{"id":571410,"date":"2024-10-29T12:36:39","date_gmt":"2024-10-29T11:36:39","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=571410"},"modified":"2024-12-10T14:58:21","modified_gmt":"2024-12-10T13:58:21","slug":"neue-wege-und-haerteres-vorgehen-ein-update-zur-migration-in-der-eu-und-ihrer-nachbarschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/neue-wege-und-haerteres-vorgehen-ein-update-zur-migration-in-der-eu-und-ihrer-nachbarschaft\/","title":{"rendered":"\u201eNeue Wege\u201c und h\u00e4rteres Vorgehen: ein Update zur Migration in der EU und ihrer Nachbarschaft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Migration ist in der EU seit Jahren ein umstrittenes Thema. Angesichts einer Reihe von Wahlerfolgen rechter Parteien in der gesamten Union und einer sich ver\u00e4ndernden Sicherheitslage nehmen einzelne L\u00e4nder zunehmend restriktive Positionen ein. Erst im <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/policies\/eu-migration-policy\/eu-migration-asylum-reform-pact\/\">Mai<\/a> wurde das neue Migrations- und Asylpaket verabschiedet, das ab Sommer 2026 sch\u00e4rfere Regeln zur Bek\u00e4mpfung der irregul\u00e4ren Migrationsstr\u00f6me vorsieht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Forderungen nach einem h\u00e4rteren Vorgehen wurden auf dem Gipfel des Europ\u00e4ischen Rates am 17. Oktober bekr\u00e4ftigt, bei dem das Thema Migration im Mittelpunkt stand. Immer mehr L\u00e4nder forderten einen st\u00e4rkeren Schutz der EU-Grenzen, eine Diskussion \u00fcber die Externalisierung von Asylverfahren und eine rasche Umsetzung der Regeln f\u00fcr die R\u00fcckf\u00fchrung von Migranten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Vorfeld des Gipfels k\u00fcndigte die Pr\u00e4sidentin der Europ\u00e4ischen Kommission, <strong>Ursula von der Leyen<\/strong>, in einem Schreiben an die Staats- und Regierungschefs der EU an, dass die EU-Exekutive in ihrer neuen Amtszeit die Einrichtung von R\u00fcckf\u00fchrungszentren in Drittl\u00e4ndern in Erw\u00e4gung ziehen werde. Dort sollen demnach&nbsp; illegale Migranten bis zu ihrer R\u00fcckkehr in ihre Herkunftsl\u00e4nder untergebracht werden . Die Migrationspolitik in der EU k\u00f6nne nur dann nachhaltig sein, wenn diejenigen, die kein Recht auf Aufenthalt in der EU h\u00e4tten, effektiv zur\u00fcckgef\u00fchrt w\u00fcrden, schrieb von der Leyen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf dem Gipfeltreffen am vergangenen Donnerstag <a href=\"https:\/\/www.consilium.europa.eu\/en\/press\/press-releases\/2024\/10\/17\/european-council-conclusions-17-october-2024\/\">verabschiedeten<\/a> die EU-Staats- und Regierungschefs einen Text, in dem sie dringend neue Rechtsvorschriften zur verst\u00e4rkten und schnelleren R\u00fcckf\u00fchrung von Migranten forderten. Au\u00dferdem forderten sie die EU auf, \u201eneue Wege\u201c zur Bek\u00e4mpfung der irregul\u00e4ren Migration zu erkunden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl nicht ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt, k\u00f6nnten solche Ma\u00dfnahmen R\u00fcckf\u00fchrungszentren au\u00dferhalb der EU umfassen, nach dem Vorbild einer Vereinbarung zwischen Italien und Albanien. Die Idee der Externalisierung spaltet die 27 EU-Mitgliedstaaten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Derzeit werden nach <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=Returns_of_irregular_migrants_-_quarterly_statistics#Key_findings\">EU-Angaben<\/a> weniger als 20 Prozent der zur Ausreise verpflichteten Personen in ihr Herkunftsland zur\u00fcckgeschickt. Die EU-Grenzschutzagentur <strong><a href=\"https:\/\/www.frontex.europa.eu\/media-centre\/news\/news-release\/eu-external-borders-detections-down-42-in-first-9-months-of-2024-xETgIg\">Frontex<\/a><\/strong> teilte mit, dass die illegalen Einreisen in den ersten neun Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 42 Prozent zur\u00fcckgegangen sind.166.000 Grenz\u00fcberquerungen wurden registriert.