Bukarest – Fast 39 % der Rumänen sind der Ansicht, dass die Zugehörigkeit Rumäniens zur Europäischen Union die nationale Souveränität einschränkt, so das Barometer Informat.ro – INSCOP Research, Ausgabe VII, das im Zeitraum 12.–15. Januar 2026 durchgeführt wurde. Gleichzeitig sind 45,9 % der Befragten mit dieser Aussage nicht einverstanden, während 15,3 % keine klare Meinung haben.
Die Wahrnehmung einer Einschränkung der Souveränität ist stärker ausgeprägt unter den Wählern der Partidul Social Democrat (PSD) und der Alianţa pentru Unirea Românilor (AUR), unter Männern, Personen über 60 Jahren und Bewohnern kleinerer Städte. Am anderen Ende des Spektrums stehen die Wähler der Partidul Naţional Liberal (PNL) und der Uniunii Salvaţi România (USR), junge Menschen unter 30 Jahren, Personen mit Hochschulabschluss und Bewohner der Großstädte, einschließlich Bukarest.
Obwohl ein bedeutender Teil der Bevölkerung die Zugehörigkeit zur EU als Einschränkung der Souveränität betrachtet, sind die Meinungen hinsichtlich der Auswirkungen auf den Lebensstandard geteilt. Etwa 15 % der Rumänen glauben, dass diese Einschränkung zur Erhöhung des Lebensstandards beiträgt, während 22 % der Ansicht sind, dass sie ihn negativ beeinflusst.
Was den Schutz der wirtschaftlichen Interessen betrifft, sind 69,1 % der Befragten der Meinung, dass Rumänien innerhalb der Europäischen Union günstigere Bedingungen aushandeln sollte. Gleichzeitig befürworten 11,2 % den Austritt Rumäniens aus der EU, ein im Vergleich zu April 2025 gestiegener Anteil, und 11,8 % sind der Ansicht, dass die nationalen Interessen bereits geschützt sind.
In Bezug auf die Lebensqualität glauben 54,9 % der Rumänen, dass ihr Leben schwieriger wäre, wenn die Europäische Union aufgelöst würde, während 22,4 % meinen, es wäre besser. Laut INSCOP gibt es unter den Wählern der wichtigsten Parteien keine Mehrheiten für einen EU-Austritt.
Der Direktor von INSCOP Research, Remus Ştefureac, schätzt, dass die Unterstützung für die EU pragmatisch und an Bedingungen geknüpft ist, eher auf Kalkül und der Vermeidung von Risiken als auf einer tiefen identitären Zugehörigkeit beruht, was diese Unterstützung anfällig für populistische Diskurse macht. (27.1.2026)
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