{"id":66567,"date":"2022-11-17T11:06:20","date_gmt":"2022-11-17T10:06:20","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=66567"},"modified":"2022-11-17T11:07:27","modified_gmt":"2022-11-17T10:07:27","slug":"aussenministerin-baerbock-klimakonferenz-soll-ende-fuer-oel-gas-und-kohle-einlaeuten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/aussenministerin-baerbock-klimakonferenz-soll-ende-fuer-oel-gas-und-kohle-einlaeuten\/","title":{"rendered":"Au\u00dfenministerin Baerbock: Klimakonferenz soll Ende f\u00fcr \u00d6l, Gas und Kohle einl\u00e4uten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Scharm el Scheich &#8211; Die Weltklimakonferenz in \u00c4gypten muss aus Sicht von Au\u00dfenministerin <strong>Annalena Baerbock<\/strong> Signale f\u00fcr den Abschied von Kohle, \u00d6l und Gas setzen. Es lohne sich, auf dem Treffen von etwa 200 Staaten \u00abum jedes Zehntel Grad weniger Erderw\u00e4rmung zu k\u00e4mpfen\u00bb, sagte die Gr\u00fcnen-Politikerin am Mittwoch. <strong>Baerbock <\/strong>leitet w\u00e4hrend der entscheidenden Schlussphase der Konferenz die deutsche Delegation. R\u00fcckenwind f\u00fcr das Mammuttreffen in Scharm el Scheich kam vom G20-Gipfel in Bali, dessen Beschl\u00fcsse zum Klimaschutz \u00fcberraschend robust ausfielen. Bekr\u00e4ftigt wurde, dass die bei den UN eingereichten Klimaschutzpl\u00e4ne f\u00fcr die Jahre bis 2030 nachgesch\u00e4rft werden m\u00fcssen. Die G20 verantworten etwa 80 Prozent der klimasch\u00e4dlichen Treibhausgase weltweit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Streitpunkt sind Forderungen armer Staaten in Afrika, Asien und Lateinamerika nach Schadenersatz. Sie wollen, dass die Industriestaaten \u00fcber einen extra Geldtopf ihre Verluste ausgleichen &#8211; etwa nach D\u00fcrren, \u00dcberschwemmungen oder St\u00fcrmen, die sich wegen der Erderhitzung h\u00e4ufen. Die Welt hat sich schon um gut 1,1 Grad erw\u00e4rmt im Vergleich zur vorindustriellen Zeit, Deutschland noch st\u00e4rker. 2015 haben die Staaten vereinbart, die Erw\u00e4rmung m\u00f6glichst auf 1,5 Grad zu begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Umweltaktivisten aus Afrika prangerten an, dass Energiekonzerne der Industriestaaten in ihrer Heimat etliche klimasch\u00e4dliche Gas-, \u00d6l- und Kohleprojekte planen. Auch Deutschland ist in Afrika aktiv: Bereits im Mai hat Bundeskanzler <strong>Olaf Scholz<\/strong> (SPD) dem Senegal w\u00e4hrend einer Afrika-Reise Unterst\u00fctzung bei der Erschlie\u00dfung eines Gasfeldes vor der K\u00fcste versprochen. Der Gr\u00fcnder von Fridays for Future im Senegal, <strong>Yero Sarr<\/strong>, rief die Bundesregierung auf, das Gasvorhaben zu stoppen. \u00abTut nichts, was ihr nicht auch in eurem Heimatland tun w\u00fcrdet\u00bb, sagte er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klimaaktivisten erwarten von der Klimakonferenz auch, dass der unumg\u00e4ngliche Ausstieg aus Kohle, \u00d6l und Gas klipp und klar ins Abschlussdokument aufgenommen wird &#8211; was nach einem ersten Entwurf der \u00e4gyptischen Leitung der sogenannten COP27 (kurz f\u00fcr Conference of the Parties) aber nicht vorgesehen ist. Die deutsche Aktivistin <strong>Luisa Neubauer<\/strong> emp\u00f6rte sich \u00fcber diese L\u00fccke und sagte: \u00abDiese COP muss die COP sein, bei der die \u00c4ra der fossilen Brennstoffe zu Ende geht.\u00bb Au\u00dfenministerin<strong> Baerbock<\/strong> sagte: \u00abWir machen uns daf\u00fcr stark, dass diese COP ein klares Signal f\u00fcr den Abschied vom fossilen Zeitalter und eine schnellere Reduktion der Emissionen setzt.\u00bb (16. November) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Kommission erw\u00e4gt Gaspreisdeckel am Gro\u00dfhandelsplatz TTF<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Die<strong> Europ\u00e4ische Kommission<\/strong> arbeitet an einem festen\u00a0Gaspreisdeckel am Gro\u00dfhandelsplatz TTF. Der Deckel w\u00fcrde greifen, wenn der Preis am TTF einen vorher festgelegten H\u00f6chstwert erreicht und gleichzeitig die Preise am Weltmarkt f\u00fcr Fl\u00fcssiggas (LNG) \u00fcbersteigt, wie aus einem Entwurf der EU-Kommission hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ab welchem Wert der Mechanismus ausgel\u00f6st w\u00fcrde, stand noch nicht fest. Um Engp\u00e4sse bei der Versorgung zu vermeiden, sollte der Preisdeckel zudem regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberpr\u00fcft und jederzeit au\u00dfer Kraft gesetzt werden k\u00f6nnen, hei\u00dft es in dem Papier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Mechanismus k\u00f6nnte der Kommission zufolge Preisspitzen vor\u00fcbergehend eind\u00e4mmen und so die M\u00e4rkte beruhigen. Er ist demnach aber kein Instrument, um die Preise dauerhaft zu senken. Angesichts des drastischen R\u00fcckgangs