Straßburg/Stockholm – Den Opfern des Schulschießens in Örebro wurde in der EU gedacht.
„Europa trauert“, sagte die Präsidentin Roberta Metsola, als sie das Örebro-Ereignis als einen der ersten Punkte bei der Eröffnung der Sitzungswoche in Straßburg am Montag um 17 Uhr aufgriff.
„Am letzten Dienstag waren wir erschrocken, als wir von der schrecklichen Massenerschießung an der Risbergska-Schule in Örebro hörten. Europa trauert mit denen, die verloren haben. Hass und Gewalt haben keinen Platz in Europa“, sagte Metsola, bevor die Mitglieder eine Schweigeminute hielten.
In einer anschließenden außerordentlichen Debatte ergriffen vor allem mehrere schwedische Mitglieder das Wort.
„Wir sind immer noch ein Land in Trauer“, sagte Tomas Tobé (Moderaterna).
„Einer der dunkelsten Tage in der schwedischen Geschichte“, stellte Heléne Fritzon (Sozialdemokraten) fest.
Nicht zuletzt wurde die Besorgnis erwähnt, die viele nach dem Vorfall fühlen – wenn auch aus unterschiedlichen Perspektiven.
In Schweden wurde am Dienstag um 12 Uhr eine landesweite Schweigeminute abgehalten. Im ganzen Land hielten Unternehmen, öffentlicher Verkehr und Behörden inne. Auf dem Stortorget in Örebro versammelte sich eine große Menschenmenge bei einer Gedenkfeier mit Gedichtlesungen, Musik und Reden, um die Angehörigen und Betroffenen zu ehren.
Zehn Personen wurden am 4. Februar von einem Einzeltäter in Örebro erschossen. Der mutmaßliche Täter nahm sich anschließend das Leben.
(11. Februar)