Ljubljana – In der Landwirtschafts- und Forstkammer Sloweniens (KGZS) erwarten sie eine dringende Besprechung mit Premierminister Robert Golob und Landwirtschaftsministerin Mateja Čalušić, bei der sie Maßnahmen zum Schutz des slowenischen Bauern im Rahmen des EU-Mercosur-Abkommens vorstellen und abstimmen werden, sagte der Präsident der KGZS Jože Podgoršek. Im Landwirtschaftsministerium wurde zugesichert, dass die Umsetzung des Abkommens überwacht wird.
Podgoršek hat noch vor der Bestätigung des Abkommens durch die EU-Mitgliedstaaten wie schon mehrfach zuvor seine Ablehnung des Handelsabkommens zwischen der EU und Mercosur zum Ausdruck gebracht. Die KGZS könne seinen Worten nach das genannte Abkommen nicht unterstützen, solange dieses für europäische und slowenische Bauern schädlich sei.
Zugleich haben sie in der KGZS den Regierungschef und die Landwirtschaftsministerin zu einem Treffen aufgefordert, bei dem die Zuständigen den Vertretern der Bauern erläutern würden, welche Maßnahmen im Mercosur-Abkommen festgeschrieben sind, mit denen der slowenische Bauer geschützt wird, damit er auch in den kommenden Jahrzehnten Lebensmittel bewirtschaften und wettbewerbsfähig erzeugen kann.
„Da das Abkommen auf EU-Ebene beschleunigt vorbereitet wird, läuft uns die Zeit davon. Deshalb haben wir auch darum gebeten, dass wir uns innerhalb einer Woche treffen, uns vor allem diese Maßnahmen ansehen, mit denen wir unsere Bauern schützen werden, und bei Bedarf auch einige Maßnahmen hinzufügen, damit wir wirklich auf der sicheren Seite sind, denn derzeit sind wir es nicht“, sagte der Präsident der KGZS.
Im slowenischen Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Ernährung schrieben sie in ihrer Reaktion, dass sie sich der Sorgen der Bauern bewusst seien. Daher werden sie die Umsetzung des Abkommens aufmerksam verfolgen und bei Risiken für die slowenische Landwirtschaft Maßnahmen einfordern und alle verfügbaren Schutzmechanismen nutzen. (9. und 10. Januar)
go to the original language article
