Stockholm – Es ist selbstverständlich ernst, dass der Präsident der USA Donald Trump erneut aus dem Pariser Abkommen austreten möchte, sagt die schwedische Klima- und Umweltministerin Romina Pourmokhtari.
Aber dieses Mal sind Europa und Schweden besser vorbereitet und haben eine Vorstellung davon, wie man vorwärts arbeiten soll. Wichtig ist, dass die EU – und Unternehmen – an ihrer Klimaarbeit festhalten, meint sie.
„Wir haben auch viele Kooperationsabkommen mit US-Bundesstaaten, die weiterhin aktiv an der Klimawende in den USA arbeiten werden“, sagt die Klimaministerin.
Bei den UN-Klimakonferenzen ist es oft schwierig, Einigkeit zu erzielen, und es besteht die Gefahr, dass jetzt mehr Länder das Pariser Abkommen verlassen.
„Es besteht absolut das Risiko, dass andere Länder sich von diesem Schritt inspirieren lassen“, sagt Pourmokhtari.
Trumps neuer Umwelt- und Klimakurs geht jedoch weit über den Austritt aus dem Pariser Abkommen hinaus. Es geht um Gesetze, die zurückgezogen werden können, um Investitionen, die ausbleiben, und darum, dass der Wahlkampfslogan „drill, baby, drill“ – nach mehr Öl bohren – in die Tat umgesetzt werden soll.
„Es ist ernst, dass man die Arbeiten zur Förderung fossiler Brennstoffe verstärken will. Man sollte sie stattdessen reduzieren und das Geld in eine andere Richtung lenken“, sagt Pourmokhtari.
(21. Januar)