{"id":984410,"date":"2025-02-24T15:33:18","date_gmt":"2025-02-24T14:33:18","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=984410"},"modified":"2025-02-24T15:33:25","modified_gmt":"2025-02-24T14:33:25","slug":"konservative-gewinnen-wahl-in-deutschland-rechte-zweitstaerkste-kraft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/konservative-gewinnen-wahl-in-deutschland-rechte-zweitstaerkste-kraft\/","title":{"rendered":"Konservative gewinnen Wahl in Deutschland &#8211; Rechte zweitst\u00e4rkste Kraft"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Berlin\u00a0(dpa)\u00a0&#8211;\u00a0Machtwechsel in Deutschland: Die konservativen Schwesterparteien CDU\/CSU haben die Bundestagswahl klar gewonnen und d\u00fcrften mit <strong>Friedrich Merz <\/strong>den n\u00e4chsten Kanzler stellen. Nach dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis kommt die rechte Alternative f\u00fcr Deutschland (AfD) auf Platz zwei. Dahinter folgen die sozialdemokratische SPD, die auf ein historisches Tief abst\u00fcrzt, sowie die Gr\u00fcnen. Die Linke ist \u00fcberraschend stark im Bundestag, dem deutschen Parlament, vertreten. Das links-konservative B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die liberalen Freien Demokraten (FDP) scheitern dagegen an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde und verpassen den Einzug ins Parlament.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nun l\u00e4uft alles auf ein B\u00fcndnis aus den Unionsparteien CDU\/CSU und SPD hinaus, denn eine schwarz-gr\u00fcne Koalition (CDU\/CSU und Gr\u00fcne) hat keine Mehrheit der Mandate. Ein Zusammengehen mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften AfD, die sich auf 20,8 Prozent verdoppelte (Wahl 2021: 10,4 Prozent), hat CDU-Chef Merz ausgeschlossen.  <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Merz: \u00abSchnell handlungsf\u00e4hig werden\u00bb<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Union kommt nach dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis auf 28,5 Prozent (Wahl 2021: 24,1 Prozent). CDU-Chef Merz hat nun beste Chancen, n\u00e4chster Kanzler nach <strong>Olaf Scholz<\/strong> (SPD) zu werden &#8211; dieser bleibt aber zun\u00e4chst im Amt. Merz hat angek\u00fcndigt, sp\u00e4testens bis Ostern eine Regierung bilden zu wollen.  Merz betonte, dass es auch f\u00fcr Europa wichtig sei,  dass es keine H\u00e4ngepartie gebe. Auf X schrieb er, Europa warte auf Deutschland. \u00abWir m\u00fcssen jetzt wieder schnell handlungsf\u00e4hig werden.\u00bb\u00a0 <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<blockquote class=\"twitter-tweet\" data-width=\"550\" data-dnt=\"true\"><p lang=\"de\" dir=\"ltr\">\u201eWir brauchen eine z\u00fcgige und vern\u00fcnftige Regierungsbildung. Wir m\u00fcssen international handlungsf\u00e4hig werden. Ich bleibe bei meiner pers\u00f6nlichen Hoffnung, dass wir bis Ostern eine Regierung gebildet haben. Europa wartet auf Deutschland.\u201d &#8482; <a href=\"https:\/\/t.co\/nMJ4fwcRYi\">pic.twitter.com\/nMJ4fwcRYi<\/a><\/p>&mdash; Friedrich Merz (@_FriedrichMerz) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/_FriedrichMerz\/status\/1893748123660337544?ref_src=twsrc%5Etfw\">February 23, 2025<\/a><\/blockquote><script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Scholz \u00fcbernimmt Verantwortung&nbsp;<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die SPD erzielte mit 16,4 Prozent (2021: 25,7 Prozent) ihr schlechtestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Scholz sprach von einem bitteren Ergebnis und einer Niederlage, f\u00fcr die er auch Verantwortung trage. Im Fall von Koalitionsgespr\u00e4chen stehe er nicht als Verhandlungsf\u00fchrer zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Gr\u00fcnen mit Kanzlerkandidat Robert Habeck sacken ab auf 11,6 Prozent (2021: 14,7 Prozent). Die Linken verbessern sich deutlich auf 8,8 Prozent (2021: 4,9 Prozent).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der FDP, die mit nur 4,3 Prozent aus dem Parlament fliegt (2021: 11,4 Prozent), steht nun ein Wechsel an der Spitze an: Parteichef Christian Lindner schrieb am Abend auf X: \u00abNun scheide ich aus der aktiven Politik aus.