{"id":68319,"date":"2022-11-21T16:06:12","date_gmt":"2022-11-21T15:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/enr.today\/?p=68319"},"modified":"2022-11-21T16:07:12","modified_gmt":"2022-11-21T15:07:12","slug":"speicherverband-deutschland-kann-winter-ohne-gas-notstand-ueberstehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/speicherverband-deutschland-kann-winter-ohne-gas-notstand-ueberstehen\/","title":{"rendered":"Speicherverband: Deutschland kann Winter ohne Gas-Notstand \u00fcberstehen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin &#8211; Deutschland kann nach Ansicht der Gasspeicherbetreiber den bevorstehenden Winter ohne Gas-Notstand \u00fcberstehen. \u00abTreten keine extremen Temperaturen auf, kommt Deutschland gut durch den Winter 2022\/23\u00bb, teilte der Verband<strong> Initiative Energien Speichern (Ines)<\/strong> am Freitag mit. Gasmangellagen k\u00f6nnten zwar nicht vollst\u00e4ndig ausgeschlossen werden, seien angesichts aktueller Wetterprognosen aber sehr unwahrscheinlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Verband sind 14 Unternehmen vertreten, die insgesamt mehr als 90 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazit\u00e4ten repr\u00e4sentieren. Derzeit sind die Speicher zu nahezu 100 Prozent gef\u00fcllt. Die gespeicherte Menge entspricht etwa dem Gasverbrauch der Monate Januar und Februar 2022. Zu beachten ist, dass die Speicher auch bei hoher Nachfrage dem Markt nur den kleineren Teil des Gasaufkommens zur Verf\u00fcgung stellen. Der gr\u00f6\u00dfere Teil wird durch Pipeline-Importe sichergestellt, die derzeit vor allem aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Ines zeigen alle Szenarien jedoch, dass die Speicher vor dem Winter 2023\/2024 erneut umfangreich bef\u00fcllt werden k\u00f6nnen, \u00abselbst wenn eine starke Entleerung in diesem Winter stattgefunden hat\u00bb. Die M\u00f6glichkeiten einer Wiederbef\u00fcllung w\u00fcrden allerdings besonders von der Verf\u00fcgbarkeit von Fl\u00fcssigerdgas (LNG) f\u00fcr den EU-Binnenmarkt bestimmt. Der Verband will seine Modellierungen k\u00fcnftig jeden Monat ver\u00f6ffentlichen. Die n\u00e4chste Pr\u00e4sentation ist f\u00fcr den 9. Dezember geplant. Die Bundesnetzagentur betonte am Freitag in ihrem t\u00e4glichen Lagebericht die andauernde Notwendigkeit eines sparsamen Gasverbrauchs. (18. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Klimakrise: Die Welt bleibt bei Symptombehandlung<\/h2>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1920\" height=\"1216\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/urnnewsmldpa.com20090101ape11e5a9400b0448a9859ed4cf54f9629-v1004-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-68335\"\/><figcaption>Freiwillige schieben einen Bus, der auf einer durch starke Regenf\u00e4lle \u00fcberfluteten Stra\u00dfe stecken geblieben ist, 3. Juni 2022, Havana, Kuba. Foto: Ramon Espinosa\/AP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Scharm el Scheich &#8211; Die \u00f6ffentliche Auseinandersetzung der Delegierten aus aller Welt um den von manchen hei\u00df ersehnten Ausstieg aus \u00d6l, Gas und Kohle bleibt aus bei der Klimakonferenz in Scharm el Scheich. Nach zweiw\u00f6chigen Beratungen ist die Weltgemeinschaft praktisch keinen Schritt weiter bei der Bek\u00e4mpfung des Klimawandels &#8211; hat sich aber in einer historischen Entscheidung auf einen Hilfstopf f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder geeinigt, die besonders unter dessen verheerenden Folgen leiden. Au\u00dfenministerin <strong>Annalena Baerbock<\/strong> beschreibt die Einigung als \u00abneues Kapitel in der Klimapolitik\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zuvor drohten Deutschland und die EU, den Pakt notfalls platzen zu lassen. \u00abWir k\u00f6nnen nicht akzeptieren, dass das 1,5-Grad Ziel hier und heute stirbt\u00bb, warnt der EU-Kommissions-Vize<strong> Frans Timmermans<\/strong> am Samstagmorgen. Au\u00dfenministerin Baerbock mahnt, um diese international vereinbarte Grenze zur Abwendung der katastrophalsten Folgen der Erderw\u00e4rmung noch zu erreichen, m\u00fcsse die Welt ihre Anstrengungen mehr als verdoppeln. Sp\u00e4testens 2025 m\u00fcsse der H\u00f6chststand des Treibhausgasaussto\u00dfes erreicht sein. Und schon im n\u00e4chsten Jahrzehnt m\u00fcsse der Aussto\u00df an Treibhausgasen halbiert werden. Als Baerbock, Timmermans und Co. am Sonntagmorgen vor die Kameras treten, ist l\u00e4ngst klar, dass die knallharten Ansagen vom Tag vorher ein Bluff waren. