{"id":923811,"date":"2025-02-07T13:33:08","date_gmt":"2025-02-07T12:33:08","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=923811"},"modified":"2025-02-07T13:33:13","modified_gmt":"2025-02-07T12:33:13","slug":"ueberschwemmungen-verknappung-und-verschmutzung-wassersysteme-in-der-eu-unter-druck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/ueberschwemmungen-verknappung-und-verschmutzung-wassersysteme-in-der-eu-unter-druck\/","title":{"rendered":"\u00dcberschwemmungen, Verknappung und Verschmutzung: Wassersysteme in der EU unter Druck"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU hat eine Reihe von Ma\u00dfnahmen eingeleitet, um sich ein klareres Bild vom Zustand der Gew\u00e4sser in der Union zu verschaffen und ihre anstehende Wasserresilienzstrategie zu gestalten. Diese Woche ver\u00f6ffentlichte die Kommission Berichte \u00fcber die Umsetzung der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:52025DC0002\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wasserrahmenrichtlinie, der Hochwasserrichtlinie<\/a> und der <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=CELEX:52025DC0003\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie<\/a>.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eDas Wasser steht aufgrund von Missmanagement, Verschmutzung und Klimawandel unter enormem Druck.\u201c<\/p><cite>Umweltkommissarin Jessika Roswall<\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Artikel beschreibt der enr, wie L\u00e4nder in der EU von den in den Berichten hervorgehobenen Problemen betroffen sind \u2013 und betrachtet auch die <a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/legal-content\/DE\/TXT\/HTML\/?uri=OJ:L_202403019\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Richtlinie \u00fcber die Behandlung von kommunalem Abwasser<\/a>, die im Januar in Kraft getreten ist.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut dem Bericht der Kommission \u00fcber die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie haben sich die Lage verbessert. \u201eDie Mitgliedstaaten haben im Allgemeinen ihre Kenntnisse und die \u00dcberwachung von Oberfl\u00e4chen- und Grundwasserk\u00f6rpern verbessert, die Ausgaben erh\u00f6ht und die Anwendung der wasserbezogenen EU-Rechtsvorschriften verbessert, auch wenn es erhebliche regionale Unterschiede gibt\u201c, hei\u00dft es dort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In allen Bereichen sei ein Umdenken erforderlich, wenn es um den Zugang zu Wasser gehe, so Roswall gegen\u00fcber der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA. \u201eBeim Wasser ist nicht mehr alles beim Alten. Es ist eine strategische Ressource f\u00fcr unsere Sicherheit\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mitgliedstaaten m\u00fcssen jedoch noch viel tun, um Vorgaben der Union zu erreichen: Nur 39 Prozent der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser erreichen einen guten \u00f6kologischen Zustand und nur 26,8 Prozent einen guten chemischen Zustand. Dies sei vor allem auf die weit verbreitete Verschmutzung durch Quecksilber und andere giftige Schadstoffe zur\u00fcckzuf\u00fchren, f\u00fcgte die Kommission hinzu. Auch \u00dcberschwemmungen, Wasserknappheit und D\u00fcrre bereiteten zunehmend Sorge.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unruhiges Fahrwasser<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, bis 2027&nbsp; Verschmutzungs-H\u00f6chstgrenzen einzuhalten und eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abwasserentsorgung zu gew\u00e4hrleisten. Sie sollen unter anderem die Wasser-Wiederverwendung f\u00f6rdern, illegale Entnahmen bek\u00e4mpfen und die Effizienz bei der Nutzung steigern. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint es jedoch unwahrscheinlich, dass die Staaten diese Ziele bis 2027 erreichen k\u00f6nnen, hei\u00dft es in dem Bericht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Roswall betonte, dass die EU-Gesetzgebung im Bereich Wasser zwar vorhanden sei, ihre Umsetzung aber hinterherhinke. Um diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen, k\u00fcndigte sie strukturierte Dialoge mit allen EU-L\u00e4ndern an.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/sdln-Qg8Sw3E7w-nh-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-911121\" srcset=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/sdln-Qg8Sw3E7w-nh-980x653.jpg 980w, https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/sdln-Qg8Sw3E7w-nh-480x320.