist h\u00f6chste Zeit, dass die belgischen Politiker das Amt des EU-Kommissars mehr zu sch\u00e4tzen wissen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">BULGARIEN: <strong>Ekaterina Zaharieva<\/strong>, die f\u00fcr das Amt der Kommissarin f\u00fcr Startups, Forschung und Innovation vorgesehen ist, sagte, ihr Ressort sei unglaublich wichtig. Sie bedankte sich bei von der Leyen und der bulgarischen Regierung f\u00fcr das ihr entgegengebrachte Vertrauen und f\u00fcgte hinzu, dass sie sich der Tragweite ihrer Verantwortung bewusst sei. Sie sagte: \u201eDas Portfolio, das Bulgarien erhalten hat, ist eines der Portfolios der Zukunft. Es ist \u00e4u\u00dferst wichtig und steht im Mittelpunkt der jetzigen und der n\u00e4chsten Kommission\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">TSCHECHISCHE REPUBLIK: Tschechische Europaabgeordnete \u00e4u\u00dferten sich in Stra\u00dfburg sowohl zufrieden als auch entt\u00e4uscht, nachdem Ursula von der Leyen angek\u00fcndigt hatte, den tschechischen Vertreter <strong>Jozef Sikela<\/strong> in der neuen Europ\u00e4ischen Kommission mit Fragen der internationalen Partnerschaft und der Entwicklungshilfe betrauen zu wollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend Politiker des Regierungslagers vom st\u00e4rksten Ressort sprechen, das je ein tschechischer Kommissar innehatte, sind es nicht nur Oppositionsabgeordnete, die Energie oder Handel f\u00fcr st\u00e4rkere Ressorts halten w\u00fcrden. \u201eKein tschechischer Kommissar hatte je ein so starkes Ressort\u201c, bewertete <strong>Tomas Zdechovsky<\/strong>, Mitglied der Europ\u00e4ischen Volkspartei (EVP), die Entscheidung von der Leyens. Die kommunistische Europaabgeordnete <strong>Katerina Konecna<\/strong> bezeichnete das Ressort als einen Schlag ins Gesicht f\u00fcr Tschechien. \u201eHerr Sikela wird nur wieder die Drecksarbeit f\u00fcr Br\u00fcssel machen, wie es unsere Regierung gewohnt ist\u201c, sagte sie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PORTUGAL: \u201eWir betonen das wichtige Portfolio, das dem von Portugal nominierten Kommissar <strong>Maria Lu\u00eds Albuquerque<\/strong> zugewiesen wurde\u201c, schrieb Premierminister <strong>Lu\u00eds Montenegro<\/strong> in einer Erkl\u00e4rung. Maria Lu\u00eds Albuquerque wird das Amt der Kommissarin f\u00fcr Finanzdienstleistungen und die Spar- und Investitionsunion \u00fcbernehmen. \u201eDies ist entscheidend f\u00fcr den Fortschritt, f\u00fcr die Nachhaltigkeit des sozialen und wirtschaftlichen Projekts Europa und f\u00fcr die F\u00e4higkeit der Union, den Erwartungen, Bed\u00fcrfnissen und Interessen der europ\u00e4ischen und portugiesischen B\u00fcrger gerecht zu werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SLOWENIEN: Slowenien hat von der neuen Europ\u00e4ischen Kommission das Erweiterungsportfolio zugewiesen bekommen, an dem das Land schon immer Interesse hatte. \u201eDas Erweiterungsportfolio ist ein Beweis daf\u00fcr, dass Slowenien in der internationalen Gemeinschaft gesch\u00e4tzt und respektiert wird\u201c, sagte Premierminister <strong>Robert Golob<\/strong> unmittelbar nach der Bekanntgabe der Entscheidung von der Leyens und bezeichnete sie als historisch. \u201eSlowenien \u00fcbernimmt damit eine verantwortungsvolle Aufgabe.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e<strong>Marta Kos<\/strong> wird der Schl\u00fcssel zur Sicherung von Stabilit\u00e4t und Frieden in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und dar\u00fcber hinaus anvertraut, und wie wir durch die europ\u00e4ische Idee zur Stabilisierung sowohl des westlichen Balkans als auch der \u00f6stlichen Nachbarschaft beitragen k\u00f6nnen\u201c, sagte er. Au\u00dfenministerin Tanja Fajon begr\u00fc\u00dfte ebenfalls die Zuweisung des Ressorts an Slowenien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SPANIEN: Die spanische Regierung reagierte mit gro\u00dfer Begeisterung auf die Ernennung von <strong>Teresa Ribera<\/strong> zur Exekutiv-Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr einen sauberen, gerechten und wettbewerbsf\u00e4higen \u00dcbergang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDas ist ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr Spanien. Es ist das wichtigste Ressort, das je ein Spanier in der Europ\u00e4ischen Kommission innehatte\u201c, sagten Regierungsquellen der spanischen Presseagentur EFE. Sie sind der Ansicht, dass von der Leyen der spanischen Sozialistin das \u201crelevanteste\u201d Ressort \u00fcberl\u00e4sst. Sie vertraue Ribera \u201cdie Schl\u00fcsselpolitik f\u00fcr den strukturellen Wandel an, den sie sich zum Ziel gesetzt hat\u201d, und auf den von den ehemaligen italienischen Premierministern <strong>Enrico Letta<\/strong> und <strong>Mario Draghi <\/strong>erstellten Berichten beruht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SCHWEDEN: Die Information, dass Schwedens <strong>Jessika Roswall <\/strong>f\u00fcr Umwelt, Wasserresilienz und Kreislaufwirtschaft zust\u00e4ndig sein wird, kam \u00fcberraschend, da die schwedische Rechtsregierung eher ein Ressort Produktivit\u00e4t oder Wettbewerbsf\u00e4higkeit haben wollte. Gr\u00fcne und linke Oppositionsparteien fragen sich, wie Roswall sich beispielsweise f\u00fcr das Gesetz zur Wiederherstellung der Natur einsetzen wird, das die schwedische Regierung vehement und aktiv zu verhindern suchte. \u201eIch hoffe, dass sie ihre neue Rolle ernst nimmt und sich f\u00fcr Europa als Ganzes einsetzt, auch wenn das bedeutet, gegen die schwedische Regierung zu arbeiten\u201c, sagt<strong> Alice Bah Kuhnke,<\/strong> Europaabgeordnete der Gr\u00fcnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zwei Mal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ursula von der Leyen hat ihre Kandidatinnen und Kandidaten f\u00fcr die k\u00fcnftige EU-Kommission vorgestellt. 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