\u00bb Das BSW von Sahra Wagenknecht scheitert hauchd\u00fcnn an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde: Laut Bundeswahlleitung kommt das BSW auf 4,972 Prozent. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der neue Bundestag hat 630 Sitze &#8211; f\u00fcr eine Mehrheit sind 316 Sitze n\u00f6tig. Die Union erreicht nach dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis auf 208 Sitze im neuen Parlament. Die SPD erringt 120 Mandate. Eine Regierungskoalition der beiden Fraktionen ist damit m\u00f6glich. F\u00fcr eine schwarz-gr\u00fcne Koalition reichen die Ergebnisse nicht: Die Gr\u00fcnen bekommen lediglich 85 Abgeordnete. Die AfD vergr\u00f6\u00dfert ihre Fraktion mit 152 Sitzen deutlich. Die Linke stellt 64 Abgeordnete. Ein Mandat erringt erneut der S\u00fcdschleswigsche W\u00e4hlerverband, der als Partei der d\u00e4nischen und friesischen Minderheit von der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde befreit ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">AfD will mitregieren<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">AfD-Chefin <strong>Alice Weidel<\/strong> sprach von einem historischen Ergebnis. \u00abMan wollte uns halbieren, das Gegenteil ist eingetreten.\u00bb Die AfD sei bereit zur Zusammenarbeit mit der Union. \u00abUnsere Hand wird immer ausgestreckt sein f\u00fcr eine Regierungsbeteiligung, um den Willen des Volkes umzusetzen.\u00bb Zugleich k\u00fcndigte sie an: \u00abWir werden die anderen jagen, dass sie vern\u00fcnftige Politik f\u00fcr unser Land machen.\u00bb Ihre Hochburgen hat die AfD im Osten: Die AfD ist in allen f\u00fcnf ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern st\u00e4rkste Kraft geworden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wahlbeteiligung lag laut den \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF mit 83,0 bis 83,1 Prozent h\u00f6her als 2021 (76,4 Prozent) und erreichte den h\u00f6chsten Wert seit der Wiedervereinigung. Zur Stimmabgabe aufgerufen waren 59,2 Millionen Menschen, davon gut 42 Prozent 60 Jahre oder \u00e4lter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Wahl wurde um sieben Monate vorgezogen \u2013 ein Vorziehen gab es bisher nur 1972, 1983 und 2005. Grund ist, dass die Ampel-Koalition aus SPD, Gr\u00fcnen und FDP im November zerbrochen war. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wahlkampf kreiste zuletzt vor allem um Migration<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der kurze Winterwahlkampf war zuletzt gepr\u00e4gt von der Debatte \u00fcber eine Begrenzung der Migration. Merz hatte gefordert, dass auch Asylbewerber an den deutschen Grenzen zur\u00fcckgewiesen werden \u2013 was aus Sicht von Gr\u00fcnen und SPD gegen Europarecht versto\u00dfen w\u00fcrde. Scharfe Kritik hatte Merz auf sich gezogen, nachdem die Union im Bundestag einen Antrag zur Migrationspolitik mit Stimmen der AfD durchgesetzt hatte. (24. Februar)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die konservativen Parteien CDU\/CSU siegen bei der Bundestagswahl und d\u00fcrften den n\u00e4chsten deutschen Kanzler stellen.  Eine Regierung Merz wird auch f\u00fcr Br\u00fcssel Ver\u00e4nderungen mit sich bringen. <\/p>\n","protected":false},"author":71,"featured_media":984396,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[117,18840,3901],"class_list":["post-984410","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-deutschland","tag-merz-2","tag-wahlen"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/984410","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/71"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=984410"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/984410\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/984396"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=984410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=984410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=984410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}