SOFIA – Bulgarien hat die dritte Zahlung in Höhe von 1,47 Mrd. Euro im Rahmen des Nationalen Plans für Wiederaufbau und Resilienz (NPWR) erhalten, teilte der Ministerrat des Landes mit. Die Zahlung wurde geleistet, nachdem die Europäische Kommission (EK) 48 von insgesamt 50 in dem Zahlungsantrag enthaltenen Etappen und Zielen als erfüllt bewertet hatte.
Der dritte Zahlungsantrag umfasst 22 Reformen und 19 Investitionen und ist der bisher größte eingereichte Antrag. Die damit erfassten wichtigsten Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit der Fortsetzung der Reformen in Bereichen wie Forschung und Innovation, Dekarbonisierung, öffentliche Auftragsvergabe, Verbesserung des Rahmens für die Verwaltung staatlicher Unternehmen, Entwicklung der elektronischen Verwaltung und der elektronischen Gesundheitsversorgung u. a., ergänzte der Pressedienst der Regierung.
Mit dieser Zahlung belaufen sich die im Laufe des Jahres von der EK erhaltenen Mittel insgesamt auf 1,9 Mrd. Euro, was mehr als die Hälfte der Zahlungen im Rahmen des Plans übersteigt.
In der ersten Hälfte des Jahres 2026 müssen die vierte und fünfte Zahlung im Rahmen des NPWR in Höhe von fast 2,5 Mrd. Euro abgewickelt werden, sagte der zurückgetretene Vizepremier und Minister für Innovation und Wachstum Tomislav Donchev vor den Ministern des Kabinetts. Er fügte hinzu, dass der Plan neu verhandelt worden sei, was die Möglichkeit eröffnet habe, einen großen Teil der Reformen zu unterstützen und umzusetzen. Der Regierung gelang es außerdem, das Kapitel REPowerEU im Wert von zusätzlich 480 Mio. Euro zu vereinbaren, betonte der zurückgetretene Vizepremier. Donchev fügte hinzu, dass, wenn man auch die im Laufe dieses Jahres im Rahmen der Kohäsionspolitik ausgezahlten Mittel hinzurechne, sich die in die bulgarische Wirtschaft investierten europäischen Mittel auf 8 Mrd. Lewa belaufen. Der bulgarische Plan für Wiederaufbau und Resilienz umfasst 6,17 Mrd. Euro an nicht rückzahlbaren Zuschüssen. (29.–30.12.2025)
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