<br>Die Daten zeigen einen R\u00fcckgang von 79 Prozent auf der westlichen Balkanroute, einen R\u00fcckgang von 64 Prozent auf der zentralen Mittelmeerroute, w\u00e4hrend an der \u00f6stlichen Landgrenze der EU ein hoher Anstieg von 192 Prozent verzeichnet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"627\" height=\"439\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Frontex.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-551186\" style=\"width:823px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Frontex.png 627w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Frontex-480x336.png 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 627px, 100vw\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Melonis \u201eMini-Gipfel\u201c<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italiens rechte Ministerpr\u00e4sidentin <strong>Giorgia Meloni <\/strong>war am 17. Oktober gemeinsam mit D\u00e4nemark und den Niederlanden Gastgeberin von Gespr\u00e4chen \u00fcber Migration, bei denen Regierungen der politischen Mitte und der extremen Rechten zusammenkamen. Das Treffen hatte beim sp\u00e4teren Gipfel die Tonalit\u00e4t vorgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vertreter aus Griechenland, der Tschechischen Republik, Estland, Zypern, der Slowakei, Malta, \u00d6sterreich, Polen und Ungarn waren anwesend. Kontrovers war die Teilnahme von EU-Kommissionschefin von der Leyen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Vertreter aller L\u00e4nder, die an diesem Morgen zusammenkamen, waren sich einig, dass \u201ewir mutiger und schneller reagieren m\u00fcssen\u201c, sagte der tschechische Ministerpr\u00e4sident <strong>Petr Fiala<\/strong> anschlie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EU-Parlamentarier und Co-Vorsitzende der Gr\u00fcnen, <strong>Bas Eickhout<\/strong>, <a href=\"https:\/\/www.greens-efa.eu\/en\/article\/press\/zelensky-meeting-euco-quote-from-bas-eickhout\">sagte <\/a>hingegen im Vorfeld des Gipfels, dass \u201ewir uns nicht der rechtsextremen Angstmacherei und der populistischen Propaganda zum Thema Migration beugen d\u00fcrfen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Italien-Albanien-Modell ger\u00e4t ins Stocken<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im November 2023 hatten Italien und Albanien eine Vereinbarung \u00fcber zwei von Italien geleitete Aufnahmezentren auf albanischem Boden unterzeichnet, die Mitte Oktober in Betrieb genommen wurden. In den Zentren sollen Asylbewerber untergebracht werden, bis ihre F\u00e4lle aus der Ferne von italienischen Richtern bearbeitet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sechzehn M\u00e4nner aus Bangladesch und \u00c4gypten trafen am 16. Oktober im albanischen Hafen von Sh\u00ebngjin ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das umstrittene Abkommen wurde von anderen EU-Mitgliedstaaten als m\u00f6gliche Blaupause f\u00fcr so genannte \u201eR\u00fcckf\u00fchrungszentren\u201c betrachtet, w\u00e4hrend Kritiker es als \u201eneues Guantanamo\u201c bezeichnen, das die Problematik auslagere und \u00fcberm\u00e4\u00dfig teuer sei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italienische Richter lehnten am Freitag die Unterbringung der ersten Migranten in dem Nicht-EU-Land ab. Ein k\u00fcrzlich ergangenes Urteil des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs (EuGH) besagt, dass die M\u00e4nner die Kriterien f\u00fcr eine Unterbringung in Albanien nicht erf\u00fcllten und stattdessen nach Italien gebracht werden m\u00fcssten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vier der 16 wurden als \u201evulnerabel\u201c