{"id":993158,"date":"2025-02-27T17:09:35","date_gmt":"2025-02-27T16:09:35","guid":{"rendered":"https:\/\/europeannewsroom.com\/?p=993158"},"modified":"2025-02-27T17:09:43","modified_gmt":"2025-02-27T16:09:43","slug":"oesterreichische-eu-abgeordnete-bewerten-clean-industrial-deal-positiv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/oesterreichische-eu-abgeordnete-bewerten-clean-industrial-deal-positiv\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichische EU-Abgeordnete bewerten Clean Industrial Deal positiv"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">EU-weit\/Br\u00fcssel &#8211; \u00d6sterreichische EU-Abgeordnete von \u00d6VP, SP\u00d6, Gr\u00fcnen und NEOS bewerten den am Mittwoch von der EU-Kommission vorgestellten &#8222;Clean Industrial Deal&#8220; f\u00fcr eine wettbewerbsf\u00e4higere und emissions\u00e4rmere Industrie grunds\u00e4tzlich positiv. Die Omnibus-Vorschl\u00e4ge, die umwelt- und arbeitnehmerfreundliche Gesetze aufweichen, wurden in einem gemeinsamen Pressegespr\u00e4ch hingegen auch teils kritisch gesehen: B\u00fcrokratieabbau ja, aber mit Augenma\u00df, so die Parlamentarier.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Clean Industrial Deal (CID) verspreche &#8222;Reindustrialisierung und Dekarbonisierung unter einem Hut&#8220;, so \u00d6VP-EU-Delegationsleiterin Angelika Winzig. &#8222;Wenn wir das schaffen, ist es die gr\u00f6\u00dfte Errungenschaft, die die EU je geschafft hat.&#8220; Energieintensive Betriebe in Europa brauchten &#8222;dringend Unterst\u00fctzung&#8220; wegen hoher Energiekosten oder &#8222;\u00dcberb\u00fcrokratisierung&#8220;. Auch f\u00fcr ihren SP\u00d6-Amtskollegen Andreas Schieder ist die &#8222;Frage der Wettbewerbsf\u00e4higkeit der europ\u00e4ischen Industrie gerade in Zeiten, wo von Seiten (US-Pr\u00e4sident Donald, Anm.) Trumps Handelskrieg und Ank\u00fcndigungen von Z\u00f6llen&#8220; drohen, besonders wichtig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schieder: Lage extrem ernst<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europa habe mit seinen wissenschaftlichen Leistungen und Patenten zwar &#8222;gute Voraussetzungen, auf alle Fragen, die auf uns zukommen, zu reagieren&#8220;, gab sich Schieder \u00fcberzeugt. Die Lage sei aber trotzdem &#8222;extrem ernst&#8220;. Der CID sei daher ein &#8222;sehr wichtiger Ansatz&#8220;. Es sei &#8222;das Gebot der Stunde, das Unternehmertum zu entfesseln&#8220;, sagte NEOS-EU-Abgeordnete Anna St\u00fcrgkh. Sie begr\u00fc\u00dft den &#8222;ganzheitlichen Ansatz&#8220; der neuen Industriestrategie, die Energie, Finanzierung und Arbeitspl\u00e4tze umfasst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Europas Unternehmen w\u00fcrden im Durchschnitt doppelt soviel f\u00fcr Energie bezahlen wie ihre US-Kollegen, so St\u00fcrgkh. Sie fordert daher, die Energiewende voranzutreiben. Die Kommission will f\u00fcr gr\u00fcne Technologien \u00fcber 100 Mrd. Euro an F\u00f6rderungen mobilisieren, sowie zus\u00e4tzliche Garantien in H\u00f6he von 1 Mrd. Euro im Rahmen des aktuellen mehrj\u00e4hrigen EU-Budgets. Die F\u00f6rderungen sollen zudem schneller und unkomplizierter flie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schilling: Licht und Schatten<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gr\u00fcne EU-Abgeordnete Lena Schilling sieht in den heute pr\u00e4sentierten Gesetzesvorschl\u00e4gen &#8222;Licht und Schatten&#8220;. Gut sei, dass es um eine klimagerechte Transformation der Industrie gehe und die Kommission weiterhin sage, &#8222;wir m\u00fcssen unsere Klimaziele erreichen&#8220;. Es