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Umweltkommissarin Jessika Roswall. Foto: Mikaela Landestr\u00f6m\/TT<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">L\u00e4nder wie Belgien sind weit davon entfernt, die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 zu erreichen. Verschmutzung durch Landwirtschaft und Industrie sowie die dichte Besiedlung, die Kanalisation und die historische (d. h. langfristige) und grenz\u00fcberschreitende Verschmutzung tragen ebenfalls zur Belastung bei.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Belgien haben laut L\u00e4nderbericht nur 27,4 Prozent der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser einen guten \u00f6kologischen Zustand, wobei das Vorhandensein von Nitraten und Pestiziden weiterhin ein gro\u00dfes Problem darstellt. Dar\u00fcber hinaus befanden sich alle Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser in einem schlechten chemischen Zustand, was haupts\u00e4chlich auf Quecksilber, synthetische Chemikalien wie Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) und Metalle wie Blei und Kadmium zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Der chemische Zustand des Grundwassers habe sich im Vergleich zur Messung von 2015 leicht verbessert, aber immer noch befindet sich fast die H\u00e4lfte des Grundwassers in einem schlechten Zustand.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europ\u00e4ischen Quellen zufolge werden sich sieben Mitgliedstaaten vor dem Gerichtshof der Europ\u00e4ischen Union wiederfinden, die keine aktualisierten Strategiepl\u00e4ne zur Anwendung der Wasserrahmenrichtlinie und der Hochwasserrichtlinie vorgelegt haben \u2013, darunter Portugal.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist mit Streitigkeiten und Anfechtungen zu rechnen: Die portugiesische Regierung hat beispielsweise erkl\u00e4rt, dass die Daten, die die Europ\u00e4ische Kommission dazu veranlasst haben, Portugal wegen unzureichender Ma\u00dfnahmen in Bezug auf Wasser und \u00dcberschwemmungen zu verklagen, dem Umweltministerium zufolge nicht mehr aktuell sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zu viel oder zu wenig Wasser<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">D\u00fcrren und Wasserknappheit stellen die Wasserreserven der EU auf die Probe, w\u00e4hrend das Risiko von \u00dcberschwemmungen als hoch eingesch\u00e4tzt wird. Trotz der Fortschritte, die die Kommission bei der Bewertung der Umsetzung der Hochwasserrichtlinie zum Hochwasserrisikomanagement feststellte, empfiehlt Br\u00fcssel den Regierungen, ihre Planungs- und Verwaltungskapazit\u00e4ten zu verbessern und angemessen in den Hochwasserschutz zu investieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201e\u00dcberschwemmungen werden immer h\u00e4ufiger, intensiver und t\u00f6dlicher. Kein Teil Europas ist davon verschont geblieben. Investitionen in Hochwasserschutz und Fr\u00fchwarnsysteme sind der Schl\u00fcssel dazu\u201c, sagte Roswall.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/europeannewsroom.com\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/urnnewsmldpa.com20090101240919-99-456226-v3-s2048.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-547492\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Archivbild: Im vergangenen Jahr richteten \u00dcberschemmungen in vielen Teilen Europas gro\u00dfe Sch\u00e4den an. Foto: Lech Muszynski\/PAP\/dpa<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei den meisten Pl\u00e4nen der Mitgliedstaaten ist es jedoch schwierig, R\u00fcckschl\u00fcsse auf ihre Wirksamkeit zu ziehen, da zu wenig quantitative Ziele festgelegt wurden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00d6sterreich wurde beispielsweise aufgefordert, die Ziele des nationalen Plans konkreter zu fassen, sie nach M\u00f6glichkeit mit quantitativen Indikatoren zu verkn\u00fcpfen und zeitlich zu begrenzen. Au\u00dferdem muss es seine Fortschritte bei der Erreichung der Ziele bewerten. Zudem soll das Land seine Ma\u00dfnahmen zur Wiederherstellung eines guten \u00f6kologischen und chemischen Zustands aller Fl\u00fcsse und Seen erh\u00f6hen und beschleunigen, hei\u00dft es in dem Bericht. \u201eDiffuse Schadstoffbelastungen der Gew\u00e4sser\u201c durch die Landwirtschaft m\u00fcssen besser bewertet und direkt reduziert werden, hei\u00dft es weiter.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Belgien ist eines der L\u00e4nder, die mehr f\u00fcr ihr Hochwassermanagement tun m\u00fcssen, betonte Roswall. Die \u00dcberschwemmungsrisiken sind in allen belgischen Regionen erheblich, wie im Sommer 2021 deutlich wurde, als \u00dcberschwemmungen Teile der Provinz L\u00fcttich verw\u00fcsteten. In den vergangenen Jahren haben \u00dcberschwemmungen auch in Teilen Deutschlands, der Niederlande, der Tschechischen Republik, Spaniens, Polens oder \u00d6sterreichs schwere Sch\u00e4den verursacht, um nur einige zu nennen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die s\u00fcdeurop\u00e4ischen L\u00e4nder werden zunehmend von extremen Wetterereignissen wie \u00dcberschwemmungen und D\u00fcrren heimgesucht, so z. B. Italien. Die Auswirkungen von D\u00fcrren werden in den kommenden Jahren zunehmen, da die Folgen des Klimawandels immer st\u00e4rker zu sp\u00fcren sein werden, so die Kommission.