„Logischerweise wird ein proportionales Paket an Gegenmaßnahmen bereitgestellt, aber ich unterstütze das Ziel von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, so schnell wie möglich auf eine verhandelte Lösung hinzuarbeiten. Der Atlantismus ist älter und größer als Trump. Dummheit mit Dummheit zu beantworten, ist nicht weise“, so reagierte De Wever auf die Ankündigung von Präsident Donald Trump über zusätzliche Abgaben von 20 Prozent auf die Importe aus Europa.
Auf der Grundlage der ersten Schätzungen würde die spektakuläre Erhöhung der Tarife einen negativen Einfluss von 5 bis 6 Milliarden Euro pro Jahr auf die belgische Wirtschaft haben. Die Regierung ist insbesondere über die Sektoren Chemie, Lebensmittel, Pharma, Metall und Aluminium besorgt. Unser Land war im Jahr 2023 für 28 Milliarden Euro an Exporten in die Vereinigten Staaten verantwortlich.
De Wever nannte die Tarife „eine echte Katastrophe für die Weltwirtschaft“. Gleichzeitig sieht der belgische Premierminister Chancen in einer Krise: „Es scheint mir der ideale Zeitpunkt zu sein, um als Europa aktiv Freihandelsabkommen mit neuen Partnern auf der ganzen Welt zu schließen, die mehr denn je zu uns schauen.“
Die Kommission hofft weiterhin, eine verhandelte Lösung mit der US-Regierung zu erreichen. Der EU-Handelskommissar spricht am Freitagnachmittag erneut mit seinen Amtskollegen in Washington. Gleichzeitig bereitet die Europäische Union neue Gegenmaßnahmen vor. Ein erstes Paket – die Antwort auf die erhöhten US-Tarife für Stahl und Aluminium – tritt Mitte April in Kraft.