{"id":65567,"date":"2022-11-14T11:05:59","date_gmt":"2022-11-14T10:05:59","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=65567"},"modified":"2022-11-14T11:05:59","modified_gmt":"2022-11-14T10:05:59","slug":"eu-daempft-wachstumsprognose-fuer-2023-03-prozent-plus-fuer-oesterreich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eu-daempft-wachstumsprognose-fuer-2023-03-prozent-plus-fuer-oesterreich\/","title":{"rendered":"EU d\u00e4mpft Wachstumsprognose f\u00fcr 2023: 0,3 Prozent Plus f\u00fcr \u00d6sterreich"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/Wien &#8211; Die EU-Kommission d\u00e4mpft ihre Wachstumsprognose f\u00fcr \u00d6sterreich. Sie erwartet f\u00fcr 2023 nur noch ein Plus von 0,3 Prozent. 2024 soll das Wachstum mit 1,1 Prozent wieder anziehen. F\u00fcr das laufende Jahr 2022 sagt die EU-Beh\u00f6rde in ihrer am Freitag ver\u00f6ffentlichten Herbstprognose ein Plus von 4,6 Prozent voraus. Die Inflation wird von heuer 8,7 Prozent auf 6,7 Prozent 2023 und 3,3 Prozent im Jahr 2024 zur\u00fcckgehen, erwartet die Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In ihrer Sommerprognose vom Juli hatte die EU-Kommission f\u00fcr 2023 noch mit einem Plus von 1,5 Prozent in \u00d6sterreich gerechnet. F\u00fcr 2022 hatte sie ein Wachstum von 3,7 Prozent vorausgesagt. Die Inflation hatte die Kommission im Juli mit 7,4 Prozent (2022) und 4,4 Prozent (2023) auch noch niedriger bewertet. Treiber der Teuerung seien die hohen Energiepreise, vor allem Strom und Gas, sie werden erst Ende 2023 langsam zur\u00fcckgehen, erwartet nunmehr die EU-Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die gesamte Eurozone sagt die EU-Kommission in ihrer Herbstprognose im kommenden Jahr ebenfalls ein Wachstum von nur mehr 0,3 Prozent voraus. Im Jahr 2024 soll die Wirtschaft der Eurozone dann wieder um 1,5 Prozent wachsen. F\u00fcr 2022 rechnet die EU-Beh\u00f6rde noch mit einem Plus von 3,2 Prozent im Euroraum. Die Inflationserwartung f\u00fcr die gesamte Eurozone betr\u00e4gt heuer 8,5 Prozent, 2023 6,1 Prozent und 2024 2,6 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1343\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/09\/urnnewsmldpa.com20090101220829-99-552481-v2-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-36329\"\/><figcaption>Die Inflation soll erst 2024 wieder zur\u00fcckgehen. Foto: Hendrik Schmidt\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Relativ stabil sch\u00e4tzt die EU-Beh\u00f6rde den Arbeitsmarkt in \u00d6sterreich f\u00fcr die kommenden zwei Jahre ein. Die EU-Kommission f\u00fchrt dies auf einen erwarteten h\u00f6heren Anteil von Frauen und \u00c4lteren bei den Erwerbst\u00e4tigen zur\u00fcck. Die Arbeitslosenrate wird demnach in \u00d6sterreich von heuer 5,0 Prozent auf 5,2 Prozent in 2023 und 5,3 Prozent in 2024 leicht steigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-Beh\u00f6rde erwartet, dass \u00d6sterreich sein Budgetdefizit weiter reduzieren wird. F\u00fcr 2022 rechnet die Kommission mit einem Defizit von 2,8 Prozent, f\u00fcr 2024 sagt sie eine Neuverschuldung von 1,9 Prozent voraus, gegen\u00fcber 3,4 Prozent im laufenden Jahr. Auch die \u00f6sterreichische Gesamtverschuldung soll von heuer 78,5 Prozent der Wirtschaftsleistung auf 76,6 Prozent im kommenden Jahr und 74,9 Prozent 2024 zur\u00fcckgehen. (11.11.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Budget 2023 &#8211; Tursky will bei Verwaltung und Personal sparen<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Im Tauziehen um das EU-Budget f\u00fcr 2023 fordern die EU-Staaten im Gegensatz zum EU-Parlament Einsparungen beim Personal und bei der Verwaltung. Finanz-Staatssekret\u00e4r Florian Tursky (\u00d6VP) bekr\u00e4ftigte dies am Freitag in Br\u00fcssel. Der EU-Haushalt f\u00fcr 2023 spiele sich vor dem Hintergrund von zahlreichen Krisen ab, sagte er. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Deshalb ist es f\u00fcr uns wichtig, dass wir zuk\u00fcnftig im System und auch beim Personal und in der Verwaltung sparen, um f\u00fcr Zukunftsthemen gewappnet zu sein.&#8220;<\/p><cite>Finanz-Staatssekret\u00e4r Tursky<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tursky regte an zu \u00fcberdenken, ob die automatische Anpassung der Geh\u00e4lter f\u00fcr EU-Beamte an die Inflation in unsicheren Zeiten Sinn mache. F\u00fcr die Forderung des Europaparlaments nach mehr Verwaltung und Personal zeigte er wenig Verst\u00e4ndnis. Andere EU-Institutionen h\u00e4tten ihren Stand nicht erh\u00f6ht und erwarteten dies daher auch von den anderen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;F\u00fcr sinnvolle Zukunftsinvestitionen haben wir in diesem EU-Haushalt f\u00fcr 2023 viel vorgesehen&#8220;, so Tursky weiter. Er nannte beispielsweise die Digitalisierung und das Forschungsprogramm &#8222;Horizon&#8220;. &#8222;Das bedeutet f\u00fcr uns auch, damit wir den Spielraum haben, dass wir bei Verwaltung und Personal sparen.