brauche eine &#8222;Dekarbonisierung der europ\u00e4ischen Wirtschaft&#8220;, es sei dabei &#8222;mehr als 5 nach 12&#8220;. Sie sieht aber auch &#8222;viel Frustration&#8220;, da sie sich lange f\u00fcr das EU-Lieferkettengesetz eingesetzt habe, das nun aufgeweicht werden soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das EU-Lieferkettengesetz soll gro\u00dfe Unternehmen zur Rechenschaft ziehen, wenn sie etwa von Kinder- oder Zwangsarbeit au\u00dferhalb der EU profitieren. Die Kommission hat heute im Rahmen ihres &#8222;Omnibus&#8220;-Pakets f\u00fcr weniger B\u00fcrokratie eine Verschiebung des Inkrafttretens um ein Jahr und inhaltliche Aufweichungen vorgeschlagen. Sie sei nicht gegen B\u00fcrokratieabbau, betonte Schilling: &#8222;Setzen wir uns zusammen und machen es besser. Aber setzen wir uns zusammen und sagen es ab, daf\u00fcr bin ich nicht zu haben.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Winzig begr\u00fc\u00dft Teile der \u00c4nderungen am Lieferkettengesetz<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dem Bessermachen pflichtet ihre NEOS-Kollegin bei: &#8222;Wenn wir sicherstellen wollen, dass KMU in der gro\u00dfen Liga mitspielen k\u00f6nnen, m\u00fcssen wir sicherstellen, dass sie das nicht mit gebundenen H\u00e4nden tun.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der &#8222;Vielzahl an europ\u00e4ischen Regelungen muss man hinschauen, ob es nicht Widerspr\u00fcchlichkeiten gibt&#8220;, so wiederum Andreas Schieder. Er sei aber gegen eine &#8222;H\u00fchott-Politik&#8220;, wo man &#8222;mitten im Fluss die Pferde wechselt&#8220;. Er betont, die Omnibus-Vorschl\u00e4ge der Kommission m\u00fcssten von Rat und Parlament noch abgesegnet werden; diese k\u00f6nne nicht &#8222;einseitig Gesetze \u00e4ndern&#8220;. \u00d6VP-Politikerin Winzig begr\u00fc\u00dft Teile der vorgeschlagenen \u00c4nderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">SP\u00d6-EU-Abgeordnete Evelyn Regner, die das Lieferkettengesetz mitverhandelte und sich insbesondere f\u00fcr den Schutz von Arbeitnehmerrechten eingesetzt hatte, \u00e4u\u00dferte in einer Aussendung scharfe Kritik:&#8220;Unter dem Deckmantel von Vereinfachung und B\u00fcrokratieabbau wirft von der Leyen die am h\u00e4rtesten erk\u00e4mpften EU-Erfolge f\u00fcr Umweltschutz und Arbeitsstandards unter den (Omni)Bus. (\u2026) Unternehmen, die vorbildlich bereits angefangen haben, ihre Aktivit\u00e4ten an die neuen Gesetze anzupassen, werden jetzt daf\u00fcr bestraft.&#8220; (27.02.2025)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abgeordnete von SP\u00d6, Gr\u00fcnen und NEOS sehen hingegen die geplanten Omnibus-Aufweichungen von EU-Gesetzen auch kritisch.<\/p>\n","protected":false},"author":91,"featured_media":180311,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[45],"tags":[18437,147,18898],"class_list":["post-993158","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-europe-in-brief","tag-austria-5","tag-eu","tag-mep-2"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/993158","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/91"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=993158"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/993158\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/180311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=993158"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=993158"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/europeannewsroom.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=993158"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}