{"id":730325,"date":"2024-12-10T14:40:17","date_gmt":"2024-12-10T13:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=730325"},"modified":"2024-12-10T14:40:22","modified_gmt":"2024-12-10T13:40:22","slug":"eige-index-gleichberechtigung-kommt-in-eu-langsam-voran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eige-index-gleichberechtigung-kommt-in-eu-langsam-voran\/","title":{"rendered":"EIGE-Index: Gleichberechtigung kommt in EU langsam voran"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel\/EU-weit &#8211; Laut dem am Montag ver\u00f6ffentlichten Index 2024 des Europ\u00e4ischen Instituts f\u00fcr Gleichstellungsfragen (EIGE) ist die EU langsam auf dem Weg zu einer &#8222;Union der Gleichstellung&#8220; unterwegs. Vor dem Hintergrund politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten warnt die Agentur allerdings davor, sich auf bisher erreichten &#8222;bescheidenen Fortschritten&#8220; auszuruhen. Am &#8222;gleichsten&#8220; ist Schweden, am &#8222;ungleichsten&#8220; Rum\u00e4nien. \u00d6sterreich liegt etwas \u00fcber dem EU-Durchschnitt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben \u00d6sterreich kommen Deutschland, Spanien und Luxemburg laut Index bei der Gleichstellung der Geschlechter schneller voran, und vergr\u00f6\u00dfern damit ihren Abstand zu anderen EU-Staaten. Malta, Tschechien und Litauen haben 2023 zwar die gr\u00f6\u00dften Schritte vorw\u00e4rts gemacht; sie haben aber nach wie vor Aufholbedarf. Der Index 2024 zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten, wobei Schweden mit 82 Punkten den h\u00f6chsten und Rum\u00e4nien mit 57,5 Punkten den niedrigsten Wert an Gleichberechtigung erreicht. \u00d6sterreich liegt auf Platz 11.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der EU-Schnitt 2024 sind 71 von 100 m\u00f6glichen Punkten, die vollen Gleichstand bedeuten w\u00fcrden. Dies ist eine leichte Verbesserung um 0,8 Punkte gegen\u00fcber dem Vorjahr und um insgesamt 7,9 Punkte seit 2010. Zum Vergleichen wurden Daten aus sechs Bereichen des t\u00e4glichen Lebens genutzt: Arbeit, Geld, Wissen, Zeit, Macht und Gesundheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Gleichstellung Grundlage f\u00fcr st\u00e4rkeres Europa&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Die Gleichstellung der Geschlechter ist die Grundlage f\u00fcr ein st\u00e4rkeres Europa&#8220;, sagte EIGE-Direktorin Carlien Scheele in der Pressekonferenz am Montag. Die Politiker und Entscheidungstr\u00e4ger in der EU m\u00fcssten sich entweder voll f\u00fcr die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen oder strukturelle Ungleichheiten akzeptieren. &#8222;Der Weg zur Gleichstellung der Geschlechter war noch nie so fragil wie heute. Wir m\u00fcssen besser werden und das Tempo erh\u00f6hen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frauen haben in den letzten Jahren laut Index zwar deutlich an &#8222;Macht&#8220; gewonnen (+19,5 Punkte seit 2010 und +2,3 seit 2023). Insgesamt liegt hier der Wert aber noch bei mageren 61,4 von m\u00f6glichen 100 Punkten. Der Anteil der weiblichen Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments ist heuer zum ersten Mal seit 1979 sogar gesunken. Seit den EU-Wahlen sitzen 278 Frauen (39 Prozent) und 441 M\u00e4nner (61 Prozent) im Plenarsaal. \u00d6sterreich z\u00e4hlt nun zu den 15 EU-L\u00e4ndern mit weniger weiblichen EU-Abgeordneten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Trotzdem haben die \u00d6sterreicherinnen im EU-Vergleich am meisten an Macht zugelegt: Seit 2010 ist \u00d6sterreichs Wert in diesem Bereich um 28,7 Punkte gestiegen, seit 2021 um 1,7 Punkte. Die gr\u00f6\u00dfte Verbesserung fand im Teilbereich des sozialen Einflusses statt. Aber auch in der Wirtschaft konnten \u00d6sterreichs Frauen seit 2010 deutlich Macht dazugewinnen, und zwar um 23,7 Punkte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stillstand in der Arbeitswelt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stillstand ortet der Index in der europ\u00e4ischen Arbeitswelt: Besonders bei Paaren mit Kindern sei der &#8222;Gender gap&#8220; sehr gro\u00df. In \u00d6sterreich ist er generell einer der gr\u00f6\u00dften Europas: Zwischen 2010 und 2022 ist die Vollzeit-Besch\u00e4ftigungsquote bei den Frauen zwar leicht gestiegen (von 42 auf 43 Prozent) und bei den M\u00e4nnern gesunken (von 62 auf 61 Prozent). Dieser Unterschied hat sich seit 2010 um 2 Prozentpunkte verringert, bleibt aber mit 18 Prozentpunkten einer der gr\u00f6\u00dften der EU. Im Bereich Gesundheit schneidet \u00d6sterreich von allen sechs untersuchten Bereichen am besten ab, und liegt mit 91 Punkten auf Platz 5 der Rangliste.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Bereich Geld wachsen EU-weit die geschlechtsspezifischen Unterschiede besonders bei den \u00fcber 50-J\u00e4hrigen, was die lebenslange Belastung der Frauen durch unbezahlte Betreuungsaufgaben widerspiegele. \u00d6sterreich liegt hier auf Platz 6, nach Platz 4 vor zwei Jahren. Die nach wie vor hohe Betreuungslast der Frauen gebe ihnen auch weniger Zeit f\u00fcr Selbstf\u00fcrsorge, Sport, Kultur und Freizeit. Hier schlie\u00dft sich die Geschlechterl\u00fccke in Europa nur sehr langsam; seit 2010 gab es nur ein Plus von 3,3 Punkten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-Parlament veranstaltet Gleichstellungswoche<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Europ\u00e4ische Parlament organisiert im Rahmen der f\u00fcnften Europ\u00e4ischen Gleichstellungswoche zwischen 9. und 15. Dezember zahlreiche Veranstaltungen. Das Motto ist heuer &#8222;Frauen in der digitalen Welt: Sicherheit und Empowerment&#8220;. Ziel ist laut Parlament, das wachsende Problem der Online-Bel\u00e4stigung und Cybergewalt zu beleuchten und nach L\u00f6sungen zu suchen. Jedes Jahr veranstaltet das Europ\u00e4ische Parlament die Gleichstellungswoche, um Fortschritte zu bewerten, Erfolge hervorzuheben und neue Ma\u00dfnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter zu ermitteln. (10.12.2024)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am gleichsten ist laut Index Schweden, am ungleichsten ist Rum\u00e4nien. \u00d6sterreich liegt bei der Gleichstellung leicht \u00fcber dem EU-Durchschnitt.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":107557,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[17662,147,17665,12059,17664],"class_list":["post-730325","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eige","tag-eu","tag-geschlechter","tag-gleichstellung","tag-mann"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/730325","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=730325"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/730325\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/107557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=730325"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=730325"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=730325"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}