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wasserknappheit in Italien sei jedoch auch auf menschliches Handeln zur\u00fcckzuf\u00fchren, da 77 Prozent der unterirdischen Gew\u00e4sser aufgrund des Entnahmedrucks unter Knappheit litten. Die Verschmutzung durch die Landwirtschaft \u00fcbt dagegen den gr\u00f6\u00dften Druck auf die Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Leere Meere: Verlust der biologischen Vielfalt<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRR) verpflichtet die Mitgliedstaaten, den Zustand ihrer Meere zu bewerten, zu \u00fcberwachen und Ma\u00dfnahmen zum Schutz und zur Verbesserung zu ergreifen, um einen guten Umweltzustand zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bericht stellt einige Fortschritte fest, jedoch: Im Durchschnitt aller in diesem Bericht erfassten Mitgliedstaaten werden lediglich die Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung von Meeresm\u00fcll und von nicht heimischen Arten als teilweise wirksam erachtet, um die L\u00f6sung der Probleme anzugehen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung anderer Formen der Verschmutzung, des Verlusts der biologischen Vielfalt und des Klimawandels werden nach wie vor als unzureichend angesehen. Die Kommission dr\u00e4ngte auf mehr Ma\u00dfnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der biologischen Vielfalt der Meere sowie zur Verringerung der Verschmutzung durch N\u00e4hrstoffe, Chemikalien und Unterwasserl\u00e4rm.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Abwasser: Kl\u00e4rende Richtlinien<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 1. Januar 2025 trat auch die \u00fcberarbeitete EU-Richtlinie \u00fcber die Behandlung von kommunalem Abwasser in Kraft. Sie zielt darauf ab, die menschliche Gesundheit und die Umwelt vor den negativen Folgen unbehandelter kommunaler Abw\u00e4sser zu sch\u00fctzen. Zu diesem Zweck m\u00fcssen die EU-L\u00e4nder sicherstellen, dass St\u00e4dte und Gemeinden ihr Abwasser ordnungsgem\u00e4\u00df sammeln und kosteneffizient behandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die EU-L\u00e4nder m\u00fcssen ihre Strategien zur Abwasserbehandlung weiterentwickeln, da die Richtlinie vorschreibt, dass urbane Gebiete mit mehr als 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ihr Abwasser sammeln und behandeln m\u00fcssen. Dabei sollen N\u00e4hrstoffe oder Mikroverunreinigungen, die sch\u00e4dlich sein k\u00f6nnen, entfernt werden. Gleichzeitig m\u00fcssen die Anlagen energieneutral werden. Die Treibhausgasemissionen sind bis 2045 zu reduzieren. Dar\u00fcber hinaus schreibt die Richtlinie vor, das Abwasser auf Infektionskrankheiten wie SARS-Covid oder antimikrobielle Resistenzen zu \u00fcberwachen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit der Umsetzung dieser Anforderungen will die Kommission eine Reihe ehrgeiziger Ziele erreichen: Sie will die Wasserqualit\u00e4t durch strengere Wasseraufbereitung verbessern sowie die Wiederverwendung und R\u00fcckgewinnung von Abwasser f\u00f6rdern. Mit der Richtlinie soll sichergestellt werden, dass die verantwortlichen Verschmutzer zur Kasse gebeten werden und dass die schw\u00e4chsten und am st\u00e4rksten ausgegrenzten Menschen in Europa Zugang zu sanit\u00e4ren Einrichtungen haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Mitgliedstaaten haben bis 2028 Zeit, \u00fcber die Umsetzung der alten Richtlinie zu berichten. Danach wird das Berichtssystem auf die \u00fcberarbeitete Richtlinie umgestellt. Dies k\u00f6nnte Milliarden kosten, da einige EU-Mitglieder schon Probleme haben, die alte Richtlinie einzuhalten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ende 2023 verklagte die Europ\u00e4ische Kommission beispielsweise Spanien vor dem Gerichtshof der EU (EuGH), weil das Land die EU-Vorschriften zur Sammlung und Behandlung von kommunalem Abwasser nicht einhielt. \u201eDie von der Kommission gesammelten Informationen zeigen, dass die Richtlinie in Spanien in weiten Teilen nicht eingehalten wird\u201c, hie\u00df es damals in einer Erkl\u00e4rung der Europ\u00e4ischen Kommission.