eingestuft und sofort nach Italien zur\u00fcckgeschickt. Die \u00fcbrigen zw\u00f6lf gingen am Samstag an Bord eines Schiffes der italienischen K\u00fcstenwache, das sie nach Brindisi in S\u00fcditalien brachte, wie albanische Hafenbeh\u00f6rden mitteilten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Entscheidung des Gerichts l\u00f6ste eine w\u00fctende Reaktion f\u00fchrender Kabinettsmitglieder aus. Der italienische Vize-Ministerpr\u00e4sident und Verkehrsminister Matteo Salvini warf den Richtern vor, sie seien \u201epolitisiert\u201c. Meloni reagierte auf das Urteil mit den Worten: \u201eDie Italiener haben mich gebeten, die illegale Einwanderung zu stoppen, und ich werde alles tun, um mein Wort zu halten und den Menschenhandel zu stoppen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"it\" dir=\"ltr\">Accordo con l\u2019<a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/Albania?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#Albania<\/a>: gli italiani mi hanno chiesto di fermare l\u2019immigrazione illegale, e far\u00f2 tutto il possibile per mantenere la parola data e fermare la tratta di esseri umani. <a href=\"https:\/\/t.co\/pMhjw3M125\">pic.twitter.com\/pMhjw3M125<\/a><\/p>&mdash; Giorgia Meloni (@GiorgiaMeloni) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/GiorgiaMeloni\/status\/1847328681800130693?ref_src=twsrc%5Etfw\">October 18, 2024<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Montag (21.10.2014) verabschiedete die italienische Regierung ein Dekret zur Migration, in dem eine Liste sicherer L\u00e4nder f\u00fcr die R\u00fcckf\u00fchrung festgelegt wird. Die Ma\u00dfnahme zielt darauf ab, das rechtliche Problem der Unterbringung von Migranten in Albanien zu l\u00f6sen. Es enth\u00e4lt eine Liste sicherer L\u00e4nder als Teil der Prim\u00e4rgesetzgebung und nicht als interministeriellen Erlass, \u201eden ein Richter nicht ignorieren kann\u201c, sagte Justizminister Carlo Nordio am sp\u00e4ten Montag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Italiens Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Migranten, einschlie\u00dflich seiner Zentren in Albanien, um Migranten in den von Italien betriebenen Zentren in dem Balkanland unterzubringen, m\u00fcssen mit dem EU-Recht \u00fcbereinstimmen, sagte ein Sprecher der Europ\u00e4ischen Kommission am Montag.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir sind uns des Urteils in Italien bewusst und stehen in Kontakt mit den italienischen Beh\u00f6rden: Im Moment gibt es keine europ\u00e4ische Liste sicherer Drittstaaten, die Mitgliedstaaten haben nationale Listen, aber es wird erwartet, dass wir daran arbeiten werden\u201c, sagte der Sprecher.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Blick auf die Migration in der gesamten Europ\u00e4ischen Union<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der Migration innerhalb Europas scheint sich das Blatt gewendet zu haben. W\u00e4hrend viele die Beschleunigung der Verfahren und die Umsetzung des EU-Migrationspakts bef\u00fcrworten, ist die Idee, Asylantr\u00e4ge au\u00dferhalb der EU zu stellen, umstritten. Einige L\u00e4nder versuchen zudem, aus dem Pakt ganz auszusteigen.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den letzten Wochen beantragten die<strong> Niederlande <\/strong>bei der Europ\u00e4ischen Kommission ein Opt-out aus dem EU-Migrationspakt \u2013 ein beispielloser Schritt, dessen Erfolg als unwahrscheinlich gilt. <strong>Ungarn<\/strong> folgte dem Beispiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Oktober k\u00fcndigte der <strong>polnische<\/strong> Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk eine vor\u00fcbergehende Aussetzung des Rechts auf Asyl f\u00fcr Migranten an, die aus Belarus kommen. Warschau wirft Moskau und Minsk vor, Migranten an die