SOFIA/SMOLJAN – Der Grenzübergang, der die bulgarische Stadt Rudozem mit dem griechischen Xanthi verbindet, wurde offiziell eröffnet.
Der Übergang „Rudozem – Xanthi“ wird mit Mitteln der Europäischen Union finanziert und ist ein strategisches Projekt für die Konnektivität zwischen Bulgarien und Griechenland – Teil der langfristigen Vision zur Öffnung neuer Verkehrskorridore durch die Rhodopen, teilte das bulgarische Ministerium für regionale Entwicklung und öffentliche Arbeiten mit. Der Übergang ist auch in das Anfang Dezember in Brüssel unterzeichnete Memorandum über die verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Bulgarien, Griechenland und Rumänien aufgenommen, das den gemeinsamen Rahmen für die Entwicklung der strategischen Infrastruktur zwischen den drei Staaten absteckt.
Die Eröffnung des Straßenabschnitts von Dimario bis zur Grenze zu Bulgarien bei Rudozem ist der letzte Schritt eines langwierigen und für die Regionen sowohl auf bulgarischer als auch auf griechischer Seite sehr wichtigen Prozesses, der die Konnektivität zwischen unseren Ländern abschließt, kommentierte bei der Zeremonie der bulgarische Außenminister im Rücktritt Georg Georgiev. Seinen Worten nach wird dies zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit, zur Verbesserung der Verkehrsanbindung und zur Förderung der Kontakte zwischen den Menschen auf beiden Seiten der Grenze beitragen. Er betonte, dass die Umsetzung des Projekts Voraussetzungen für die Entwicklung des Tourismus, des Kulturaustauschs und der regionalen Wirtschaft schafft und langfristig zum Wohlstand sowohl Bulgariens als auch Griechenlands beitragen wird.
Die Öffnung des Übergangs „Rudozem – Xanthi“ erfüllt einen 30-jährigen Traum der Menschen auf beiden Seiten der Grenze, kommentierte bei der Zeremonie der bulgarische Vizepremier und Minister für Verkehr und Kommunikation im Rücktritt Grozdán Karadzhov.
Der Minister für Infrastruktur und Verkehr Griechenlands Christos Dimas, der ebenfalls an der Eröffnung teilnahm, erklärte, dass sich die griechische Seite verpflichte, die Straße nach Xanthi zu sanieren, um bessere Verbindungen zwischen den beiden Staaten zu gewährleisten.
In der Sitzung des Ministerrats betonte der bulgarische Premierminister im Rücktritt Rossen Zhelyazkov ebenfalls die Bedeutung der Öffnung des Grenzübergangs für die gutnachbarschaftlichen Beziehungen, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, das Funktionieren des Schengen-Raums und die wirtschaftliche Entwicklung der bulgarischen Regionen.
Der neu eröffnete Straßenabschnitt von Dimario bis zur Grenze zu Bulgarien bei Rudozem befindet sich auf dem Gebiet der Republik Griechenland und ist Teil der Vertikalachse 70 zur Autobahn „Egnatia Odos“. Er stellt die abschließende infrastrukturelle Verbindung von griechischer Seite zum Grenzübergang „Rudozem – Xanthi“ dar und hat eine Schlüsselbedeutung für dessen vollwertiges Funktionieren als strategischer Punkt für die regionale Konnektivität, teilte das bulgarische Außenministerium mit.
Der Bau eines Grenzübergangs bei Rudozem wurde durch ein bulgarisch-griechisches Abkommen in den 1990er Jahren vereinbart, doch die Öffnung der Straße wurde jahrzehntelang aufgeschoben. Der erste Spatenstich für den siebten Grenzübergang zwischen Bulgarien und Griechenland erfolgte im Januar 2020. Auf bulgarischer Seite wurde der Grenzübergang 2021 fertiggestellt, auf griechischer Seite Ende 2024, doch die Öffnung wurde mehrmals wegen des Baus der angrenzenden Infrastruktur auf griechischem Gebiet verschoben, teilte die bulgarische „Grenzpolizei“ mit. (20–21.01.2025)
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