Brüssel – Slowenien befürwortet die vorläufige Anwendung des am Samstag unterzeichneten Handelsabkommens zwischen der EU und dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur. Wie Premierminister Robert Golob am Donnerstag bei seiner Ankunft zum EU-Gipfel in Brüssel sagte, wird Slowenien den Positionen Deutschlands folgen. Dieses unterstützt die vorläufige Anwendung des Abkommens.
„Man muss sich bewusst sein, dass Deutschland unser wichtigster Handelspartner ist. Und wir werden den Positionen folgen, die wir gemeinsam ausarbeiten werden. Unter ihnen ist mit nahezu völliger Sicherheit auch diese vorläufige Umsetzung des Abkommens“, sagte Golob.
Nachdem das Europäische Parlament am Mittwoch den Gerichtshof der EU um eine Stellungnahme zu dem Handelsabkommen mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay gebeten und damit dessen Bestätigung aufgeschoben hatte, setzte sich der deutsche Kanzler Friedrich Merz auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos für eine vorläufige Umsetzung ein.
Slowenien hat zu Beginn des Monats bei der Abstimmung im Rat der EU trotz des Widerstands der slowenischen Bauern die Unterzeichnung des Abkommens mit Mercosur unterstützt. Der parlamentarische Ausschuss für Landwirtschaft forderte die Regierung am Donnerstag auf, sich aktiv für den Schutz der slowenischen Landwirtschaft einzusetzen und eine verstärkte Kontrolle der Einfuhr von landwirtschaftlichen und Lebensmittelerzeugnissen aus den vier südamerikanischen Staaten durchzuführen. (22. Januar)
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