polnische Grenze, die auch eine EU-Au\u00dfengrenze ist, zu dr\u00e4ngen, um den Block zu destabilisieren und die Sicherheit zu untergraben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Finnland<\/strong>, das im Osten \u00fcber rund 1.340 Kilometer an Russland grenzt, schloss die gemeinsame Grenze im vergangenen Jahr. Das Land warf Moskau vor, absichtlich Asylbewerber ohne Papiere an die Grenz\u00fcberg\u00e4nge zu bringen. Bei seiner Ankunft auf dem Gipfel erkl\u00e4rte der finnische Ministerpr\u00e4sident Petteri Orpo, dass er Polen \u201eunterst\u00fctzt und versteht\u201c und forderte eine L\u00f6sung auf EU-Ebene.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In <strong>Schweden <\/strong>strebt die derzeitige rechtsgerichtete Regierung die strengste Asylpolitik in der Europ\u00e4ischen Union an und verk\u00fcndet stolz, dass die Zahl der Asylbewerber derzeit so niedrig sei wie seit 1997 nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotz der h\u00e4rteren Gangart in der Migrationsfrage unterst\u00fctzt die schwedische Regierung den neuen EU-Pakt \u00fcber Asyl und Migration und steht L\u00e4ndern, die eine Ausnahmeregelung oder ein Modell wie in Ruanda anstreben, sehr skeptisch gegen\u00fcber.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die fr\u00fchere <strong>britische<\/strong> Regierung hatte geplant, Asylbewerber, die ohne g\u00fcltige Papiere in das Vereinigte K\u00f6nigreich kamen, sofort nach Ruanda abzuschieben. Diese Regelung wurde vom derzeitigen Premierminister Keir Starmer an seinem ersten Tag im Amt abgeschafft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das <strong>deutsche<\/strong> Parlament beschloss vor kurzem (18. Oktober) K\u00fcrzungen der Leistungen f\u00fcr Asylbewerber und damit einen Wendepunkt in der deutschen Haltung zur Einwanderung markiert. Das Land hat au\u00dferdem die Grenzkontrollen an den Grenzen zu allen neun Nachbarl\u00e4ndern ausgeweitet und damit Elemente der EU-Freiz\u00fcgigkeitsregeln vor\u00fcbergehend ausgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Frankreichs<\/strong> neuer Innenminister, Bruno Retailleau, beklagte, dass das EU-Recht die R\u00fcckf\u00fchrung von Migranten in ihre Heimatl\u00e4nder \u201efast unm\u00f6glich\u201c mache. Das Land verl\u00e4ngerte au\u00dferdem die vor\u00fcbergehenden Grenzkontrollen mit sechs seiner Nachbarl\u00e4nder, darunter Luxemburg, Belgien, Deutschland, Italien, Spanien und die Schweiz, bis Ende April n\u00e4chsten Jahres.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"600\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Snaez-i-Solc.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-564772\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Snaez-i-Solc.jpeg 800w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Snaez-i-Solc-480x360.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">17.10.2024, Belgien, Br\u00fcssel: Der spanische Ministerpr\u00e4sident Pedro Sanchez (l) spricht mit dem deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz, w\u00e4hrend sie an einem runden Tisch w\u00e4hrend eines EU-Gipfels in Br\u00fcssel teilnehmen. Foto: Omar Havana\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Reaktionen auf den Gipfel<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>deutsche<\/strong> Bundeskanzler Olaf Scholz forderte die Mitgliedstaaten auf, die Umsetzung eines neuen EU-Migrationsabkommens voranzutreiben. Er blieb skeptisch gegen\u00fcber der Idee der externen Zentren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch der <strong>spanische<\/strong> Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez ist der Ansicht, dass externe Zentren keines der bestehenden Probleme l\u00f6sen, sondern neue schaffen w\u00fcrde. S\u00e1nchez, der sich ebenfalls f\u00fcr eine schnellere Umsetzung