{"id":823582,"date":"2025-01-10T12:02:31","date_gmt":"2025-01-10T11:02:31","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=823582"},"modified":"2025-01-10T12:02:36","modified_gmt":"2025-01-10T11:02:36","slug":"pruefer-sehen-maengel-bei-preisregeln-von-kartenzahlungen-in-eu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/pruefer-sehen-maengel-bei-preisregeln-von-kartenzahlungen-in-eu\/","title":{"rendered":"Pr\u00fcfer sehen M\u00e4ngel bei Preisregeln von Kartenzahlungen in EU"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Luxemburg (dpa) &#8211; Verbraucher in der EU k\u00f6nnten einem Bericht des <strong>Europ\u00e4ischen Rechnungshofes <\/strong>zufolge unter in der Staatengemeinschaft geltenden Regeln zur Festlegung von Preisen bei digitalen Zahlungen leiden. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So gelten in der EU etwa Verbote f\u00fcr Preisaufschl\u00e4ge f\u00fcr Kartenzahlungen und \u00dcberweisungen im Euro-Zahlungsraum und eine Obergrenze f\u00fcr Geb\u00fchren, die bei einer Transaktion \u00fcber ein Kartensystem anfallen. Mit diesen sogenannten Preisinterventionen sollen etwa sch\u00e4dliche Auswirkungen unlauteren Wettbewerbs begrenzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">EU-Kommission nicht zur Kontrolle verpflichtet<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings sei die <strong>Europ\u00e4ische Kommission<\/strong> nicht verpflichtet, diese Preisinterventionen \u2013 insbesondere bei Kartengeb\u00fchren \u2013 regelm\u00e4\u00dfig zu \u00fcberpr\u00fcfen, kritisieren die EU-Pr\u00fcfer mit Sitz in Luxemburg. Auch h\u00e4tten sie festgestellt, dass nicht klar geregelt sei, ob Preisinterventionen gerechtfertigt sind oder wie lange sie gelten sollten.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00abBei einigen der Interventionen im Bereich Kartenzahlungen konnte die Europ\u00e4ische Kommission nicht nachweisen, dass die positiven Auswirkungen f\u00fcr die Verbraucher die negativen eindeutig \u00fcberwiegen\u00bb, sagte <strong>Ildik\u00f3 G\u00e1ll-Pelcz<\/strong> vom Rechnungshof. Schlecht gestaltete Preisinterventionen f\u00fchrten zu Unwirtschaftlichkeit f\u00fcr Zahlungsdienstleister, verzerrten Angebot und Nachfrage auf dem Markt k\u00f6nnten sich im schlimmsten Fall negativ auf Verbraucher und H\u00e4ndler auswirken.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Milliarden Euro an Kartengeb\u00fchren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Wert digitaler Zahlungen &#8211; also etwa das Bezahlen mittels Karte oder Smartphone &#8211; im Einzelhandel in der EU habe sich von 2017 bis 2023 mehr als verdoppelt und 2023 die Marke von einer Billion Euro \u00fcberschritten. F\u00fcr Kartengeb\u00fchren zahlten Verbraucher laut Sch\u00e4tzungen der Pr\u00fcfer im Jahr 2023 zwischen f\u00fcnf und sechs Milliarden Euro.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut Statista hat das bargeldlose Bezahlen auch in Deutschland in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 2023 wurden rund 61,8 Prozent des Umsatzes mit Karte bezahlt, zehn Jahre zuvor waren es noch 42,6 Prozent.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zu den Auswirkungen der EU-Politik f\u00fcr den digitalen Zahlungsverkehr l\u00e4gen kaum Erkenntnisse vor, da die EU-Kommission kein wirksames \u00dcberwachungssystem eingerichtet habe, mahnten die Pr\u00fcfer weiter.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kommission erkennt aufgeworfene Fragen an<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Insgesamt erkenne die Kommission die Bedeutung der von den Pr\u00fcfern aufgeworfenen Fragen an, hie\u00df es in einer Reaktion. An einer Vielzahl der im Bericht genannten Probleme werde bereits gearbeitet, hie\u00df es weiter. Der Europ\u00e4ische Rechnungshof \u00fcberpr\u00fcft in Berichten regelm\u00e4\u00dfig die Arbeit von EU-Institutionen, insbesondere der EU-Kommission. Er kann Institutionen keine verbindlichen Anweisungen geben, seine Berichte werden aber in Debatten beispielsweise \u00fcber Rechts\u00e4nderungen ber\u00fccksichtigt. (9. Januar)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bargeldloses Zahlen wird in Europa und auch in Deutschland immer beliebter. Doch die EU-Kommission kann \u00c4nderungen etwa bei den Kartengeb\u00fchren nicht angemessen \u00fcberwachen, sagt der Europ\u00e4ische Rechnungshof.<\/p>\n","protected":false},"author":161,"featured_media":823559,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[],"class_list":["post-823582","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/161"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=823582"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/823582\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/823559"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=823582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=823582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=823582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}