{"id":628384,"date":"2024-11-13T16:12:20","date_gmt":"2024-11-13T15:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=628384"},"modified":"2024-11-13T16:12:25","modified_gmt":"2024-11-13T15:12:25","slug":"eu-entwaldungsgesetz-gezerre-um-verschiebung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-entwaldungsgesetz-gezerre-um-verschiebung\/","title":{"rendered":"EU-Entwaldungsgesetz: Gezerre um Verschiebung"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-weit\/Br\u00fcssel &#8211; Das Europaparlament stimmt am Donnerstag in Br\u00fcssel \u00fcber eine 12-monatige Verschiebung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) ab, um Unternehmen und Beh\u00f6rden mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben. \u00c4nderungsantr\u00e4ge, die von der Europ\u00e4ischen Volkspartei (EVP) eingebracht wurden, gehen aber weiter und k\u00f6nnten die Wirkung des EU-Gesetzes abschw\u00e4chen. Kritik kommt von Umweltsch\u00fctzern und Gr\u00fcnen. \u00d6sterreichs Waldwirtschaft und die konservative \u00d6VP stellen sich hinter die \u00c4nderungsw\u00fcnsche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach aktuellem Stand gelten die meisten Bestimmungen der bereits in Kraft getretenen Entwaldungsverordnung ab Jahresende &#8211; f\u00fcr kleine Unternehmen sollen die Regeln ab Ende 2025 greifen. Anfang Oktober schlug die EU-Kommission nach Druck aus mehreren Staaten vor, die beiden Fristen um jeweils ein Jahr nach hinten zu verschieben &#8211; kurz danach stimmten auch die EU-Mitgliedstaaten dem zu.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne weitere Verhandlungen sollten die neuen Fristen am Donnerstag von den Abgeordneten des EU-Parlaments im Schnellverfahren abgesegnet werden. Die eingebrachten \u00c4nderungsantr\u00e4ge der EVP-Abgeordneten Christine Schneider k\u00f6nnten dem aber einen Strich durch die Rechnung setzen. Sie will die Frist um 24 statt 12 Monate verschieben und auch die Verordnung selbst soll abgeschw\u00e4cht werden. Dies w\u00fcrde wiederum Verhandlungen mit dem Rat und der EU-Kommission n\u00f6tig machen. Mit den Stimmen der EVP und den weiter rechts stehenden Fraktionen k\u00f6nnten die Antr\u00e4ge das Parlament passieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Positionen der \u00f6sterreichischen EU-Abgeordneten zu dem Themen gehen naturgem\u00e4\u00df auseinander. &#8222;Die neue Entwaldungsverordnung muss vollst\u00e4ndig gekippt werden&#8220;, fordert der FP\u00d6-Europaabgeordnete Roman Haider (PfE). &#8222;Die Entwaldungsverordnung bietet keinen Mehrwert und schadet der b\u00e4uerlichen Arbeit, die wertgesch\u00e4tzt und nicht durch unn\u00f6tige Vorschriften torpediert werden sollte&#8220;, kritisiert dann der \u00d6VP-EU-Abgeordnete Alexander Bernhuber (EVP) das EU-Gesetz, f\u00fcr das er wie Schneider im Fr\u00fchjahr 2023 noch gestimmt hatte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritik an dem Vorgehen der EVP kommt auch vom SP\u00d6-EU-Abgeordneten G\u00fcnther Sidl. &#8222;Die Europ\u00e4ische Volkspartei will mit neuen \u00c4nderungsantr\u00e4gen das gesamte Gesetz weiter abschw\u00e4chen. Klare Zielsetzung dieser neuen EVP-Vorlagen ist eine Mehrheit mit den Rechtsfraktionen zu finden&#8220;, so der Sozialdemokrat. &#8222;Wir haben keine Zeit den Lobbyist*innen der Holzindustrie blind zu folgen, w\u00e4hrend die Klimakrise mit Unwettern und D\u00fcrren unsere Ern\u00e4hrungssicherheit bedroht und unsere D\u00f6rfer wegschwemmt&#8220;, hielt auch der \u00f6sterreichische EU-Abgeordnete Thomas Waitz (Gr\u00fcne) in einem Presseschreiben dagegen. (13.11.2024)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Abgeordneten des Europaparlaments werden am Donnerstag \u00fcber einen Kommissionvorschlag abstimmen, die Regeln der EU-Entwaldungsverordnung erst ein Jahr sp\u00e4ter schlagend werdend zu lassen. Die EVP nutzt die Gelegenheit, und versucht dar\u00fcberhinaus \u00c4nderungen an dem Gesetz druchzubringen. Kritik daran kommt von Umweltsch\u00fctzern und Gr\u00fcnen.  <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":614117,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-628384","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/628384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=628384"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/628384\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/614117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=628384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=628384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=628384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}