des EU-Migrationspakts ausspricht, erkl\u00e4rte, dass \u201ewir das Migrationsph\u00e4nomen mit Blick auf k\u00fcnftige Generationen und nicht auf die n\u00e4chsten Wahlen angehen m\u00fcssen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Slowenien <\/strong>geh\u00f6rt zu denjenigen Staaten, die die Umsetzung bestimmter Ma\u00dfnahmen des EU-Migrationspakts beschleunigen wollen. \u201eSlowenien pl\u00e4diert f\u00fcr eine sofortige Umsetzung der Ma\u00dfnahmen, die Transit- und Herkunftsl\u00e4nder einbeziehen sollen, und f\u00fcr eine bessere Finanzierung in der Zukunft\u201c, sagte Ministerpr\u00e4sident Robert Golob am Rande des Gipfels.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Portugals<\/strong> Premierminister Lu\u00eds Montenegro erkl\u00e4rte, das Land sei bereit, Einwanderer aufzunehmen, werde dies aber nicht \u201emit weit ge\u00f6ffneten T\u00fcren\u201c tun. Dar\u00fcber hinaus erkl\u00e4rte er, das Land die EU-Mechanismen zur Bek\u00e4mpfung der illegalen Einwanderung unterst\u00fctze, sofern die Menschenrechte geachtet w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der <strong>tschechische<\/strong> Ministerpr\u00e4sident Petr Fiala sagte auf dem Gipfel vor Journalisten, die Europ\u00e4ische Union m\u00fcsse ihre R\u00fcckf\u00fchrungspolitik grundlegend \u00e4ndern, ihre Au\u00dfengrenzen viel besser sch\u00fctzen und st\u00e4rker mit Drittl\u00e4ndern zusammenarbeiten. Die L\u00f6sung bestehe nicht darin, \u201eKontrollen innerhalb des Schengen-Raums durchzuf\u00fchren, wie es jetzt geschieht\u201c.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Besorgt \u00fcber Auswirkungen in der Nachbarschaft?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Bosnien und Herzegowina<\/strong> (BiH), ein wichtiges Transitland auf der Balkan-Migrationsroute, sieht sich aufgrund der versuchten&nbsp; illegalen Grenz\u00fcbertritte nach Kroatien einem erh\u00f6hten Druck ausgesetzt. Strengere Ma\u00dfnahmen an den EU-Grenzen k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass mehr Migranten in Bosnien und Herzegowina stranden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Dienst f\u00fcr Ausl\u00e4nderangelegenheiten von Bosnien und Herzegowina ist nicht besorgt \u00fcber die aktuelle Zahl der Migranten, die \u00e4hnlich hoch ist wie in den Vorjahren. Obwohl die Situation an den Grenzen zu Serbien und Montenegro derzeit stabil ist, warnten die Beh\u00f6rden davor, dass es in Folges des Abkommens zwischen Italien und Albanien zu einem Anstieg der illegalen Einreisen aus Albanien kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zwei Mal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf Nachrichten der teilnehmenden Agenturen im enr.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach langen, harten Verhandlungen wurde in diesem Jahr ein reformiertes Migrations- und Asylpaket verabschiedet. Nur ein paar Monate und Wahlen sp\u00e4ter geht die Haltung zum Thema im Zuge eines Rechtsrucks in Europa in eine noch h\u00e4rtere Richtung \u2013 mit Forderungen nach \u201eneuen Wegen\u201c im Umgang mit illegaler Migration. <\/p>\n","protected":false},"author":161,"featured_media":564730,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[147,837],"class_list":["post-571410","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-eu","tag-migration-de"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/161"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=571410"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/571410\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/564730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=571410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=571410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=571410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}