&#8220; Die Schwerpunkte seien bereits im EU-Kommissionsvorschlag vorhanden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>&#8222;Die Digitalisierung ist die gr\u00f6\u00dfte Transformation seit der Globalisierung f\u00fcr die Wirtschaft. Hier muss die Europ\u00e4ische Union vorne mit dabei sein, damit die Europ\u00e4ische Union am Ende des Tages nicht zum Digitalisierungsverlierer wird&#8220;, sagte Tursky.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das j\u00e4hrliche EU-Budget muss gemeinsam vom EU-Ministerrat und dem Europaparlament beschlossen werden. Eine Einigung in der N\u00e4he des EU-Kommissionsvorschlags gilt als wahrscheinlich. Die Br\u00fcsseler Beh\u00f6rde hatte f\u00fcr 2023 einen Haushalt in H\u00f6he von 185,591 Milliarden Euro an Verpflichtungserm\u00e4chtigungen vorgeschlagen. Die im kommenden Jahr tats\u00e4chlich flie\u00dfenden Zahlungen sollen 166,268 Milliarden Euro betragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gegen\u00fcber dem EU-Budget f\u00fcr 2022 entspricht dies einer Aufstockung um 2,05 Prozent den Mitteln f\u00fcr Verpflichtungen und einer K\u00fcrzung um 2,54 Prozent bei den Zahlungen. Die EU-Staaten wollen die Mittel f\u00fcr Verpflichtungen um 1,6414 Milliarden Euro und die Zahlungen um 530 Millionen Euro k\u00fcrzen. (11.11.2022)<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Migration &#8211; Schallenberg: Das System funktioniert nicht<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Angesichts steigender Zahlen von Migranten sieht Au\u00dfenminister Alexander Schallenberg (\u00d6VP) ein Systemversagen in der EU. &#8222;Es ist klar: das System funktioniert nicht&#8220;, sagte der Au\u00dfenminister am Montag vor einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Br\u00fcssel. &#8222;Wir sind Nummer zwei europaweit pro Kopf, was die Anzahl an Asylantr\u00e4gen betrifft&#8220;, sagte Schallenberg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6sterreich habe derzeit wieder Zahlen von Migranten, die h\u00f6her als je zuvor seien und auch h\u00f6her als alle Zahlen der Nachbarstaaten. Zugleich sei \u00d6sterreich umgeben von Schengen- und EU-Staaten. &#8222;Das zeigt: das System funktioniert als solches nicht. Daher kann es auch keine Denkverbote geben. Man muss \u00fcber alles reden.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"772\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Schallenberg.tmp_-1024x772.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-33781\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Schallenberg.tmp_-980x739.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Schallenberg.tmp_-480x362.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption>Schallenberg:  &#8222;Solange wir im ewigen Kreis zwischen Quoten und Nicht-Quoten sind, kommen wir nicht weiter&#8220; Foto: Barbara Gindl\/APA<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schallenberg bedauerte, dass Diskussion \u00fcber die Migration in der EU immer wieder politisiert und emotionalisiert werde. In Hinblick auf den j\u00fcngsten italienisch-franz\u00f6sischen Streit habe man das Gef\u00fchl von &#8222;T\u00e4glich gr\u00fc\u00dft das Murmeltier&#8220;. Die Diskussionen von 2015 und 2016 wiederholten sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich gebe es gute Elemente in dem von der EU-Kommission vorgeschlagenen Migrationspaket zur Reform des europ\u00e4ischen Asylsystems. Auf Basis eines Systems aus &#8222;Solidarit\u00e4t und Verantwortung&#8220; k\u00f6nnte man eine Einigung erzielen, sagte Schallenberg. &#8222;Es ist halt eine Frage des politischen Willens, und einige Mitgliedstaaten sehen keine Notwendigkeit, hier Kompromisse einzugehen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ursache in der Migrationskrise der EU sieht Schallenberg in verschiedenen Interessen. Es gebe Staaten, die ankommende Migranten m\u00f6glichst schnell weiterziehen lassen wollten. Quoten und Verteilung seien der falsche Zugang. Au\u00dferdem m\u00fcsste man nunmehr zu dem Schluss kommen, dass dann Migranten aus \u00d6sterreich \u00fcbernommen werden m\u00fcssten. &#8222;Solange wir im ewigen Kreis zwischen Quoten und Nicht-Quoten sind, kommen wir nicht weiter&#8220;, so der Au\u00dfenminister. (14.11.2022) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl der APA-Europaberichterstattung. Die redaktionelle Verantwortung f\u00fcr die Ver\u00f6ffentlichung liegt bei der APA. Sie wird montags und donnerstags ver\u00f6ffentlicht.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU-Kommission erwartet 2023 kaum Wirtschaftswachstum. Sowohl in der Eurozone als auch in \u00d6sterreich soll es lediglich ein BIP-Plus von 0,3 Prozent geben.  \u00d6sterreichs Finanz-Staatssekret\u00e4r Tursky fordert unterdessen angesichts des EU-Budgets 2023 Einsparungen. Auch die Migration ist weiterhin Topthema: F\u00fcr \u00d6sterreichs Au\u00dfenminister Schallenberg funktioniert das System in der EU nicht. <\/p>\n","protected":false},"author":57,"featured_media":65551,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-65567","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/57"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/65551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}