Sarajevo, (Fena) – Der stellvertretende Außenminister von Bosnien und Herzegowina Josip Brkić und die Staatssekretärin für Europa im Ministerium für auswärtige und europäische Angelegenheiten der Republik Kroatien Andreja Metelko-Zgombić waren die Ko-Vorsitzenden des Dritten Treffens der Gemeinsamen Kommission zur Überwachung der Umsetzung des Vertrags zwischen dem Ministerrat von BiH und der Regierung der Republik Kroatien über die europäische Partnerschaft, das in Sarajevo stattfand.
Bei dem Treffen wurde über die Umsetzung der Aktivitäten in den im Vertrag zwischen dem Ministerrat von BiH und der Regierung der Republik Kroatien über die europäische Partnerschaft genannten Bereichen, über die europäischen Integrationen und Reformen sowie über die weiteren Schritte in der Arbeit der Gemeinsamen Kommission gesprochen.
Brkić ging auf die neuen geopolitischen Umstände im Kontext der Erweiterung der Europäischen Union ein und informierte die Teilnehmer über die Aktivitäten, die Bosnien und Herzegowina auf seinem europäischen Weg durchführt. Er äußerte die Hoffnung, dass BiH bis März dieses Jahres konkrete Fortschritte im Prozess der europäischen Integration erzielen wird, womit die Voraussetzungen für die Abhaltung der ersten Regierungskonferenz und die Eröffnung der Beitrittsverhandlungen geschaffen würden. Er betonte, dass 69,9 Prozent der Bürger von BiH die Mitgliedschaft in der Europäischen Union unterstützen und dass der europäische Weg von Bosnien und Herzegowina keine Alternative hat.
Die Staatssekretärin der Republik Kroatien Metelko-Zgombić begrüßte die Unterzeichnung des Abkommens über operative Tätigkeiten, die die Agentur für die europäische Grenz- und Küstenwache (Frontex) in Bosnien und Herzegowina durchführt, und bewertete es als einen wichtigen Schritt auf dem europäischen Weg von BiH.
Sie erinnerte auch an die Schlussfolgerungen, die Ende letzten Jahres im Rahmen der dänischen EU-Ratspräsidentschaft gefasst wurden, mit denen Bosnien und Herzegowina neben der Fortsetzung der Reformprozesse zur möglichst baldigen Durchführung einer begrenzten Wahl- und Verfassungsreform aufgerufen wird. Außerdem hob sie die Bedeutung der finanziellen Anreize der Europäischen Union hervor, die die Umsetzung der Reformen in BiH erleichtern können.
Die Teilnehmer des Treffens äußerten ihre Zufriedenheit mit der bisherigen Zusammenarbeit und den Aktivitäten der zuständigen Institutionen bei der Umsetzung des Vertrags über die europäische Partnerschaft zwischen dem Ministerrat von BiH und der Regierung der Republik Kroatien.
Besonders hervorgehoben wurde, dass gemäß den Daten des Unterstützungsprogramms der Republik Kroatien für den EU-Integrationsprozess von Bosnien und Herzegowina in den vergangenen zwei Jahren insgesamt 547 Teilnehmer, überwiegend Staatsbedienstete von BiH, an zahlreichen Schulungen teilgenommen haben, die auf die Stärkung von Wissen und Fähigkeiten im Bereich der europäischen Integration ausgerichtet sind. Die Fortsetzung der Aktivitäten im Bereich der Ausbildung und fachlichen Unterstützung der Institutionen in Bosnien und Herzegowina ist auch im Laufe dieses Jahres geplant. (16.01.)
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