russischer Gaslieferungen erreichte der Gaspreis am&nbsp;Gro\u00dfhandelsplatz TTF im August einen H\u00f6chststand. Dem Entwurf zufolge w\u00fcrde der Deckel den Preis f\u00fcr Gas betreffen, das einen Monat im Voraus gehandelt wird. Preise am sogenannten Spotmarkt f\u00fcr kurzfristige Kauftransaktionen w\u00e4ren nicht betroffen. Gas k\u00f6nnte zudem weiter au\u00dferhalb von B\u00f6rsenpl\u00e4tzen wie TTF gehandelt werden. Die EU-Kommission mahnte jedoch, dass das zu weniger transparenten K\u00e4ufen f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vorschl\u00e4ge f\u00fcr einen Gaspreisdeckel auf EU-Ebene sorgen in der EU f\u00fcr heftigen Streit. Auf einem EU-Gipfel im Oktober hatten sich die Staats- und Regierungschefs auf einen beweglichen Gaspreisdeckel geeinigt, um extreme Preisausschl\u00e4ge im Gro\u00dfhandel einzud\u00e4mmen. L\u00e4nder wie Belgien, Italien und Griechenland fordern schnellstm\u00f6glich einen konkreten Vorschlag der EU-Kommission, w\u00e4hrend etwa Deutschland oder die Niederlande Vorbehalte haben. Ende n\u00e4chster Woche treffen sich zudem die EU-Energieminister, um \u00fcber Ma\u00dfnahmen gegen die hohen Energiepreise zu sprechen. Bis dahin k\u00f6nnte die Kommission noch konkretere Vorschl\u00e4ge machen. (16. November) <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EZB warnt vor steigenden Risiken f\u00fcr Finanzstabilit\u00e4t im Euroraum<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1280\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/urnnewsmldpa.com20090101220720-99-92568-v2-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-26447\"\/><figcaption>Die Europ\u00e4ische Zentralbank in Frankfurt am Main. Foto: Boris Roessler\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frankfurt\/Main &#8211; Die <strong>Europ\u00e4ische Zentralbank (EZB) <\/strong>sieht wachsende Risiken f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t im Euroraum. \u00abUnserer Einsch\u00e4tzung nach haben die Risiken f\u00fcr die Finanzstabilit\u00e4t zugenommen, und eine technische Rezession im Euroraum ist wahrscheinlicher geworden\u00bb, sagte der EZB-Vizepr\u00e4sident <strong>Luis de Guindos<\/strong> anl\u00e4sslich der Vorstellung des Finanzstabilit\u00e4tsberichts der Notenbank am Mittwoch in Frankfurt. Schrumpft die Wirtschaft zwei Vierteljahre in Folge zum Vorquartal, sprechen \u00d6konomen von einer \u00abtechnischen Rezession\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abDas Hauptrisiko f\u00fcr Finanzstabilit\u00e4t und Wachstum besteht derzeit darin, dass die Inflation auf einem sehr hohen Niveau bleibt\u00bb, sagte de Guindos in einer Videoschalte. \u00abUnser Hauptbeitrag zur Finanzstabilit\u00e4t ist jetzt, Preisstabilit\u00e4t herzustellen.\u00bb Die EZB sieht diese mittelfristig bei zwei Prozent Inflation im Euroraum gew\u00e4hrleistet. Davon ist die Teuerung seit Monaten weit entfernt: Im Euroraum lagen die Verbraucherpreise im Oktober um 10,7 Prozent \u00fcber dem Niveau des Vorjahresmonats. In Europas gr\u00f6\u00dfter Volkswirtschaft Deutschland stieg die Inflationsrate im Oktober auf 10,4 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EZB versucht nach langem Z\u00f6gern seit Juli mit kr\u00e4ftigen Zinserh\u00f6hungen die extrem hohe Teuerung in den Griff zu bekommen. Der Leitzins im Euroraum, der jahrelang auf dem Rekordtief von null Prozent eingefroren war, liegt inzwischen bei 2,0 Prozent. Der anhaltende Krieg in der Ukraine sei nach wie vor ein erhebliches Risiko f\u00fcr Inflation und Wachstum, stellte die EZB fest. Insgesamt jedoch h\u00e4lt die Notenbank, die die gr\u00f6\u00dften Banken im Euroraum direkt beaufsichtigt, das Bankensystem im W\u00e4hrungsraum der 19 L\u00e4nder f\u00fcr \u00abgut aufgestellt, um vielen Risiken standzuhalten\u00bb. (16. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Welt hat sich um 1,1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit erw\u00e4rmt. Schafft es die Weltklimakonferenz, ein Stoppzeichen zu setzen? Au\u00dferdem: In Br\u00fcssel diskutiert man weiter \u00fcber den umstrittenen Gaspreisdeckel.  Das Risiko einer technischen Rezession habe im Euroraum durch Ukraine-Krieg, Rekord-Inflation und Energiepreis-Schock zugenommen, warnen die Euro-H\u00fcter.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":66691,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-66567","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=66567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/66567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/66691"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=66567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=66567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=66567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}