{"id":993086,"date":"2025-02-27T16:17:31","date_gmt":"2025-02-27T15:17:31","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=993086"},"modified":"2025-02-27T16:17:39","modified_gmt":"2025-02-27T15:17:39","slug":"eige-bericht-gewalt-gegen-frauen-immer-noch-weit-verbreitet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/eige-bericht-gewalt-gegen-frauen-immer-noch-weit-verbreitet\/","title":{"rendered":"EIGE-Bericht: Gewalt gegen Frauen immer noch weit verbreitet"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Br\u00fcssel &#8211; Um der Gewalt gegen Frauen nachhaltig den Kampf anzusagen, braucht es neben dem gesellschaftlichen Bewusstsein mehr Geld: Das war eine der Schlussfolgerungen der Expertinnen des Europ\u00e4ischen Instituts f\u00fcr Gleichstellungsfragen (EIGE) bei einer Pressekonferenz am Dienstag. Dabei wurde der auf Gewalt gegen Frauen bezogene Teil des Index analysiert. Laut Bericht ist &#8222;Gewalt gegen Frauen ein weit verbreitetes, schwerwiegendes und zu wenig bekanntes Ph\u00e4nomen in der EU&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nur die Bewusstseinsbildung reiche nicht aus, erkl\u00e4rte Stephanie Futter-Orel, Direktorin des WAVE-Netzwerks (Women Against Violence Europe). Sie fordert einen &#8222;gesamtgesellschaftlichen Ansatz&#8220; und Ver\u00e4nderungen im System. Der EIGE-Bericht kritisiert die daf\u00fcr eingerichteten Dienste als &#8222;nach wie vor v\u00f6llig unzureichend&#8220;. Sie k\u00f6nnten die Einhaltung der von den Mitgliedstaaten eingegangenen rechtlichen Verpflichtungen nicht garantieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewaltvermeidung auch wirtschaftliche Investition<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Futter-Orel ebenso wie EIGE-Forscherin Blandine Mollard kritisieren die mangelnden finanziellen Mittel zur Vorbeugung und Reaktion auf Gewalt gegen Frauen. Die WAVE-Direktorin betonte, diese m\u00fcssten auch als eine wirtschaftliche Investition gesehen werden, da durch sie Kosten wie f\u00fcr Spitalversorgung oder soziale Dienste eingespart w\u00fcrden. Investiert werden sollte laut der \u00d6sterreicherin vor allem in bew\u00e4hrte Initiativen: Sie nennt als Beispiel ihr Heimatland, wo Nachbarschaftsinitiativen Augen und Ohren offen halten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im am Dienstag ver\u00f6ffentlichten Index steht 1 f\u00fcr eine Situation, in der es keine Gewalt gibt, und 100 f\u00fcr das genaue Gegenteil, in der Gewalt gegen Frauen extrem h\u00e4ufig und schwerwiegend ist und nicht offengelegt wird. Der Gesamtindex liegt zwischen 24,6 (Griechenland) und 41,7 (Finnland), mit einem EU-Durchschnitt von 31,9. Auch die Situation in \u00d6sterreich wird im Bericht, der zw\u00f6lf EU-Staaten umfasst, untersucht. \u00d6sterreich liegt beim Gesamtwert bei rund 30.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Beim Unterbereich Schweregrad, der die Intensit\u00e4t der von den Frauen erlebten Gewalt erfasst, ist \u00d6sterreich ein eher positives Beispiel: Der EU-Wert liegt bei 44 Punkten, und die Werte reichen von 35,7 in \u00d6sterreich bis 49,3 von 100 Punkten in Bulgarien. Femizid wird im Bericht als die extremste Form der Gewalt gegen Frauen genannt. Trotzdem h\u00e4tten nur vier Mitgliedstaaten femizidspezifische Rechtsvorschriften. Aufgrund unterschiedlicher Regelungen und Aufzeichnungen ist hier laut EIGE ein EU-weiter Vergleich schwierig. 2022 verzeichnete Lettland mit 2,2 die h\u00f6chste Zahl von Femiziden pro 100.000 Einwohner, gefolgt von Litauen und Malta. \u00d6sterreich kommt hier auf 0,6; dabei seien aber nur Femizide durch Familienmitglieder erfasst. (27.02.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleichstellungsexpertinnen forderten in einem Pressegespr\u00e4ch mehr Bewusstseinsbildung<br \/>\nund mehr finanzielle Mittel.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":218079,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[147,18895,18893],"class_list":["post-993086","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-eu","tag-gender-3","tag-women-3"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/993086","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=993086"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/993086\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/218079"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=993086"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=993086"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=993086"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}