{"id":729840,"date":"2024-12-10T09:52:27","date_gmt":"2024-12-10T08:52:27","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=729840"},"modified":"2024-12-10T09:52:32","modified_gmt":"2024-12-10T08:52:32","slug":"industrie-will-magnesit-auf-liste-kritischer-rohstoffe-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/industrie-will-magnesit-auf-liste-kritischer-rohstoffe-setzen\/","title":{"rendered":"Industrie will Magnesit auf Liste kritischer Rohstoffe setzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-weit\/Br\u00fcssel &#8211; Der \u00f6sterreichische Hersteller von Feuerfest-Produkten, RHI Magnesita, will, dass das f\u00fcr das Unternehmen wichtige Mineral Magnesit auf die EU-Liste der Kritischen Rohstoffe kommt. Dadurch k\u00f6nnten zum Beispiel Magnesit-Bergbauprojekte schneller genehmigt werden, erkl\u00e4rte der Europa-Chef des Unternehmens, Constantin Beelitz, im APA-Gespr\u00e4ch am Montag in Br\u00fcssel. Zusammen mit Euromines, dem Dachverband europ\u00e4ischer Bergbauunternehmen, versucht man, die EU-Kommission von einer Magnesit-Listung zu \u00fcberzeugen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bereits jetzt baue das Unternehmen das Mineral selbst ab &#8211; auch in \u00d6sterreich. Der Abbau in Europa reiche aber nicht aus, um den Bedarf zu decken, wodurch man Magnesit, beziehungsweise das daraus hergestellte Magnesia, zu einem Gro\u00dfteil aus China importieren m\u00fcsse. &#8222;65 bis 70 Prozent unseres Bedarfes an Magnesit kriegen wir aus China&#8220;, sagt Beelitz.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Magnesit sei zentral f\u00fcr Dekarbonisierung<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Magnesia sei ein zentraler Rohstoff f\u00fcr die Dekarbonisierung der Industrie, insbesondere in der Stahl-, Zement- und Glasproduktion. Sogenannte Elektrolichtbogen\u00f6fen zum Beispiel w\u00e4ren in der Produktion von gr\u00fcnem Stahl n\u00f6tig und k\u00f6nnten ohne Magnesit nicht funktionieren. Zudem werde das Mineral f\u00fcr die Herstellung anderer wichtiger Rohstoffe gebraucht, argumentiert der RHI-Magnesita-Manager.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Wenn man eine Mine oder Abbaust\u00e4tte erweitern m\u00f6chte, wenn man eine neue erschlie\u00dfen m\u00f6chte &#8211; was wir \u00fcbrigens in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren tun werden m\u00fcssen in Tirol und in der Steiermark &#8211; hat man nat\u00fcrlich schnellere, transparentere Genehmigungsverfahren&#8220;, wirbt er f\u00fcr eine Listung des Magnesit als kritischer Rohstoff. Dass durch die schnelleren Verfahren verschiedene Kontrollen ausfallen w\u00fcrden, will Beelitz nicht stehen lassen. &#8222;Es geht nur darum, dass man sicherstellt, dass diese Verfahren mit gr\u00f6\u00dfter Priorit\u00e4t behandelt werden.&#8220; Dadurch k\u00f6nne die Verfahrensdauer von aktuell im Schnitt acht bis zehn Jahren auf zwei gek\u00fcrzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Mai war ein EU-Gesetz (&#8222;Critical Raw Materials Act&#8220;) in Kraft getreten, mit dem die Abh\u00e4ngigkeit der EU bei kritischen Rohstoffen reduziert werden soll. Bei entsprechend gelisteten Mineralien sollen zum Beispiel Bergbauprojekte viel einfacher genehmigt und der Zugang zur Finanzierung erleichtert werden. Beelitz zeigte sich unterdessen optimistisch, dass die EU-Kommission dem Anliegen seines Unternehmens nachkommen wird. Bis zu einer definitiven Listung k\u00f6nnte es noch eineinhalb Jahre dauern, sch\u00e4tzt er. (09.12.2024)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Mineral Magnesit sei von zentraler Bedeutung f\u00fcr die Dekarbonisierung der europ\u00e4ischen Industrie und man m\u00fcsse hier unabh\u00e4ngiger von China werden, argumentiert das \u00f6sterreichische Unternehmen RHI Magnesita. Die Firma lobbyiert bei der EU-Kommission daf\u00fcr, dass Magnesit auf die EU-Liste der kritischen Rohstoffe gesetzt wird. <\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":729841,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-729840","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/729840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=729840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/729840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/729841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=729840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=729840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=729840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}