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der bulgarische Minister f\u00fcr regionale Entwicklung und \u00f6ffentliche Arbeiten, Ivan Ivanov, erkl\u00e4rte, die europ\u00e4ischen Mittel seien \u201edie wichtigste \u2013 wenn nicht sogar die einzige \u2013 Finanzierungsquelle f\u00fcr die Sanierung des Wasserversorgungs- und Abwassernetzes\u201c in seinem Land. Die erforderlichen Investitionen zur Einhaltung der EU-Richtlinien f\u00fcr die Behandlung von kommunalem Abwasser beliefen sich allein auf etwa 3 Milliarden Euro. Viele weitere Milliarden seien f\u00fcr die Verbesserung der Trinkwasserqualit\u00e4t und die Modernisierung der bestehenden Wasserinfrastruktur n\u00f6tig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Italien ist Verschmutzung durch eine schlechte Bewirtschaftung der kommunalen Abw\u00e4sser nach wie vor ein gro\u00dfes Problem, von dem ein Viertel der Oberfl\u00e4chengew\u00e4sser betroffen ist. Der Kommission zufolge liegt das Land bei der Umsetzung der Richtlinie \u00fcber die Behandlung von kommunalem Abwasser hinter dem europ\u00e4ischen Durchschnitt zur\u00fcck. Nur 56 Prozent der kommunalen Abw\u00e4sser werden gem\u00e4\u00df den Anforderungen der EU-Normen behandelt, verglichen mit dem europ\u00e4ischen Durchschnitt von 76 Prozent.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mehr als zwei Drittel der slowenischen Abw\u00e4sser wurden vor ihrer Einleitung im Jahr 2023 behandelt, wie aus den Daten des statistischen Amtes des Landes f\u00fcr dieses Jahr hervorgeht.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regierung begr\u00fc\u00dfte die neuen EU-Ma\u00dfnahmen, erkl\u00e4rte jedoch, dass einige Teile der Richtlinie sehr ehrgeizig seien, und forderte Flexibilit\u00e4t, um sie an die Besonderheiten der EU-L\u00e4nder anzupassen. Slowenien unterst\u00fctzt Ma\u00dfnahmen auf der Grundlage des Verursacherprinzips, hat aber Bedenken hinsichtlich der detaillierten Regelung von Sanktionen auf EU-Ebene.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verursacherprinzip f\u00fcr die Pharma- und Kosmetikindustrie<\/strong>&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Beseitigung von Mikroverunreinigungen und die Umsetzung des Verursacherprinzips sind zwei&nbsp; wichtige Aspekte der neuen Richtlinie. Mikroverunreinigungen sind unerw\u00fcnschte Stoffe, die in der Umwelt in sehr geringen Konzentrationen (Mikrogramm oder sogar Nanogramm pro Liter) nachweisbar und im Allgemeinen auf menschliche Aktivit\u00e4ten zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Mit der neuen Richtlinie wird ein Verursacherprinzip f\u00fcr die Pharma- und Kosmetikindustrie eingef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Hersteller von Arzneimitteln und Kosmetika sind bereit, sich an den Bem\u00fchungen zu beteiligen \u2013 halten es aber f\u00fcr unfair, dies als einzige Hersteller zu tun. Sie warnen vor den hohen Kosten. \u201eWir haben in der Tat Mikroverunreinigungen aus unseren Produkten in den kommunalen Abw\u00e4ssern, also m\u00fcssen wir uns an ihrer Beseitigung beteiligen\u201c, sagte Pascal le Guyader, stellvertretender Generaldirektor der franz\u00f6sischen Pharmavereinigung (Leem), gegen\u00fcber AFP.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Auswirkungsstudie der Europ\u00e4ischen Kommission sch\u00e4tzt die zus\u00e4tzlichen Kosten auf 1,2 Milliarden Euro pro Jahr f\u00fcr die gesamte EU. Die Medizin- und Kosmetikindustrie hingegen glaubt, dass die Kosten weitgehend untersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Dieser Artikel wird zweimal pro Woche ver\u00f6ffentlicht. Der Inhalt basiert auf den Nachrichten der am European Newsroom beteiligten Agenturen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wasser ist allgegenw\u00e4rtig, und die meiste Zeit machen sich Europ\u00e4er nicht wirklich viele Gedanken \u00fcber diesen wichtigen Teil ihres Lebens. Doch Klimawandel, Landwirtschaft, Verschmutzung und \u00dcbernutzung belasten die Wassersysteme auf dem Kontinent \u2013 sei es das S\u00fc\u00dfwasser, die Ozeane oder sogar das Abwasser.<\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":923135,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":true,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[39],"tags":[18532,147,1203,18533,18531,2253],"class_list":["post-923811","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-key-story","tag-duerre","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-ueberschwemmung","tag-verschmutzung","tag-wasser"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/923811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=923811"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/923811\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/923135"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=923811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=923811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=923811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}