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch hatte der Vorsto\u00df aus \u00d6l, Gas und Kohle auszusteigen, je eine Chance? Mit ihren hoch gesteckten Zielen f\u00fcr die Konferenz bewegten Deutschland und die EU sich zwischen m\u00e4chtigen Staaten, die ihren Einfluss still aus dem Hintergrund wirken lie\u00dfen. F\u00fcr \u00d6l-Riesen wie Russland, Iran und Saudi-Arabien sind Formulierungen zum Ausstieg aus den fossilen Energietr\u00e4gern ein rotes Tuch. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unter Leitung der \u00e4gyptischen Gastgeber, die nach Einsch\u00e4tzung mancher Beobachter undurchsichtig agierten, steuerte das Treffen auf eine Bauchlandung zu. Das Misstrauen gegen\u00fcber der Konferenzleitung wuchs, von chaotischen Abl\u00e4ufen war die Rede. \u00dcber Kompromissvorschl\u00e4ge etwa konnten Unterh\u00e4ndler ihren Delegationen teils nur aus dem Ged\u00e4chtnis berichten, weil sie weder Papiere erhielten noch Notizen machen durften. (20. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Drohnen-Export: EU stimmt mit Partnern neue Iran-Sanktionen ab<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Manama &#8211; Der Iran muss wegen der Lieferung von Kamikaze-Drohnen an L\u00e4nder wie Russland mit neuen Strafma\u00dfnahmen des Westens rechnen. \u00abWir stimmen uns mit Partnern und Verb\u00fcndeten ab, um in Reaktion auf die Proliferation iranischer Drohnen weitere Sanktionen zu verh\u00e4ngen\u00bb, sagte EU-Kommissionspr\u00e4sidentin <strong>Ursula von der Leyen<\/strong> am Freitag bei der Sicherheitskonferenz IISS Manama Dialogue im K\u00f6nigreich Bahrain. Die Weitergabe von Waffen durch den Iran stelle f\u00fcr \u00abuns alle\u00bb ein Sicherheitsrisiko dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Beispiele f\u00fcr die Folgen des Exports von iranischen Drohnen vom Typ Shahed 136 nannte von der Leyen den vor wenigen Tagen vor der K\u00fcste Omans erfolgten Angriff auf den \u00d6ltanker Pacific Zircon sowie russische Attacken auf zivile Ziele in den St\u00e4dten der Ukraine. Letztere k\u00f6nnten als Kriegsverbrechen eingestuft werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Welche neuen Strafma\u00dfnahmen gegen den Iran vorbereitet werden, sagte von der Leyen nicht. Das erste EU-Sanktionspaket wegen der Drohnenlieferungen an Russland war bereits am 20. Oktober in Kraft getreten. Betroffen sind das Unternehmen Shahed Aviation Industries sowie drei ranghohe Milit\u00e4rs. (18. November)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Diese Zusammenstellung ist eine redaktionelle Auswahl auf der Grundlage der Europa-Berichterstattung der dpa. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der dpa. Der EU Digest erscheint jeweils montags und donnerstags.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutschen Gasspeicherbetreiber haben Szenarien f\u00fcr den Winter 2022\/2023 vorgestellt. Auf der Klimakonferenz konnte die Bek\u00e4mpfung des Klimawandels nicht vorangetrieben werden, jedoch kam es zur Einigung bei Finanzhilfen f\u00fcr \u00e4rmere L\u00e4nder. Au\u00dferdem: Als Reaktionen auf Irans Drohnen-Exporte, bereitet die EU neue Sanktionen vor.<\/p>\n","protected":false},"author":119,"featured_media":68369,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[5109,143,3427,5677,5673],"class_list":["post-68319","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-cop27-3","tag-energie","tag-energiekrise","tag-gasspeicher","tag-weltklimakonferenz"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68319","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/119"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=68319"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/68319\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/68369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=68319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=68319"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=68319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}